Pressekonferenz zum Veilchendienstagszug (VDZ)

Im Haus Erholung fand die jährliche Pressekonferenz zum VDZ von MGMG und dem MKV statt. Peter Schlipköter und Elmar Esser vertraten MGMG, Bernd Gothe, Bruno Wiesner, Carsten Wiesner und Bella Peltzer den MKV.

Schlipköter zeigte in seinem Bericht auf, für welche Dinge MGMG zuständig ist. MGMG ist das Bindeglied zwischen MKV und Stadt. Weiter sorgen sie für Marketing, Plakate und sind für die Medien Ansprechpartner. Sie organisieren den Veilchendienstagszug, unterstützen das Sicherheitskonzept, führen Verhandlungen mit den Ämtern und Behörden. Weiter sorgen sie für die Aufstellung der Gesellschaften im VDZ und sind am Rosenmontag in Rheydt im Auftrage des Oberbürgermeisters für die Rathauserstürmung zuständig.

Gothe lobte die gute Zusammenarbeit mit MGMG und dass von ihnen immer Hilfe zu bekommen ist. Um das Sicherheitskonzept durchzusprechen, hatte man sich mit 5 Sponsoren getroffen, die ihre beladenen LKWs und Container zur Verfügung stellen, damit der Zugweg gesichert ist. Diese Unternehmen stellen ihre Fahrzeuge kostenfrei dem MKV zur Verfügung, was in anderen Städten nicht der Fall ist. Dort müssen die Gesellschaften zum Teil 30.000 bis 50.000 Euro bezahlen.

Weiter führte Gothe aus, dass die Karnevalsgesellschaften mündlich und auch schriftlich aufgefordert wurden, sich an das Glasverbot zu halten und auch die anderen Auflagen zu erfüllen. Das ist unbedingt einzuhalten, um die Sicherheit des Zuges zu gewährleisten.

Um die erhöhten Kosten zu decken, wird vor dem eigentlichen VDZ ein sogenannter Werbezug, bestehend aus 10 Wagen einzelner Firmen, herziehen. Dadurch hat man Mittel hinzu gewonnen, die man unbedingt braucht, um so einen VDZ durchführen zu können.

Um auch von den Besuchern einen kleinen Zuschuss zu bekommen, hatte man versucht über einen Wagen, auf dem die Clowns saßen, Geld am Straßenrand zu sammeln. Das war leider nicht geglückt. Dann wurde versucht, die Clowns am Straßenrand mitlaufen zu lassen und dort bei den Besuchern zu sammeln. Das war dann das schlechteste Ergebnis.

 

Jetzt hat es Elke Fünfstück mit weiteren Helfern übernommen, weiter für den VDZ zu sammeln. Hierfür wurden 10 Litfasssäulen angeschafft, die an 10 Standorten entlang des Zugweges stehen. Gegen einen Obolus von einem Euro (oder mehr) erhalten sie ein Festabzeichen. Diese Festabzeichen können mit einer kleinen Sicherheitsnadel an die Kleidung angebracht werden und zeigen gut sichtbar, dass man dabei war und mit einer kleinen Spende das Winterbrauchtum fördert.

 

 

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Tribünen am Geroweiher. Die überdachten Tribünen haben für 122 Personen Platz und die nicht überdachten für 488. Die Moderation vor und während des Zuges wird von Frank Nießen (Radio 90,1) durchgeführt. Für Rollstuhlfahrer wurde ein erhöhtes Podest angebracht, damit sie den Zug besser sehen können.

Auch an Blinde und Sehbehindert wurde gedacht. Sie erhalten an der Tribüne ein kleiner Hörgerät, über das die Aktiven und die Wagen durch die Moderatorin Sarah Lierz erklärt werden. Dieser Service wird deutschlandweit zum ersten Mal bei einem Karnevalszug angeboten und der MKV arbeitet bei dieser besonderen Aktion mit dem Landschaftsverband Rheinland eng zusammen. Nach dem Zug findet im Zelt eine AfterZochParty statt.

Um die jungen Leute mehr in den Karneval einzubinden, hat sich Jugendausschuss des MKV Gedanken gemacht und darum findet am Mittwoch vor Altweiber im Zelt auf dem Rheydter Markt ein Party für Kids zwischen 12 und 17 Jahren statt. Dort können ausgelassen feiern, ohne Eltern aber auch ohne Alkohol. Der Stargast des Abends ist Noah Levi, dem Sieger der The Voice Kids – Staffel von 2015. Daneben sorgen unter anderem die Band Dröpkes und die Showtanzgruppe Revolution für Stimmung. Zwischen den Bühnen- Acts wird ein DJ das Zelt rocken. Leider haben viele Jugendlichen von diesem Angebot noch keinen Gebrauch gemacht, denn trotz der 700 Kinder, die in den einzelnen Gesellschaften tanzen, fehlen dem Karnevals Mitglieder zwischen 20 und 40 Jahren.

An Altweiber wird es in Mönchengladbach zwei Veranstaltungen des MKV geben. Zum einen im Zelt in Rheydt und zum anderen das erste Mal im Zelt am Geroweiher. Nach dem Programm ist Budenzauber angesagt.

Elmar Esser erläuterte den VDZ, der pünktlich am 13. Februar 2018 um 13.11 Uhr los ziehen sollte, wenn die Polizei die Straße freigibt. Am Zug nehmen ca. 4.200 Personen, 34 Karnevalsgesellschaften, 35 Fremdgruppen, 70 Festwagen bzw. Werbewagen, 80 Traktoren, 38 Bagagewagen, 55 Fußgruppen, 26 Tanz- und Funkengarden, 29 Musikkapellen, 4 Reitergruppen und 2 Kutschen teil.

Bei den Fremdgruppen handelt es sich zum Teil um Sponsoren bzw. Gruppen, die dem MKV nicht angeschlossen sind. Bezüglich der Musikkapellen sind es überwiegend holländische Kapellen, die die meisten Musiker in deutschen Kapellen am Dienstag wieder arbeiten müssen.

Auch wird in diesem Jahr der „schnellste Wagen“ mitfahren. Hierbei handelt es sich um eine Karikatur von Nik Ebert, die am Dienstagmorgen auf Seite 2 der Rheinischen Post zu sehen ist. Das heißt somit, dass dieser Wagen in der Nacht von Montag auf Dienstag erst fertig gestellt wird.

Wie seit Jahren schon, fährt auch ein Wagen aus Düsseldorf mit. Das ist der aus Teneriffa, mit dem die Stadt schon lange eine Städteverbindung hat. Da in Teneriffa erst eine Woche nach uns Karnevals gefeiert wird, fahren das Prinzenpaar und Bernd Gothe dorthin, um sich den Umzug dort anzusehen und mitzumachen.

Elmar Esser hofft, dass der Zug zwischen 16.30 und 17.00 Uhr beendet ist, da man sonst in die Dunkelheit gerät.

Auch werden die Anwohner gebeten darauf zu achten, welche Halteverbotsschilder aufgestellt werden und ab wann sie wirksam werden. Falls abgeschleppt werden muss, ist das mit viel Arbeit verbunden und sehr kostenträchtig für den Wagenbesitzer.

Die Absperrungen bleiben so lange stehen, bis die Reinigung des Zugweges erfolgt ist. Bei Nässe oder Regen dauert es eben etwas länger.

Bei verloren gegangenen Kindern wies Elmar Esser darauf hin, dass die Kinder zu einer der 13 Unfallhilfsstellen gebracht werden sollen und dort werden sie dann an die Polizei übergeben.

Auf die Frage, wie viele Werbewagen evtl. im nächsten Jahr mitziehen, meinte Gothe, dass es maximal 15 sein könnten, denn sonst würde der Zug zu lang.

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