Verwaltungsrat der mags empfiehlt Einführung der Rolltonne
Alternativen sollen z.T. untauglich sein

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Dem Verwaltungsrat der mags gehören an:

Vorsitzender des Verwaltungsrates: Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners
Stellvertretender Vorsitzender: Markus Heynckes

Weitere Mitglieder:
Martin Heinen, Felix Heinrichs, Joachim Roeske, Ralf Horst, Andrea Koczelnik, Frank Eibenberger, Andreas Wurff, Rohat Yildirim, Fred Hendricks, Dr. Gerd Brenner, Burkhard Küpper, Christoph Nießen, Erika Gils, Horst-Peter Vennen, Dr. Gregor Bonin, Eugen Viehof, Petra-Ingeborg Heinen-Dauber, Annette Bonin

Es handelt sich also um Politiker, sie sind wie wir Bürger keine Müllfachleute, fast alle gehören der aktuellen GroKo an. Sie entscheiden im Sinne des Unternehmens mags. Das ist ihre Aufgabe. Für die Bürger hat der Rat zu entscheiden, diesem gehören die Verwaltungsratsmitglieder jedoch ebenfalls an. Ob sie sich im Rat als „befangen“ erklären und deshalb nicht an der Abstimmung im Rat teilnehmen, muß sich erst zeigen.
Bleibt die Hoffnung auf geheime Abstimmung der Politiker in der Ratssitzung.

Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 20. Dezember, ob die Mönchengladbacher neue Mülltonnen bekommen. Ab dem 1.1.2019 soll es in der Stadt Rolltonnen in den Größen 60, 120 und 240 Liter sowie Großcontainer geben. Das empfiehlt der Verwaltungsrat der mags dem Rat nach ausgiebiger Diskussion.
Die Tonnen sollen alle zwei Wochen geleert werden. Es soll zusätzlich die Optionen geben, die Tonnen gegen einen Aufpreis wöchentlich und für eine Liegenschaft mit einer Person alle vier Wochen leeren zu lassen.
Das vorgeschlagene Abfallkonzept würde für geringere Müllgebühren sorgen. Die genaue Höhe wird mit der Gebührensatzung Ende 2018 festgelegt. Nach jetziger Prognose wird für Liegenschaften mit einer Person ab 2019 nur noch eine Gebühr von ca. 76 Euro pro Jahr – bei monatlicher Abfuhr- fällig, dass ist weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2017.
Liegenschaften mit zwei Personen sparen jährlich etwa 84 Euro (minus 40 Prozent), mit vier Personen ca. 47 Euro (minus 16 Prozent). In einem Mehr-Familienhaus mit 9 Parteien und 18 Bewohnern könnte die Gebühr um ca. 788 Euro (minus 40 Prozent) sinken.

Gutachter Dr. Heinz-Josef Dornbusch stellte u.a. dem Umweltausschuss alternative Abfallkonzepte vor und erläuterte deren mögliche Auswirkungen für Mönchengladbach.
Manche davon, wie etwa der Seitenlader, haben sich nur in ländlichen Gebieten bewährt und sind nicht für Mönchengladbach geeignet.
Fred Hendricks, Vorsitzender des Aufsichtsrats der GEM, erklärt: „Durch das neue Modell sinken die Gebühren. Die Mitarbeiter der GEM werden entlastet. Die Stadt wird sauberer.
Und die Bürger haben individuellere Wahlmöglichkeiten als bisher. Darum entscheiden wir uns für dieses Modell.“
Viele Mönchengladbacher hätten nun ganz konkrete Fragen, zum Beispiel, wo sie die Mülltonnen unterstellen können und wie eine Müllehe funktioniert, so Hendricks. GEM und mags werden nach der Entscheidung des Rates informieren und die Bürger in diesen Fragen beraten.
Für Gabriele Teufel, Geschäftsführerin der für die Entsorgung zuständigen mags-Tochter GEM, ist elementar, dass das Unternehmen den Anforderungen des Arbeitsschutzes genügt.
„Da haben wir die Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitarbeitern. Darum ist es uns wichtig, schnell zu einer guten Entscheidung zu kommen.“ Schließlich dauere es nach der Ratsentscheidung noch ein Jahr, um die Umstellung logistisch vorzubereiten. „Bis Ende 2018 wird es daher noch die alten Ringtonnen in Mönchengladbach geben. Sie müssen allerdings im Jahr 2018 von wesentlich mehr Müllwerkern als bisher geleert werden, um die Belastung für die einzelnen Mitarbeiter zu verringern!“
Das dargestellte Konzept mit Berechnungsbeispielen findet man unter www.mags.de.

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