Bau-Dezernent Andreas Wurff erklärt: Neubau einer Bibliothek am Standort Alter Markt kostet ca. 24 Millionen Euro

Img 001Andreas Wurff erwartet, dass er und seine Baufachverwaltung als Dienstleister wahrgenommen wird.
Für Finanzierungsfragen fühlt er sich nicht zuständig.
Er sieht sich auch verwaltungsintern als Dienstleister, beim aktuellen Beispiel Bibliotheksneubau für die Kulturverwaltung.
Die stellt der Bauverwaltung die Aufgabe eine Bibliothek zur Verfügung zu stellen, die
a: funktionstüchtig ist und
b: den Anforderungen der Zukunft Genüge tun kann. 

 

124849P124854PEin Neubau am favorisierten Standort Alter Markt würde den Berechnungen sowohl der Verwaltung als auch eines unabhängigen Gutachters zufolge etwa 24 Millionen Euro kosten.
Darin sind sowohl alle Grundstückserwerbskosten als auch die Veräußerungserlöse des alten Standortes enthalten.

 

Eine Ertüchtigung (Sanierung) des alten Standortes Blücherstr. 6 bezifferte Wurff im Gespräch mit etwa 8,8 Millionen Euro.

Das gesamte Zahlenwerk dient als Grundlage aller weiteren Entscheidungen für oder gegen einen Neubau oder für eine Sanierung des aktuellen Standortes.
Für die Bürgerinitiative „Rettet die Stadtbibliothek“ sind die Zahlen Grundlage zur Durchführung eines geplanten Bürgerbegehrens.

Der Standort Blücherstr. 6 muß saniert werden, andernfalls muß er nach 2016 aus Gründen der Sicherheit geschlossen werden.
Vor allem der Brandschutz ist nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Die in jüngster Zeit aufgekommene Argumentation, der Neubau einer Bibliothek erfülle auch den Zweck dringend notwendiger Frequenzbringer für den Einzelhandel am Alten Markt, erscheint doch reichlich künstlich angelegt.
Seit Jahren kennt und kannte Verwaltung und Politik die Forderungen des Citymanagements nach Kompensation für den Bau der Mönchengladbach-Arcaden.
Der Einzelhandel befürchtet zu Recht einen Kaufkraftabzug in Richtung des „mfi-Großprojektes“.
Natürlich wurden vor der politischen Zustimmung zum Bau der Arcaden Kompensationen zugesagt.
Nicht zugesagt wurde, sie durch den Bau einer Bibliothek zu realisieren.
Ob deren „Kunden“ diesen Ausgleich herbeiführen können und wollen, darf bezweifelt werden.
Auch auf gezielte Nachfrage wollte Wurff seine persönliche Präferenz nicht kundtun.
Er gab ebenfalls keinen Hinweis, ob durch einen eventuellen Neubau der Bestand der Rheydter Bibliothek gewährleistet bleibt oder nicht, auch zu den Bibliotheken in den Außenbezirken sagte er nichts.
Damit bleibt das „Gesamtpaket Stadtbücherei“ weiter unklar und lädt zu Spekulationen ein.
Fazit: Die zu teuren Neubaupläne sollten in der Schublade verschwinden bis die Stadt wieder solventer dasteht.

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