Wie Kinder ihre Stadt sehen – Projekt „Bespielbare Stadt“ kommt in die konkrete Phase

Foto: Stadt MönchengladbachWegen der dicht bebauten Innenstadt von Rheydt haben Kinder im Stadtkern kaum Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.
Dies gilt nicht nur für Kinder, die sich dort während eines Einkaufsbummels aufhalten, sondern vor allem für die Kinder, die dort wohnen. Ihnen fehlt der Raum für freies Spielen und Bewegung.
Ändern lässt sich dies am besten, indem Kinder am Planungsprozess beteiligt werden.

 

So geschehen im Konzept „Bespielbare Stadt“, das mit Mitteln des Programms „Soziale Stadt Rheydt“ gefördert wird und mit dessen Umsetzung das Dortmunder Planungsbüro „Stadt-Kinder“ beauftragt wurde.
Das Büro ist das bundesweit führende Fachbüro für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Stadtentwicklungsprozessen und die Ausarbeitung passgenauer Konzepte für diese Zielgruppe.

Insgesamt 400.000 Euro stehen aus dem Programm „Soziale Stadt“ zur Umsetzung zur Verfügung, die noch in diesem Jahr erfolgen soll.Am Donnerstag stellte Diplom-Ingenieurin Christina Peterburs den umfangreichen Projektbericht mit einer Reihe von Vorschlägen, wie und wo in Rheydt neue Spielräume für Kinder geschaffen werden können, in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd vor.

Zentraler Bestandteil des Konzeptes zur „Bespielbaren Stadt“ ist die Beteiligung von Kindern an allen Planungsschritten. So wurden bereits auf Streifzügen durch die Innenstadt Lieblings- aber auch Konfliktorte identifiziert und Ideen für Veränderungen entwickelt.
Die Kinder zeigten dabei den Planern ihre Sicht der Innenstadt und gaben wertvolle Hinweise für die Bestandsanalyse.
Zudem wurden auch Personen, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit Kindern zu tun haben, am Verfahren beteiligt. Sie erarbeiteten auf einer Trägerkonferenz eine ebenfalls wichtige Grundlage.
Auf dem Rheydter Martinsmarkt gab das Team des Planungsbüros zudem Kindern die Chance, Erwachsene zu interviewen und auch selbst Fragebögen auszufüllen.
In der anschließenden konzeptionellen Phase wurden Kinder in die Entwicklung konkreter Gestaltungsmöglichkeiten einbezogen, indem sie innovative Ansätze zur Gestaltung einzelner Flächen entwickeln.

Unter den aufgeführten Maßnahmen stehen an oberster Stelle der Prioritätenliste der innerstädtische Stadtraum zwischen Marienkirche und der Bebauung zur Stresemannstraße hin, der Bereich Am Neumarkt zwischen dem Karstadt-Kaufhaus und Rathaus Rheydt sowie in der Marktstraße im rückwärtigen Bereich der Einkaufsgalerie. Hier sollen entsprechende Spielmöglichkeiten durch das Aufstellen von Spielgeräten geschaffen werden.

Die Konzeption der Bespielbaren Stadt ist eine integrierte Planung mit langfristiger Ausrichtung und Wirkung. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen sind Empfehlungen, die kurz-, mittel- und langfristig umsetzbar sind. Es werden Empfehlungen grundsätzlicher Natur zum Umgang von Bedürfnissen von Kindern im gesamten öffentlichen Raum gegeben und konkrete Spielprojekte im Innenstadtbereich zur Umsetzung im Rahmen des Förderprojektes Soziale Stadt Rheydt vorgeschlagen.
(pmg/sp)

Kommentar hinterlassen zu "Wie Kinder ihre Stadt sehen – Projekt „Bespielbare Stadt“ kommt in die konkrete Phase"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*