„Alufant“ bald nicht mehr auf dem Rheydter Markt

Mit einem möglichen neuen Standort befasst sich die Bezirksvertretung Süd am 6. Juni

Wenn Anfang Juli mit den Baumaßnahmen zur Sanierung der Tiefgarage und der anschließenden Umgestaltung des Rheydter Marktplatzes begonnen wird, muss auch ein neuer Standort für die 1973 von dem Bildhauer Gerhard Wind (1928 – 1992) errichtete Skulptur „Figuration“ vor dem Rheydter Rathaus gefunden werden. Eine Wiederaufstellung des im Volksmund als „Alufant“ bekannten Kunstwerks ist in den Plänen für die Neugestaltung des Marktplatzes nicht vorgesehen. Mit einem möglichen neuen Standort für das fünf Meter hohe, 8,50 Meter lange und fünf Meter breite sowie 3,5 Tonnen schwere Kunstwerk wird sich die Bezirksvertretung Süd in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 6. Juni, um 17 Uhr befassen.

Nach Einschätzung der Restaurationsabteilung im Museum Abteiberg kosten der Abbau und Zerlegung sowie der Abtransport der monumentalen Aluminium-Skulptur rund 5.000 Euro.
Für den Zeitpunkt nach dem Wiederaufbau empfehlen die Kunstexperten eine Überarbeitung der gesamten äußeren Aluminiumwandung. Eine entsprechende Überarbeitung der Skulptur wird nach Einschätzung des Museums weitere 5.000 Euro kosten.

Gerhard Wind (1928 – 1992) wurde in Hamburg geboren. Er studierte an der Landeskunstschule Hamburg und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1958 wohnte und arbeitete er in Düsseldorf. Einen weiteren Wohnsitz und ein Atelier hatte er in Jávea bei Alicante in Spanien.
Wind war Träger des Comeliuspreises der Stadt Düsseldorf.
Im Jahr 1958 wurde er mit einem Stipendium der Villa Massimo in Rom ausgezeichnet.
Weiterhin war er Teilnehmer der documenta II (1959) und der documenta II (1964).
In den achtziger Jahren war er Gastprofessor am Art College der University of Arizona. Naben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen realisierte er mehr als 120 Projekte im öffentlichen Raum.