„Fun and Friends“ –
Grandioser Abschluss der Sommermusik 2017
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Etwas blass war das Abschlussfeuerwerk, allerdings lag das nicht an schwächelnder Pyrotechnik, sondern an dem atemberaubenden Programm, mit dem die Künstler über drei Stunden die Bühne rockten. Mit Balladen, rockig, soulig, jazzig, zart. Kurz, die gesamte emotionale Klaviatur mit all‘ ihren Möglichkeiten und Nuancen.

Die Künstler, die die Besucher beglückten, bewegten, unterhielten, mitrissen:

Fun and Friends, Stimmlich, Jugendsinfonieorchester Mönchengladbach unter Leitung von Christian Paul Malescov.
Nadine Stapper überzeugte nicht nur als vielseitige Gesangsinterpretin, sondern moderierte mit Günter vom Dorp eine, vor Allem musikalische Reise, durch seine nunmehr 50 Jahre Bühnenleben mit und für Musik.

Wer sich immer schon gefragt hat, aus welcher Quelle vom Dorp eigentlich seine faszinierende Energie und schier unerschöpfliche körperliche wie kreative Kraft schöpft, hörte gestern die Antwort aus seinem Mund. „Das muss raus, was da drin ist.“ Und wo hat diese grosse Woche für Mönchengladbach ihre Wurzeln? “ Ich wollte sowas einfach machen.“ Und dass Musik und Rhythmus ihn wirklich zu sprengen scheinen, zeigte er dann auf eindrucksvolle Weise in dem Programm, das dann ablief.

Unerwähnt darf aber keiner der Künstler bleiben. Wer würde bei Nadine Stappens Darbietung von „A woman in love“, nicht tief berührt sein. Wer nicht Gänsehaut bekommen bei, von Sebastian Brüggemanns virtuosem Gitarrensolo: „Wonderful land“ ( Shadows)

Joe Cocker brachte: „With a little help“ anders als Rob Sure. Besser? Grossartige Perfomance.

„Moonlight shadow“? „Give me love“? „Penny Lane“? Und über, unter, hinter allem, immer die Jugendsinfonie und „Stimmlich“. Ein kleines Orchesterproblem wurde gemeinsam wegimprovisiert. Dieser winzige Moment zeigte mehr als deutlich, dass da eine grosse Musikfamilie auf der Bühne agierte, in der der Eine den Anderen auffangen kann. Ein inniges Miteinander.

Titel und Interpreten einfach aufzählen? Das würde keinem wirklich gerecht. Alles auflisten, sprengte hier den Rahmen. Wieder einmal ein unvergesslicher Abend, gegen dessen Ende Günter vom Dorp für ein klares Statement berechtigten Applaus bekam. Es gebe so einige Idioten auf dieser Welt, denen sicherlich eine Ecke für Musik im Herzen fehlt. Und keiner von uns möge sich auf den Weg begeben, auf den sie uns setzen wollen. Stehen wir zusammen.

Als Zugabe das von allen erwartet und erhoffte „Music was my first love“.

Möge allen, die in das Gelingen dieses Abends, dieser Woche, Kraft und Zeit eingesetzt haben, Gesundheit und Freude nicht verlorengehen. Sodass im nächsten Jahr wieder ein Günter vom Dorp, namens Quecksilber, mit allen anderen Akteuren soviele Menschen glücklich auf den Heimweg schickt. DANKE an alle Beteiligten.

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