Jlöcksellij Nööjoar
Plattdeutsch-Abend in Hehn

SAMSUNGImmer am ersten Montag im neuen Jahr beginnt in Hehn der Reigen der Plattdeutsch-Abende in der Stadt.
Der Verein TAU (www.mg-hehn.de) ist der Ausrichter und eingeladen sind die Jläbäcker Mundartautoren.

Bei freiem Eintritt konnten die fast 70 Gäste im Hehner Pfarrheim fast zweieinhalb Stunden „platt lustere von jeddem wat“. Klaus Cörstges von TAU begrüßte die Gäste und die Autoren zunächst auf Hochdeutsch, bevor er mit dem bekannten Spruch von „jlöcksellij Nööjoar“ an die Autoren weitergab.

Hier begrüßte Kurt Paul Gietzen die Gäste. Dann ging es direkt mit einem Liedvortrag weiter wo Thomas Werens aus Hamern sein Lied von den Engeln mit Gitarre begleitete. Gleich darauf folgte Helmut Lenzen aus Hehn (ebenfalls von TAU), der den „Stäerehemmel“ beschrieb.
Danach outete sich Manfred Dülpers als „Bahn-Fan“ und schilderte seine Erlebnisse, und erklärte später im Programm, was es „möt Haas on Ijel op sech hätt“.
Zum ersten Mal in Hehn dabei war Hotte Jungbluth, der ein Zwiegespräch zwischen einem Hehner und einem Holter vorstellte, die wohl beide auf der gleichen Schule gewesen waren. Im zweiten Teil schilderte er einen Gaststättenbesuch mit dem Versuch ein Baguette zu verspeisen.

Auch Käti Herbertz aus Wickrath war zum ersten Mal in Hehn und erklärte den Gästen des Hehner Wallfahrtsortes wie „der Engel Maria die Botschaft breiit“, und kam dann „vom Honk“ noch „op d’r Jötschklomp“ zu sprechen.
Johannes Ohlig wollte da nicht zurückstehen und erklärte einen „Freitag vor 50 Jahren“ und später den Unterschied zwischen einem „Franziskaner und einem Jesuiten“. Reiner Steppkes erklärte den überwiegend älteren Zuhörern „dat enne Rentner doch völl Tied hatt“ und erläuterte später den Begriff “Jäejerhoot“ .
Dieter Coenen aus Odenkirchen „hott völl Jlöck“ und das ging auch im zweiten Teil weiter, als „et öm dat Knien Hansi geng“. Kurt Paul Gietzen beendete sowohl den ersten Teil, der etwas ruhiger verlaufen sollte und auch den zweiten „heiteren“ Teil, zunächst mit dem „Lukasevangelium op Platt“ und später „geng et sech öm de Majister“.
Nach dem Schlusslied von Thomas Werens, frei nach Reinhard Mey mit „gute Nacht Freunde…“ bedankte sich Klaus Cörstges ganz herzlich bei den Mundartautoren und allen Gästen mit dem Hinweis, dass am 19. Oktober „im kleineren Kreis“ im Seniorenzentrum Hehn der nächste Plattdeutsch-Abend ansteht, wo die Gäste gerne auch eigene oder mitgebrachte Texte vortragen können. Ebenfalls um 19:00 Uhr bei freiem Eintritt.
Das Dankeschön an die Autoren fällt in Hehn immer gleich aus: Es gibt für jeden eine Flasche „Hehner Wein“ (Nahewein vom Weingut Hehner ).

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