Verleihung des Ordens PRO MERITIS IN CARNEVALIS DIEBUS der GGK

Die Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft (GGK) hatte zur Verleihung dieses Titels in die Kaiser-Friedrich-Halle eingeladen.

Zur Einstimmung wurde das Bernie-Lied gespielt, zu dem Bernie und Heiko Gauls den entsprechenden Tanz aufführten.

Die Präsidentin Manuela Luhnen begrüßte die geladenen Gäste, das Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach Guido und Verena nebst Hofstaat sowie die bisherigen Ordensträger. Diese Begrüßung war in Reimform verfasst. Weiter führte sie aus, dass dieser Orden 1964 ins Leben gerufen wurde. Der damalige Großmeister Peter Ullrich machte sich bei den Mönchen schlau und es wurde überlegt, wie man den höchste Auszeichnung im Mönchengladbach Karneval vornehmen bzw. wie man sie benennen soll. Der Zirkel der Mönchengladbacher Karnevalisten wurde fündig und wo wurde Pro MERITIS IN CARNEVALIS DIEBUS am Halsband zum Schulterband aus der Taufe gehoben. Mit Helmut Balve wurde der erste Ordensträger ernannt und bis Jost Fünfstück 2017 wurde der 54. Ordensträger benannt.

Anschließend erhielt das Prinzenpaar aus den Händen der Präsidenten ihre Geschenke: die Prinzessin ein Seidentuch und der Prinz eine Krawatte.

 

Dann wurden alle bisherigen Pro Meritis-Preisträger namentlich nach vorne gebeten und erhielten den Jahresorden der Gesellschaft.

Als Geschenk an die GGK hatte der neue Ordensträger, Hermann Schnitzler, die Geschwister Schmitz mitgebracht. Diese zeigten ihre neueste Play-Back-Comedy-Show unter dem Titel „Musik ist grenzenlos“. Hier wurden Heino, Andrea Berg, Cindy aus Malzahn, Didi Hallervorden und Helga Feddersen sowie weitere Künstler in den jeweiligen Outfits imitiert.

Dann wurde Hermann Schnitzler auf die Bühne gebeten. Er erhielt den Orden Pro Meritis am Halsband zum Schulterband sowie die dazu gehörige Urkunde aus den Händen von Präsidentin Manuela Luhnen, Heiko Gauls (2. Vorsitzender) und Michael Gruyters (Ordensmeister).

Die Laudatio wurde von Jost Fünfstück, dem Vorjahres-Preisträger, vorgetragen. Er schilderte das Leben von Hermann Schnitzler ab seiner Geburt am 25. Januar 1960 und es war gleichzeitig der 17. Geburtstag von Roy Black. Hermann erblickte als 10. Kind der Eheleute Peter und Margarete Schnitzler im Giesenkirchener Feuerwehrhaus das Licht der Welt. Mit nun 5 Jungen und 5 Mädchen hatte die Familie Schnitzler eine Gleichheit der Geschlechter geschaffen und danach wurde dann laut Vater Schnitzler ein Fernsehgerät angeschafft.

Als Hermann vier Jahre alt war, zog die Familie ins neue Eigenheim nach Pongs. Als seine zweite Heimat entwickelte sich die Herz Jesu Kirche in Morr. Dort war er u.a. als Messdiener, Pfadfinder, Lektor und in der katholischen Jugend tätig.

Nach Grundschule, Realschule und höhere Handelsschule folgte die Ausbildung zum Industriekaufmann. Seinen Beruf übte er bei verschiedenen Firmen aus, bis er 2005 zur Firma Pelikan wechselte und dort seit 2011 für das Unternehmen an den Standorten Hannover und Berlin als Verkaufsdirektor tätig ist.

Privat lernte er in der Tanzschule Brinkmann nicht nur das Tanzen, sondern wurde auch hier gleich aktiv. Zusammen mit dem heutigen WDR-Moderator Günter vom Dorp moderierte er über 400 Bälle und zahlreiche Veranstaltungen. Sein Leitspruch war, ich heirate nie vor 30. Diesem blieb er immer treu, wenn ihm eine Partnerschaft zu innig wurde.

1991 wollte Hermann mit seinem besten Freund nach Jahren wieder einmal in der Tanzschule Brinkmann auf ewiges Junggesellendasein anstoßen, als er dort auf Alexandra trag. Sie wollte dort Anzeigen für das Halt Pohl-Journal besprechen. Mutig forderte er sie zum Tanz auf und als Alexandra dann noch erfuhr, dass Hermann am gleichen Tag wie Roy Black Geburtstag hatte, ging alles rasend schnell. Treffen gleich am nächsten Tag, Treffen der zukünftigen Schwiegereltern und einige Wochen später wurde der Heiratsantrag gestellt. Zwei Monate später hatte man bereits die Gewissheit, dass der Hochzeitstermin vorgezogen werden musste, da sich Jana, die große Tochter der beiden, angekündigt hatte.

An das große Hobby von Alexandra wurde er langsam herangeführt. Sonst fuhr Hermann über Karneval immer zum Wintersport, aber damit war jetzt Schluss. Er trat in die Große Rheydter Prinzengarde ein. Das erste Jahr auf Probe im kurzen Rock und dann als aktiver Gardist im langen Rock.

1997 kam dann seine zweite Tochter Laura zur Welt. Bereits nach deren Geburt trat er in den Verein Zwergnase ein. Dieser Verein stand kurz vor dem Aus und mit seiner Hilfe und durch zahlreiche Veranstaltungen und einer riesigen Öffentlichkeitsarbeit gelang es, den Verein wieder auf die Beine zu stellen. Seit dem gibt es auch einen Baby-Notarzt-Wagen für die Stadt Mönchengladbach.

Im Jahre 2000 wurde bei der Großen Rheydter Prinzengar das 6 x 11 jährige Jubiläum vorbereitet. Dieter Beines meinte damals, das wäre es doch, wenn ein Prinzenpaar aus der Garde käme. Nach gründlicher Überlegung haben sie sich dann hierzu entschlossen und Bernd Gothe ihr Ja-Wort zum Prinzenpaar gegeben. Leider verlief ihr Prinzenjahr nicht so, wie es sein sollte. Hermann erkrankte und Alexandra musste alleine das Lied auf den Bühnen der Stadt singen.

Danach ging es für Hermann karnevalistisch weiter als Beisitzer des Vorstandes in der GRPG und er war als Präsident für die Seniorensitzungen in Rheydt und Mönchengladbach zuständig. Auch die Tradition in der Familie Schnitzler setzte sich fort, denn die Töchter Jana und Laura waren Kinderprinzessinnen der Stadt in den Jahren 2006 und 2009.

Hermann moderierte mit Frank Nießen für 90,1 den Veilchendienstagszug und wechselte dann zu City Vision, wo er zusammen mit Willi Kleuser seit 10 Jahren den VDZ moderiert.

Als Borussia Mönchengladbach 2004 einen Sicherheitssprecher benötigte, fiel die Wahl auf Hermann. Er ist dort für Pyrotechnik, Busse, Bahn, Trauerminuten und verloren gegangene Kinder zuständig.

In dieser Zeit hat er viele Ehrungen erhalten, aber die der GGK fehlte ihm noch und das wurde ihm zuteil.

Hermann Schnitzler bedankte sich bei Jost Fünfstück für die wunderbare Laudatio und bedankte sich bei der Gesellschaft für die hohe Auszeichnung. In seiner Rede wandte er sich auch an seine Frau Alexandra, denn ohne deren Rückhalt wäre es nicht möglich gewesen, alle diese Ehrenämter ausüben zu können.

Auch der Boss des MKV, Bernd Gothe, gratulierte Hermann Schnitzler zu dieser hohen Auszeichnung. Gothe wies darauf hin, dass Schnitzler eine sehr angenehme Stimme habe und alles was er macht ist angenehm. Schnitzler setzt sich für Menschen ein und diese Arbeit ist mit keinem Orden gut zu machen. Auch führte er auf, dass die Menschen in dieser Stadt vom Brauchtum leben und zwar Borussia für das Jahresbrauchtum, die Schützen für das Sommerbrauchtum und der Karneval für das Winterbrauchtum.

Anschließend erfolgte die Gratulationskur der bisherigen Preisträger, wobei diese der Gattin Alexandra jeweils eine rote Rose überreichten.

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1 Kommentar zu "Verleihung des Ordens PRO MERITIS IN CARNEVALIS DIEBUS der GGK"

  1. Peter Josef Dickers | 12. Januar 2018 um 13:48 | Antworten

    Die Brauchtumspflege ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Stadt-Geschichte. Ein Dank dem Ehepaar Katz, das sich dieser Thematik positiv und souverän widmet.

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