Giesenkirchener sind mit Sparvorschlägen nicht einverstanden

Bürgerinitiative plant Aktionen – Unterschriftensammlung hat begonnen

Am Donnerstagabend, den 06.09.2012 gegen 19:30 Uhr, war durch eine Initiative, deren Führung Frau Gudrun Gruhn von der FWG übernommen hatte, in die Gaststätte „Haus Ambour“ eingeladen worden. Zum Anlass nahm man die Vorschläge der Stadtverwaltung Mönchengladbach, zur Sanierung des städtischen Haushaltes das Schwimmbad Asternweg und die Außenstelle der Stadtbücherei am Franz-Meyers-Gymnasium zu schließen.

 

Gegen 19:30 Uhr war der Saal im „Haus Ambour“ gut mit zum Teil aufgebrachten Bürgerinnen und Bürgern aus Giesenkirchen gefüllt. Frau Gruhn als die Mitinitiatorin der Veranstaltung eröffnete selbige und begrüßte voller Freude die große Anzahl der erschienen Mitbürger. Nachdem sie verschiedene Anwesende persönlich begrüßt hatte ging sie auf die Sanierungspläne der Stadtverwaltung in Bezug auf die Schließungspläne ein.

Sie stellte heraus, dass das Schwimmbad am Asternweg vor wenigen Jahren von Grund auf saniert worden ist, wofür ca. 1.000.000 Euro aufgewendet wurden. Desweiteren konnte sie als Vorsitzende der SSV-Rheydt 1903 e.V. berichten, wozu der Verein das Bad nutzt und wie viele Menschen das Bad im Jahr nutzen. Für die Angebote des SSV Rheydt nutzen ca. 18.000 Menschen jährlich das Bad von ungefähr 17:00 bis 21:30 Uhr.
Während dieser Zeit hat der Verein die Schlüsselgewalt.
Außerdem würden Vereinsmitglieder einen großen Teil der Wartungsarbeiten verrichten und während der Vereinsnutzung auch die Aufsicht führen. Die Schulen benutzen in den Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden das Bad für den Schulsport und steuern ca. 17.000 nutzende Schüler im Jahr bei.
Diese Zahlen würden, wie sie meinte, deutlich für den Erhalt des Bades sprechen.

Zur Bücherei führten Schüler der Oberstufe des Franz-Meyers-Gymnasiums aus, dass sie sowohl von Lehrkräften und Schüler sehr stark für Recherche und Nachschau in den vorhandenen Medien genutzt werde. Außerdem könnten die Oberstufenschüler während ihrer Freistunden dort ihre freie Zeit sinnvoll, wegen fehlender Aufenthaltsmöglichkeiten, verbringen. Es wäre nach ihrem dafürhalten für die Schule und die Giesenkirchener Bevölkerung sehr wichtig, dass die Bücherei erhalten bleibt.

Während der im Anschluss stattfindenden Diskussionsrunde meldeten sich einige Teilnehmer zu Wort, die ihr Unverständnis für die Sanierungspläne zum Ausdruck brachten.
Es waren auch Stimmen darunter, die sich fragen, wieso die Stadt in Bezug auf das Franz-Meyers-Gymnasium damit wirbt, dass ein Schwimmbad und eine Bücherei auf dem Gelände sei und keine großen Wege zu diesen Einrichtungen notwendig würden.
Auch meldete sich der Vorsitzende der Schulpflegschaft des Gymnasiums zu Wort, er ist in Steinhausen zu Hause, und stellte die Frage, warum demnächst weiterhin Schüler aus dem Gebiet Korschenbroich nach Giesenkirchen zur Schule gehen sollen, wenn viele der bisherigen Vorzüge wegfielen.

Am Ende der lebhaften Diskussion meinte Frau Gruhn, auf Grund der vorgebrachten Argumente sei die Bildung eine Bürgerinitiative wohl eine angemessene Reaktion, was bei den Anwesenden Zustimmung fand.

So wurde ein Vorstand für die Initiative gewählt.
Zur ersten Vorsitzenden wurde bei zwei Enthaltungen Frau Franziska Ohlig gewählt.
Als Beisitzer werden Mitglieder der Schülervertretung des Franz-Meyers-Gymnasiums, nicht namentlich festgelegt und Frau Magarete Pelzer, Frau Ohlig unterstützen.
Frau Gruhn wird der Bürgerinitiative mit Rat und Tat weiter zur Verfügung stehen.

Als erste Aktion will man eine Demonstration am 25.09.2012 vom Franz-Meyers-Gymnasium zum Rathaus, zur Übergabe der Unterschriften gegen die Schließungspläne an den OB, organisieren.
Als zweites wurde angeregt, dass zahlreiche Eltern mit ihren Kindern zur Ratssitzung am 29.09.2012 die Sitzung als Zuschauer besuchen sollen und somit dem Stadtrat ihr Unbehagen übermitteln.

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