Glyphosat: Verbotsforderung der Grünen verschoben

Die Zahl der Glyphosat-Kritiker steigt stetig. Der Grund: Den ökonomischen Vorteilen für die konventionelle Landwirtschaft stehen zahlreiche Defizite gegenüber.
Das sehen sicher auch sämtliche Mönchengladbacher Politiker so. Diesen Eindruck vermittelten sie in der vergangenen Woche im Finanzausschuss. Ein entsprechender Antrag der Bündnis-Grünen wurde zuständigkeitshalber ohne Beratung in den Umweltausschuss geschoben.
Der veranrwortliche Umweltdezernent Dr. Bonin erklärte kurz, dass auf den Flächen der Stadt schon seit Jahren kein Mittel mit Glyphosat eingesetzt werde.
Ob auch die Landwirte ihre Flächen ohne dieses Mittel bearbeiten, blieb unbeantwortet.

Die Mängel von Glyphosat haben es allerdings in sich: Nach Darstellung der Albert-Schweitzer-Stiftung schädigt Glyphosat schon in geringen Mengen die menschlichen Embryonal- und Plazentazellen sowie die DNA von Menschen und Tieren.
Das Herbizid „Roundup“ könne in menschlichen Zellen innerhalb von 24 Stunden zum vollständigen Zelltod führen. Nachweislich tödlich sei »Roundup« vor allem auch für Amphibien. Zudem bestünden bei Menschen und Tieren Zusammenhänge zwischen Glyphosat und Fehlbildungen/-geburten.
Bei Menschen, so heißt es bei der Albert-Schweitzer-Stiftung weiter, könnte Glyphosat solchen Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnen sowie zu Depressionen, Herzinfarkten und Unfruchtbarkeit führen. Darauf weise eine neuere Studie hin.

Zunehmend beklagten auch hierzulande Landwirte Störungen wie Atemwegsbeschwerden und Hauterkrankungen nach dem Einsatz von Glyphosat.
Die Grünen haben daher einen Antrag eingebracht, wonach der Einsatz von Glyphosat auf landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt Mönchengladbach nicht mehr gestattet werden soll.
Die Hansestadt Rostock hat jetzt bereits einen Beschluss gefasst, der die Nutzung des Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat auf all ihren Flächen untersagt.
Die Bundesregierung stimmte der Weiternutzung jedoch auf europäischer Ebene unverständlicherweise zu.

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