Pseudo-Diskussion im Arbeitslosenzentrum –
Grünen-Politiker als Moderator

Angekündigt war eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Arbeitslosigkeit und die Folgen für die Betroffenen“ im Mönchengladbacher Arbeitslosenzentrum an der Lüpertzender Str. .
Teilnehmer sollten sein: die Bundestagskandidaten aus Mönchengladbach.

Auf dem Podium nahmen Platz:
Gülistan Yüksel, MdB (SPD, MG) ,
Sebastian Merkens (Die Linke, MG)
Stephan Dahlmanns (FDP,MG)
Bernhard Stein (CDU „integrationspolitischer Sprecher“ der CDU-Stadtratsfraktion), in Vertretung des Dr. Krings, MdB
sowie Markus Kurth, MdB (Bündnis-Grüne, Dortmund)

Moderator: Karl Sasserath, (Bündnis-Grüne, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Leiter des Arbeitslosenzentrums)
Die Dauer der Veranstaltung hatte Sasserath auf 120 Minuten limitiert.

Schon diese Konstellation läßt ein Ungleichgewicht erahnen. Genau so kam es während dieser Veranstaltung.
Moderator Sasserath stimmte als Sozial-Fachmann dieses Podium mittels Grün-Färbung in das Thema ein, die Diskutanten konnten daraufhin ein Politstatement abgeben. Schon hier wurde deutlich, die Redezeit der einzelnen würde wesentlich verkürzt werden durch die langen Redezeiten der beiden Grünen-Politiker Markus Kurth aus Dortmund und eben Moderator Sasserath.
Der Mönchengladbach Bundestagskandidat der Grünen, Peter Walter, saß derweil unter den Zuschauern, beteiligte sich nicht einmal aktiv am Geschehen.
Erst wenige Tage vor der Veranstaltung wurde entschieden, an seiner Stelle die gebündelte Grünen-Kompetenz aus Dortmund auf seinen Platz zu setzen.

Zu den eigentlichen Themen:
Natürlich waren Linke, SPD und Grüne gegen befristete Arbeitsverträge, CDU und FDP sahen die Vorteile für die Wirtschaft in flexiblen Verträgen.
Auch beim Thema gleicher Lohn für gleiche Arbeit plädierte lediglich der CDU-Vertreter für unterschiedliche Entlohnung.
Nicht nur einige brüskierte Teilnehmer auf dem Podium äußerten sich unzufrieden mit den nicht abgesprochenen Änderungen der Organisation des Abends.
Die wenigen (ca.10 nicht zum Hause gehörend) Zuhörer waren beim Verlassen des ALZ nicht informierter als beim Betreten.
Die berechtigte Frage einer Besucherin: “ Wie finde ich als hochqualifizierte Fachkraft, flexibel, 46 Jahre alt, alleinerziehende Mutter zweier erwachsenen Kinder ein Festanstellung?“ Sie erhielt an diesem Abend keine wirkliche Antwort auf ihre Frage, niemand in der Runde konnte weiterhelfen.

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6 Kommentare zu "Pseudo-Diskussion im Arbeitslosenzentrum –
Grünen-Politiker als Moderator"

  1. Das hätten auch Sie, lieber Herr Diehl einfacher haben können.
    Ich habe einfach mal telefoniert und das klargestellt. Schon hat mg.heute die Angaben korrigiert. 🙂
    P.S. Wer kann schon auseinanderhalten wer gerade in einer Person steckt in dem Moment, in dem er eine Aussage macht. ALZ oder Grüne, alles in einer Führungspersönlichkeit, da kann man schon ins Schleudern kommen.
    Befangenheit ist ja offensichtlich ein Unwort.

  2. Herr Caspers, Peter Walter war nie als Podiumsgast geplant. Das kann ich recht sicher sagen, weil wir als Partei das Arbeitslosenzentrum bereits vor einiger Zeit angefragt haben, um dort eine Veranstaltung mit Britta Hasselmann zu machen.
    Dies lehnte das ALZ mit Verweis auf die von diesem geplante Veranstaltung mit Markus Kurth ab, von der wir erst zu diesem Zeitpunkt erfuhren. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde kein anderer Name genannt. Das war mindestens einen Monat vorher. Sollte die Veranstaltung jemals zuvor mit Peter Walter geplant gewesen sein, sind wir als Partei jedenfalls nie darauf angesprochen worden. Das wäre mir als Vorstandssprecher sonst bekannt.
    Nochmal: Das war keine Veranstaltung der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Es war eine Veranstaltung des ALZ, mit der wir als Partei nichts zu tun hatten. Entsprechend hatten wir auch keinen Einfluss darauf, wer für Die Grünen auf dem Podium saß. Dass unser Fraktionsvorsitzender ausserhalb seiner Gremienarbeit auch seiner Arbeit als Arbeitnehmer nachkommt, ist ebenfalls nicht verwerflich. Man hätte sicherlich eine politisch neutralere Person nehmen können, aber auch hier gilt: Das ist alleine Sache des ALZ und wir haben darauf keinerlei Einfluss.
    Nach meinen Informationen war die Veranstaltung ursprünglich so geplant, dass das Podium vollständig mit MdB besetzt war. So es eine Änderung gab, war es die, dass die MdB von CDU und Linker abgesagt haben.

    • Herr Diehl,
      Ihre Naivität in Ehren, Sie wollen von all dem nichts wissen. Das mag sogar richtig sein, Sie werden nicht über Dinge informiert, die Sie nicht betreffen, also über die Dinge, die das ALZ betreffen.
      Niemand behauptet, es sei eine Veranstaltung von Bündnis/ Grünen gewesen.
      Wo lesen Sie so etwas?
      Das ALZ ist mit seinen Mitgliedern kompetent genug besetzt, Kommentare abzugeben oder falsche richtig zu stellen. Ihnen als Vorstandssprecher sollte klar sein, auch Sie erfahren nur das, was Sie erfahren sollen.

      • Ich zitiere: „Erst wenige Tage vor der Veranstaltung hatte die Partei entschieden, an seiner Stelle die gebündelte Grünen-Kompetenz aus Dortmund auf seinen Platz zu setzen.“
        Das ist es, woran ich mich stoße. Die Partei hat das mit Sicherheit nicht entschieden. Das ALZ entscheidet eigenständig und natürlich werden die Grünen nicht automatisch über Entscheidungen des ALZ in Kenntnis gesetzt, das ist ja keine Parteieinrichtung.
        Aber mein Kenntnisstand widerspricht schlichtweg völlig der Darstellung der MG Heute und es ist mir schleierhaft, wo diese Behauptung überhaupt herkommt.
        Hätte das ALZ eine derartige Entscheidung nach einer bereits erfolgten Einladung Peter Walters getroffen, wäre dies nicht möglich gewesen, ohne uns als betroffene Partei zu informieren. Es gab aber nie eine Absage, weil es nie eine Einladung gegeben hat. Hätte wie oben behauptet die Partei eine solche Entscheidung getroffen, wäre dies nicht ohne Kenntnis des Vorstandes möglich gewesen.

  3. Herr Diehl, bei dieser Veranstaltung waren Sie selber ebensowenig anwesend wie ich, aber im Unterschied zu Ihnen, weiß auch ich aus zuverlässigster Quelle, daß Herr Walter auf jeden Fall für einen Platz auf dem Podium geplant war. Also reden Sie nicht rum. Richtig clever, nicht den Lokalkandidaten zu präsentieren. Wer sollte warum sein Kreuzchen bei ihm machen?

  4. „Erst wenige Tage vor der Veranstaltung hatte die Partei entschieden, an seiner Stelle die gebündelte Grünen-Kompetenz aus Dortmund auf seinen Platz zu setzen.“
    Keine Ahnung, worauf diese Behauptung basiert. An der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung war die Partei Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach nicht beteiligt, das ist ein alleiniges Kind des Arbeitslosenzentrums. Weiter hatten wir als Vorstand des Kreisverbands früh Kenntnis von der Veranstaltung, aber immer klar mit Markus Kurth als Vertreter der Grünen. Peter Walter war meines Wissens nie als Vertreter auf dem Podium geplant.

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