Mönchengladbach steht auf und stellt sich quer! – „Aus der Geschichte lernen (1933 – 2013)“

gegen ExtremismusDie Bürger/-innen Mönchengladbachs erteilen jeglicher Form von Extremismus, gleich ob politisch, religiös oder auf andere Weise motiviert, eine klare Absage!

Aufruf zur Demonstration am 16.03.2013 Gegen den Auftritt der rechtspopulistischen Pro NRW Bewegung

Wann: Am Samstag, dem 16. März 2013, zwischen 10:30 Uhr und 13:00 Uhr
Wo: Flüchtlingsunterkunft Luisental, Mönchengladbach-Geistenbeck

12 Kommentare zu "Mönchengladbach steht auf und stellt sich quer! – „Aus der Geschichte lernen (1933 – 2013)“"

  1. @Torben Schulz, ( 10:43h )

    ehrlich, das es “ Die Rechte “ überhaupt gibt, dies Wissen verdanke ich ihnen alleine. Wie auch den Umstand das diese gar ins verschlafene MG kommt.

    HBF, da werd ich mir das Schauspiel mal ansehen, hab sonst ja nix zu tun um diese Uhrzeit. Weit aus der Ferne, versteht sich.

    Trotzdem, mit Verlaub gesagt und auch die sicherlich heren Ziele welche Sie verfolgen würdigend, eine Vielzahl von Lesern ( wie ich ) wissen von dem Termin einzig weil Sie da “ Anti-Werbung “ betreiben. Oder andersrum: Es an die grosse Glocke hängen

    Ich befürchte ( Sie sehen es sinngem. anders ): Manchmal ist weniger mehr.

    Gruss

  2. Person A: „Pro NRW in Mönchengladbach? Naja, es hätte ja noch schlimmer kommen können“

    Und es kam schlimmer!!!

    Neben Pro NRW, die erst in Mönchengladbach sind und danach in Aachen, tourt jetzt am gleichen Tag auch noch die neue Partei „Die Rechte“ durch NRW. Diese sind erst in Aachen, dann in Mönchengladbach und danach noch in Düsseldorf.

    Wirkt fast wie abgesprochen, so in der Hoffnung, dass dann wenigstens eine Kundgebung der Rechten ohne Begleitende Gegenkundgebung stattfinden kann. Aber in Mönchengladbach wird das nicht funkionieren.

    Die Gegenkundgebung zu Pro NRW findet wie geplant von 10:30 bis 13:00 Uhr statt. Danach geht es dann mit hoffentlich vielen Menschen zum Europaplatz / HBF, wo ab 14:00 Uhr „Die Rechte“ erwartet wird.

    Die Partei „Die Rechte“ wurde im Mai 2012 vom altgedienten Neonazi-Kader Christian Worch gegründet. Nach den Verboten der Kameradschaften letztes Jahr, sind viele derer Mitglieder in die neue Partei eingetreten. Weiter gibt es einige Überläufer aus der NPD.

    Auch die Gegenkundgebung am Europaplatz findet in einem bunten, großen Bündnis statt.

  3. Werter @Torben Schulz,

    unsere lange Diskussion ist an sich die ganze Sache nicht wert. Ist einfach zu unbedeutend überhaupt und wie auch immer.

    Ausgerechnet ( Ihr Bsp, Quelle derwesten, auch anderes Onlinematerial ) zeigt aber auch das es geht.
    Gegen-Demo A: CDU/SPD/Grüne/FDP/Linke… Flaggen
    Eigentliche Demo A: Pro XY + Piraten

    Ausgerechnet die Piraten schaffen es sogar auf der Demo + der Gegendemo ihre Flagge zu zeigen. Unglaublich. Es geht. ( Die heftige Diskussion darüber welche bei den Piraten da läuft dürften Sie mitbekommen haben )

    Bei denen diskutiert man also zumindest diese Option statt in Politlitargie zu verharren.
    Da diskutiert man den kleinsten gemeinsamen Nenner – undenkbar sonst.

    Wie gesagt, mich juckt eh gar keine Partei. Jede Partei hat auch einzelne gute bis sehr gute Punkte ( das includiert auch ihre ). Bei manche eben auf dem Level “ auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn “ bis hin zu “ könnte sich mein Stimmlein auf dem Wahlzettel verdient haben „……keine Angst, fast immer wähle ich absichtlich ungültig.

    Gruss!

    • Na zu diesem Teil müssten eigentlich die Piraten selber was sagen:

      „[…]Ausgerechnet die Piraten schaffen es sogar auf der Demo + der Gegendemo ihre Flagge zu zeigen. Unglaublich. Es geht. […]
      Da diskutiert man den kleinsten gemeinsamen Nenner – undenkbar sonst.[…]“

      Trotzdem sage ich da mal in aller kürze was zu:
      Die Piraten haben sich klar von den Fahnen auf Pro NRW Seite distanziert und in Dortmund wurde sogar eine eine Abmahnung und eine Unterlassungserklärung durch den Leiter des Ordnungsamtes wegen des Missbrauch von Fahnen übergeben.
      Weiter sind gegen die Personen mit Doppelmitgliedschaft Piraten und Pro NRW Parteiausschlussverfahren aus der Piratenpartei eingeleitet worden. Und die Piraten NRW haben in einer Pressemitteilung klar gestellt, dass das Gedankengut von Pro NRW nicht mit dem der Piraten vereinbar ist.

      Ich muss die Piraten nicht verteiligen, dass können die selber wenn sie denn wollen. Aber es gehört schon klargestellt, dass die Piraten nicht über einen kleinsten gemeinsamen Nenner mit Pro NRW nachdenken.

  4. Werter @Torben Schulz,

    also, 99,9% der MGler hätten OHNE die Gegendemo eh nix mitbekommen – Dank Gegendemo fällt die Zahl auf grob geschätzt 95% die nix mitbekommen. Kontraproduktiv im gewissen Sinne, ist ja fast wie Werbung machen.

    “ Hüben wie Drüben “ überwiegend sogenannte “ Berufsdemonstranten bzw. Gegendemonstranten „. Die Hälfte kennt man unterdessen persönlich weil es immer die selben Gesichter sind.

    Alles zusammen, so meine Prognose, keine 100 Leute ( teils Auswertige ). Bedeutet: Juckt noch immer keinen in MG. 100 von grob 265.000 Einwohnern sind ein recht überschaubares Häuflein. Zeitgleich viel mehr Los bei der Messe….da wird es auch eher zu Verkehrsproblemen kommen.

    Ganz ohne riesiges Parteienspektrum juckte aber Eicken damalig ( da sprangen die Parteien ja nur später auf den fahrenden Zug ) hatten wir da aber eine viel grössere Bürgerbeteiligung aus MG.
    MGler erreicht man eben nicht mehr mit abgedroscher Politideologie, hätte man ne Lehre draus ziehen können. Haben alle versäumt “ Hüben wie Drüben “ und zusätzlich noch ne Partei erschaffen. Noch mehr lokale Zersplitterung.

    Daher bleibe ich durchaus bei meiner Sichtweise: Nur Einigkeit macht stark.

    Gruss

    • So umformuliert geht es also nicht um gemeinsam etwas machen, sondern gemeinsam etwas ignorieren!

      Wobei es richtig ist, bei jeder Aktion überlege ich, ob ich dadurch nicht erst der Gegenseite die Aufmerksamkeit zukommen lasse, die ohne eine Aktion nicht gegeben wäre.

      Aber es muss auch immer überlegt werden, wer die paar sind, die es trotzdem mitbekommen. Das sind in diesem Fall erstmal die Flüchtlinge im Luisental. Da müssen Menschen ihre Heimat verlassen, weil sie verfolgt werden und dann stehen sofort wieder Menschen vor ihrer Notunterkunft und rufen „Ausländer raus“.

      Egal ob da einer oder zwei oder hundert stehen … schon alleine um den Flüchtlingen im Luisental nicht das Gefühl zu geben, dass sie schon wieder fliehen müssen, son alleine deswegen sollten sich alle MönchengladbacherInnen am Samstag schützend vor das Heim stellen … auch wenn es nur um das Bild geht … erstmal!

      In Lichtenhaben waren es ja auch nur ein paar Nazis die Tagelang vorm Heim standen … bis es „plötzlich“ brannte und dann die Polizei und Feuerwehr nicht mal in der Lage war die Flüchtlinge schützend da raus zu holen. Was wäre in Lichtenhagen passiert, wenn sich gleich am Anfang Menschen hin gestellt hätten und klar gemacht hätten: So nicht! Nazis raus! Asyl ist Menschenrecht!

      Das alleine recht als Grund, um eben die Gefahr ein zu gehen, dass Pro NRW so unnötig aufmerksamkeit bekommt … aber das ist noch nicht mal der einzige Grund!

      Es geht auch um ein klares Zeichen an eine erstarkende Rechte Bewegung in MG, dass sie hier gar nicht erst Fuß fassen brauchen – hier ist für sie nichst zu holen. Und es ist übel wie vermehrt wieder NPD und Kammeratschaftsaufkleber an Laternenpfählen sind, die ersten Hausflure wurden mit Hakenkreuzen beschmiert, die Identitäre Bewegung konnte in ganz Mönchengladbach Plakatieren, Pro NRW hat wieder einen Vorstand und das ist die zweite Veranstaltung von denen binnen eines Monats, …

      Das soll ich ignorieren? Und dann am Ende sagen wieder alle wir ham es ja nicht gewusst?

      Doch neben dem Zeichen der Unterstützung an die Flüchtlinge und neben dem Zeichen an die Rechte als abschreckung gibt es noch einen dritten Adressaten solcher Aktion: Die Leute die kommen selber!

      Wir sind nicht alleine in unserem Kampf gegen den ganz alltäglichen Rassismus. Wir sind eine große Gruppe, wir werden mehr und wir lassen uns das bunte Zusammenleben nicht nehmen.
      Fehlt diese gemeinsamkeit zu lange, dann kommt das Gefühl alleine und Machtlos zu sein.

      Drei gute Gründe … da riskiere ich dann auch eben ein wenig mehr Aufmerksamkeit für die Gegenseite zu schaffen als nötig.

  5. Wie schön, es ist wieder soweit.

    Bürger der Stadt MG werden erneut gespalten statt Einigkeit ( in der berechtigten Sache ) herzustellen. Hier sei nur das Lokalthema Eicken/Salafisten exemplarisch genannt.

    Nun, lokal betrachtet konnte das Thema Eicken/Salafisten in MG doch noch gelöst werden. Zum Vorteil, das dürfte auch den “ Wendehälsen “ ( Sorry @ Torben Schultz, musste jetzt sein ) nicht entgangen sein.

    Als kleener Bürger – und darum geht es mir – frage ich mich einfach nur warum lösungsorientiert nicht einfach links/rechts/mitte/kunterbunt eine GEMEINSAME Demo auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner hinbekommen.
    Das geht in der Mathematik – das zeigt das Endergebnis Eicken/Salafisten – warum also nicht auch bei diesem Thema????

    Die Lokalität ist für eine gemeinsame Aktion durchaus als “ Leuchtturm “ geeignet, mit bundesweiter Ausstrahlung für eine Lösung á la MG. Selbst waschechte Flüchtling können mitmachen.
    Alle zusammen machen eine Demo die aktuell gültigen Gesetze zum Thema durchzusetzen und das Grundgesetz dahingehend zu achten. So einfach ist das. ( Ok, wäre das…..wenn nur “ alle “ wollten ).

    Einigkeit macht stark.

    Nur so am Rande, nebenbei

    • Was bitte soll „in der berechtigten Sache“ heißen?

      Pro NRW stand am 6.2. vorm Amtsgericht und hat da wieder verkündet, dass der Islam keine friedliche Relegion ist und deswegen kein Moslem nach Deutschland gehört. In ihren Papieren ließt sich das zwar anders und gerne beteuern sie ja auch im Gespräch, dass sie gar nichts gegen alle Moslems haben … aber dann sagen sie es auf Kundgebungen eben doch ganz ungefiltert wie es ist.

      Dies mal stellen sie sich vors Asylbewerberheim und auf dem Papier steht etwas von Scheinasylanten und vom dramatischen Anstieg. Im ganzen Bundesgebiet waren es 2012 keine 65.000. Viele von ihnen sind schon längst wieder ausgereist oder Opfer der Abschiebepolitik geworden. Noch vor wenigen Jahren waren die Zahlen viel höher (2001 zum Beispiel über 88.000). Also niX dramatischer Anstieg!

      Und es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen fliehen, weil sie in ihrer Heimat in bitterster Armut leben. Insbesondere Angehörige angefeindeter Bevölkerungsgruppen wie Roma und Sinti werden systematisch diskriminiert. Nach EU-Recht ist das eine Form politischer Verfolgung. Deswegen erhalten viele von ihnen ebenso wie Bürgerkriegsflüchtlinge eine Duldung. Das zeigt, dass sie eben keinen „Asylmissbrauch“ begehen, sondern ernst zu nehmende Fluchtgründe haben. Also auch niX Schein.

      Und da soll ich mit Pro NRW „in der berechtigten Sache“ etwas gemeinsam machen?
      Ganz sicher nicht!

  6. Für die hoffentlich vielen Leute die nächsten Samstag kommen und zeigen wie unerwünscht die rechtsextremistische Hetze von Pro NRW ist, ein kleiner Hinweis zur Anfahrt:

    “ Unsere Kundgebung findet direkt vor dem Heim auf dem Luisental statt, dafür haben wir die ganze Straße. ProNRW wird an der Ecke „Am Schomm“ in sichtweite stehen, dazwischen wird die Polizei den Weg absperren. Somit ist die Anreise zu unserer Kundgebung NUR über Gerberstraße möglich, also vom Norden!

    Da in der Wohngegend sehr wenig Parkraum da ist, am besten gleich mit Bus, Rad oder zu Fuß kommen … gehts nur mit Auto bitte etwas weiter weg parken. Noch ungesichert ist, ob der Parkplatz des Volksverein an dem Tag zur verfügung steht, das wäre nur wenige hundert Meter entfernt.“

    Und wer bei Facebook ist, ist auch herzlich Eingeladen seine Teilnahme hier zu bestätigen und Freunde dazu einzuladen:
    http://www.facebook.com/events/486627561384319/
    Dann sehen Eure Freunde gleich was los ist und schließen sich auch noch an ;-)

    Pro NRW tourt ja durch ganz NRW, und so war jetzt am Wochenende sowas wie der Auftakt in Essen, dazu gibt es hier einen Bericht:
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/klares-zeichen-gegen-rechts-id7705946.html

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