Rundfunkgebühren: Kommunen erhalten Unterstützung durch den Mittelstand

„Gebühr sollte durch Finanzämter eingezogen werden“

Einfach für alleDer Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) unterstützt die Kritik der Kommunen an der neuen Berechnung der Gebührenregelung. Die Umstellung auf die neue Berechnungssystematik führe nicht nur bei den Kommunen zu erheblichen Mehrkosten, sondern belaste auch die mittelständischen Unternehmen über Gebühr, so BVMW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte.

„Wir halten es grundsätzlich für falsch, mit Hilfe dieser Gebührenexplosion das gigantische Rad der Unterhaltungsindustrie immer schneller zu drehen. Eine faire Lösung bietet unserer Meinung nach eine Gebührenberechnung, die sich nach der Beschäftigtenzahl der Betriebe richtet und im Endeffekt nicht zu Mehrbelastungen führt. Hier sehen wir eine korrekturbedürftige Schieflage und setzen uns für eine Pro-Kopf-Abgabe ein. Um dem Wasserkopf der GEZ-Verwaltung wirksam entgegenzutreten, könnten die Finanzämter die Gebühr einziehen“, so Schulte.

Die durchschnittliche jährliche Zusatzbelastung sei für kleinere Firmen deutlich höher als für Großkonzerne. So müsse ein Betrieb mit 10 Beschäftigten zusätzlich jährliche Kosten von rund 21,58 Euro pro Mitarbeiter tragen. In einem Betrieb mit 4000 Beschäftigten hingegen läge die jährliche Mehrbelastung pro Mitarbeiter nur bei rund 2,16 Euro. Teilweise ergeben sich bei Filialbetrieben Mehrkosten von bis zu 500 Prozent.

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