Ordnungsamt zieht erste Bilanz: „Knöllchen“ per Handy bewährt sich

Der mit Hand ausgefüllte Verwarnzettel gehört nun auch in Mönchengladbach endgültig der Vergangenheit an.
„Papierknöllchen waren gestern. Mobile Datenübertragung ist heute“, so fasst Reinhold Gerhards, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, das Anfang Dezember eingeführte neue Verfahren zur Erfassung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr zusammen.
Wer ordnungswidrig parkt, erhält seit Anfang Dezember nur noch ein Kärtchen der Stadt mit dem allgemeinen Hinweis, dass in Kürze mit einem Knöllchen zu rechnen ist.

 

Insgesamt 39 nagelneue I-Phone 4S hat die Verwaltung für die 33 Politessen im Außendienst sowie für den Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KOS) angeschafft. „Die Vorteile liegen buchstäblich auf der Hand. Die Geräte sind einfach zu handhaben, ermöglichen eine schnellere Erfassung und reibungslose Übertragung der Daten in den Innendienst“, so Reinhold Gerhards nach der sechswöchigen Einführungsphase.

Genaueres über die Ordnungswidrigkeit und die Summe des Verwarngeldes enthält das auf dem Postweg nach fünf bis zehn Tagen zugeleitete amtliche Schreiben, das auch entsprechende von den Politessen vor Ort gefertigte Fotos zum Parkvergehen beinhaltet.

„Die Zahl der Beschwerden beim Ausstellen der Knöllchen ist deutlich zurückgegangen. Das Verhalten vieler Bürger ist nicht mehr so aggressiv wie früher“, bestätigt Irene Fromm, die als Politesse täglich unterwegs ist. „Wir haben seitdem wesentlich weniger Ärger mit den Bürgern. Die neue Technik möchte ich nicht mehr missen“, betont sie.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 122.374 Verwarnungen erteilt und dadurch Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro erzielt. Vor Einführung der neuen Smartphones für die Parküberwachung hatte das Ordnungsamt mit Mehreinnahmen in Höhe von fünf Prozent gerechnet.
„Die sechswöchige Einführungsphase zeigt aber, dass wir zum Ende des Jahres wahrscheinlich höher liegen werden“, so Reinhold Gerhards.

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