Mahn- und Ehrenmal für die Opfer der NS-Justiz

Zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz überreichte die Stiftung Heinz Döhmen jetzt ein Mahn- und Ehrenmal an die Stadt Mönchengladbach.
Das Mahnmal wurde östlich der Totenhalle in der Nähe der Zwangsarbeitergräber errichtet.

„Die große inhaltliche Klammer zwischen beiden Gedenkstätten bildet die menschenverachtende Gesinnung von Nationalsozialisten. Sich dem damaligen Unrechtsregime wie auch heutigen rechten Tendenzen entgegenzustellen, dafür stehen wir hier alle und bilden eine breite politische, gesellschaftliche Union“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in einer festlichen Veranstaltung bei der Übergabe des Mahn- und Ehrenmals an die Öffentlichkeit.

„Die Schenkung ist den Opfern der NS-Militärjustiz gewidmet, vor allem den Soldaten, welche die Waffen niederlegten, weil sie diesen Krieg mit ihrem Gewissen nocht vereinbaren konnten und wollten, aber auch den zivilen Frauen und Männern, die damals ihr Leben riskierten, um so genannte ‚Wehrkraftzersetzer‘ und ‚Fahnenflüchtige‘ zu schützen“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners weiter, der Heinz Döhmen für die Schenkung dankte. „Ich kann mir vorstellen, dass auch Schulen diesen Ort aufsuchen und dass die jungen Menschen auf Spurensuche gehen, sich mit dieser Opfergruppe intensiver beschäftigen und der Frage nachgehen, was das für unsere Gegenwart und Zukunft bedeutet“, führte er weiter aus.

Die Skulptur, die Professor Heinz Döhmen aus Viersen der Stadt Mönchengladbach übergab, ist nach einem Entwurf des Künstlers Georg Ettl angefertigt worden und zeigt in luftiger Höhe ein Stahlpferd und am Boden einen Steinhaufen sowie eine Platte mit einem Zitat von Bertolt Brecht aus der „Deutschen Kriegsfibel“. Georg Ettl, geboren 1940 in einem kleinen bayerischen Dorf namens Nittenau, mit 19 Jahren ausgewandert nach Amerika, kam 1973 zurück nach Deutschland. Mit Frau und Tochter zog er nach Viersen, wo er am 3. November 2014 verstarb.

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