Leckere Jecken Show 2017

Text: Marlene Katz

Wenn andere sich auf die besinnliche Adventszeit vorbereiten, geht bei den Leckeren Jecken in der Krahnendonkhalle die Post ab. Seit etlichen Jahren findet diese Veranstaltung am Abend vor dem ersten Advent statt und zieht immer mehr Besucher an.

Es ist keine Sitzung im herkömmlichen Sinn, sondern eine die schriller, bunter, eben anders ist. Nachdem Rüdiger Cremers über einen Lautsprecher die Gäste begrüßte, zog Paul Breuer (Vorsitzender und Präsident der Gesellschaft) mit seinen Vorstandskollegen auf die Bühne.

Was sich im letzten Jahr bewährt hatte, sollte auch in diesem Jahr so sein. So hatte man Julie Voyage, die in einem roten Phantasiekleid die Bühne betrat, als Moderatorin des Abends verpflichten können.

Zusammen mit dem Vorstand entdeckte sie auf der Bühne einen Sack, der sich bewegte. Erst meinte sie, dass dies evtl. ein Happy meal sei, stellte dann aber fest, dass sich in dem Sack ein Mensch befand. Auf die Fragen, wo kommst du her und wer hat dich gebracht, antwortete der „Sack“: „Ich komme aus Tuntenhausen und ein Vogel hat mich gebracht“.

Darauf Julie, dass kann aber kein Storch gewesen sein, denn der hätte es jetzt am Rücken. Nein es war ein Flamingo, der ihn gebracht hatte. Es war dann der „Schwuppediz“ Patrick Hammann, der dem Sack entstieg. Da es bisher einen solchen nicht gab, war das eine Weltpremiere.

Julie Voyage stellte sich den Gästen, die sie bisher noch nicht kannten, mit dem Lied von Bill Ramsey „Ohne Krimi geht die Mimmi nie ins Bett“, vor.

Auch bei dieser Show durfte natürlich das Prinzenpaar Guido und Niersia Verena nicht fehlen, das in Begleitung der beiden Garden und dem Hofstaat war. Auch sie hatten sich entsprechend der Gesellschaft Hüte in Regenbogen Farben aufgesetzt, anstelle der sonst üblichen Prinzenmützen.

Da es in dieser Show immer anders zugeht als in anderen Sitzungen, erhielt der Prinz die Blumen und die Prinzessin eine Flasche Wein. Natürlich sang das Prinzenpaar auch ihr Lied, was bei den Gästen sehr gut ankam.

Dann stellte Paul Breuer fest, dass noch jemand auf der Bühne fehle und zwar das Rüsseltier. Hiermit war der MKV-Boss Bernd Gothe gemeint. Dieser rollte dann zusammen mit seiner Gabi in Motorradkluft in die Halle ein. Gothe wollte die Welt einmal anders erleben, denn sonst sitzt er immer im Büro, aber jetzt darf er einmal Roller fahren.

Er sprach den Leckere Jecken seinen Dank aus, die immer dann da sind, wenn sie gebraucht werden. Auch stellte er mit Bedauern, dass die Lecker`Lalaboys nicht mehr im WDR auftreten dürfen, sondern nur noch Profis.

In Bezug auf die Gesellschaft führe er an, dass es dort anders zugeht, bunter und schriller, aber das Brauchtum wird hierbei nicht vergessen. Er hob auch die Vielfalt der Orden der Gesellschaft hervor, die man aber verstehen muss.

Ole Lehmann ist der Meister der Gelassenheit unter den Comedians. Er reizte die Lachmuskeln der Gäste in seiner 20-minütigen Darbietung über sein schwules Leben. Als besondere Anekdote führte er an, dass er den Christopher-Street-Day in Berlin moderiert habe. Im dritten Jahr war auch der amtierende Oberbürgermeister Wowereit auf der Bühne.

Als dieser gehen wollte, stellte Lehmann fest, dass er eine Lederhose trage, was Wowereit wohl gehört hatte. Er kam zurück auf die Bühne und Lehmann dachte, jetzt scheuert er mir eine, aber Wowereit ging ans Mikrofon und erklärte, dass dies gebürstete Baumwolle sei und kein Leder.

 

 

 

 

 

 

Auch die Lecker`Schnittchen, die Männertanzgruppe der KG, durften an diesem Abend natürlich nicht fehlen. Mit ihren unterschiedlichsten Outfits und grazilen Tänzen, begeisterten die Zuschauer. Zum Schluss wurde jeder mit seinem „Künstlernamen“ vorgestellt.

 

Charlie Martin, ein Zauberer aus Düsseldorf, beherrschte die junge Art der Magie direkt vor den Augen der Zuschauer. Jeder Handgriff, jeder Zug lag offen, von allen Seiten sichtbar. So zeigte er den Trick mit den drei unterschiedlich langen Seilchen. Alle haben‘s gesehen, daß die plötzlich gleichlang waren, keiner hat’s begriffen. Weiter machte er Zaubertricks mit Luftballons, in die er auch Zuschauer einbezog, so z.B. Felix Heinrichs.

 

Das wohl bekannteste Eigengewächs der Gesellschaft, die „Lecker`LaLaBoys“, bestehend aus Paul Breuer, Peter Breuer-Tervooren und Rüdiger Cremers, brachten ihre bekannten aber auch neue Lieder dem Publikum dar.

Bereits zwei Mal hatten sie an der Närrischen Hitparade des WDR teilgenommen und dabei den 3. bzw. 2. Platz belegt. Auch haben sie zwei Mal das Mottolied des Mönchengladbacher Karnevals gesungen.

Besonders zu Herzen ging das von Peter getextete Lied, in dem sich ein Junge gegenüber seinen Eltern outet. Tosender Applaus war der Dank des Publikums.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Gesellschaft war die Ernennung verdienter Personen zu „Lecker Senatoren“. Dies waren Barbara Dietrich, Annette Böhm, Felix Heinrichs und Peter Homann. Sie erhielten aus der Hand von Peter Breuer ihre Mützen, Urkunden, Nadeln und Orden.

Ebenso wurde Markus Schnorrenberg und Marcel Cornelißen für ihre Unterstützung und Sponsoring gedankt.

Auch hatte das Prinzenpaar aus Boisheim, Marco und Birgitt den Weg zu den Leckere Jecken gefunden. Sie genossen diesen Abend in vollen Zügen.

Julie Voyage ist nicht nur als Moderatorin die Nummer 1, sondern auch als Sängerin. Sie sang ein Medley bekannter Lieder aus ihrem reichhaltigen Repertoire.

Travestie vom Feinsten durfte natürlich an diesem Abend auch nicht fehlen. Mitglieder der Gesellschaft traten in den verschiedensten Rollen und Verkleidungen auf und immer dazu das passende Lied. Zum Ende dieses Programmpunktes trafen sich alle Mitwirkenden zum großen Finale.

 

Den Abschluss dieser hervorragenden Show bildeten die „Boore“, eine Musikband aus Köln. Sie mischten den Saal zu später Stunde noch einmal so richtig mit ihren Liedern auf.

Dann war leider die so andere Sitzung zu Ende, aber die Gäste waren mehr als zufrieden und wollen alle im nächsten Jahr wieder kommen.

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