Grußwort zum Jahreswechsel von Oberbürgermeister Norbert Bude

Norbert-Bude_Foto-Heinz-Josef-KatzLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Wir freuen uns auf den Wechsel ins neue Jahr. Viele nutzen diese Tage zum Ausspannen und verbringen die Zeit mit der Familie oder Freunden, daheim oder im Urlaub. Was immer Sie tun und wo immer Sie sich aufhalten mögen, ich wünsche Ihnen alles Gute, einen zufriedenen Rückblick auf das Jahr 2013 und einen optimistischen und erwartungsvollen Ausblick auf 2014.

Erfreulicherweise geben vor allem zum Jahresende hin gute Nachrichten und Entscheidungen des Rates Grund zur Hoffnung, dass unsere Stadt in vielen Bereichen eine positive Entwicklung erfährt.

 

Beispiel Stadtfinanzen: Der von einer breiten Mehrheit im Rat getragene Beschluss zur Verabschiedung des Haushaltes 2014 und der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplans ist ein wesentlicher und unabdingbarer Schritt auf dem Weg, die schwierige Finanzsituation der Stadt in den Griff zu bekommen. Der Rat ist dem Stärkungspakt Stadtfinanzen beigetreten, um bis zum Jahr 2018 erstmals seit vielen Jahren wieder einen ausgeglichenen Haushalt mit Hilfe des Landes und ab 2021 ohne Finanzhilfe zu erreichen. Die Prognosen zeigen, dass wir es schaffen können. Erst durch eine solide Finanzbasis schaffen wir das Fundament für weitere finanzielle Spielräume, die zur Gestaltung der Stadt in allen Bereichen notwendig ist.

Was die Stadterneuerung und –gestaltung angeht, hat Mönchengladbach im zurückliegenden Jahr große Fortschritte gemacht. Davon zeugen alleine die zahlreichen Baukräne im Stadtgebiet. Beispiele dafür sind das entstehende neue Einkaufszentrum an der Hindenburgstraße, der Neubau der Kreishandwerkerschaft hinter dem Berliner Platz, das Kapellmann-Office-Building an der Viersener Straße sowie die zahlreichen Projekte im Rahmen des Innenstadtkonzeptes Rheydt. Nach der Sanierung des Pahlkebades konnte in diesem Jahr der neu gestaltete Hugo-Junkers-Park eröffnet werden. Eröffnet wurde auch vor kurzem die von Grund auf sanierte Tiefgarage unter dem Rheydter Markt, der ebenso ein völlig neues und ansprechendes Gesicht erhält und im kommenden Jahr der Öffentlichkeit übergeben werden soll. Anschließen werden sich die Umgestaltung der Markstraße und Harmoniestraße sowie der Bahnhofstraße und Langensgasse.

Ganz besonders freut mich auch die jüngste Entscheidung des Rates, fünf wichtige Modellvorhaben – unter anderem die interkulturelle Familienbibliothek Rheydt und das Quartiersmanagement – aus dem ebenfalls von EU, Land und Bund geförderten Projekt Soziale Stadt Rheydt für die kommenden zwei Jahre zu sichern, die vom Land in Aussicht gestellte Nachschubförderung einmal vorausgesetzt. Von diesen Projekten, die das gesellschaftliche und interkulturelle Miteinander nachhaltig fördern, profitieren vor allem Kinder und Jugendliche sowie unsere Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund.

Ein wichtiges Fundament für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt über Generationen hinweg bildet auch der von der Initiative MG3.0 entwickelte und auf den Weg gebrachte sowie vom Rat verabschiedete städtebauliche Masterplan Mönchengladbach, der als „Leitplanken“ die Weichen für die Zukunft der Stadt stellt. Erste wichtige Pfeiler für den Masterplan, der sich maßgeblich auf die Entwicklung des Gladbachtals, des Hochschulviertels und die Rheydter Innenstadt konzentriert, wurden bereits gesetzt: Neben den bereits erwähnten Projekten in Rheydt sind dies die Entwicklung des „Monforts-Quartiers“ in direkter Nachbarschaft zur Hochschule Niederrhein zum „Textilen Ensemble“, die Entwicklung der heutigen „Bleichwiese“ zum attraktiven Standort für Wohnungen und Büros in Abteibergnähe oder die Neugestaltung des zentralen innerstädtischen Platzes zwischen dem geplanten Einkaufszentrum, dem Sonnenhaus und dem Hans-Jonas-Park.

Eine Erfolgsgeschichte ist das Gewerbegebiet Regiopark, das sich mit den erfolgreichen Ansiedlungen unter anderem von DHL, Esprit und Zalando, die bereits ihre Erweiterung angekündigt haben, längst zu einem der großen Logistikstandorte europaweit im internationalen Wettbewerb behaupten konnte. Die positive Entwicklung, die zugleich zahlreiche neue Arbeitsplätze mit sich bringt, führt aber auch dazu, dass die Stadt bei den Gewerbegebieten an ihre Grenzen stößt. Hier werden bereits erste Gespräche mit der Nachbarkommune Viersen zur Erschließung eines interkommunalen Gewerbegebietes im Norden der Stadt geführt. Positive Entwicklungen sind auch in der City-Ost zu erkennen. Hier hat der Aufsichtsrat der stadteigenen Entwicklungsgesellschaft EWMG vor kurzem die vorausschauende Entscheidung getroffen, das Grundstück eines Möbel-Discounters für die zukünftige Entwicklung dieses Gebietes zu kaufen. Gleiches gilt auch für den Business-Park II im Nordpark, auf dem jetzt der Spatenstich für den zweiten Neubau der Santander Bank am Standort Mönchengladbach erfolgte: Ein klares Bekenntnis der internationalen Bank zu Mönchengladbach.

Was erwartet uns im nächsten Jahr?

Für 2014 stehen weitere wichtige Aufgaben und Entscheidungen an, die auf eine Sicherung der breit gefächerten Infrastruktur in sozialer, städtebaulicher, kultureller Hinsicht und im Bildungsbereich abzielen. Beispiele dafür sind unter anderem die anstehende Sanierung der Zentralbibliothek, der weitere Ausbau der im Haushalt per Ratsbeschluss abgesicherten 6. Gesamtschule, der weitere Ausbau der Ogatas und die Fortsetzung präventiver Ansätze im Bereich der Jugendhilfe, um vor allem nachfolgenden, benachteiligten Generationen Chancengleichheit und Zugang zu Bildung zu gewähren. Vor allem der Bildungsbereich und der Übergang von Schule zu Beruf steht an oberster Stelle, ist er doch eine wichtige Voraussetzung für eine dauerhafte berufliche Integration. Hier sind wir mit dem erfolgreichen Gemeinschaftsprojekt der Agentur für Arbeit mit der MGconnect-Stiftung und der Stadt auf einem sehr guten Weg.

Weitere Aufgaben ist die Diskussion des von der Verwaltung bereits eingebrachten Verkehrsentwicklungsplans als wichtiges Fundament für die zukünftige Verkehrsinfrastruktur in unserer Stadt, das noch ausstehende Grünflächen- und Friedhofskonzept und die Fortsetzung der weiteren Planung des JHQ, dessen Fläche jetzt in den Besitz des Bundes übergegangen ist.

Viele Aufgaben sind allerdings ohne die notwendige Unterstützung durch Bund und Land kaum zu erledigen. So brauchen wir eine spürbare Entlastung bei den Sozialausgaben wie die Übernahme der Eingliederungshilfe durch den Bund.

Bei allen Herausforderungen und Problemen, mit denen wir wie die meisten Kommunen zu kämpfen haben, bin ich mir sicher, dass unsere Stadt auf einem sehr guten Weg ist. Aufbruchstimmung, Erneuerung und der Gestaltungswille ist in vielen Bereichen deutlich erkennbar. Das ist vor allem den zahlreichen Menschen zu verdanken, die sich oftmals im Stillen und Verborgenen ehrenamtlich beteiligen, sich bisweilen aufopfern, um ihren ganz besonderen Beitrag zur Daseinsvorsorge zu leisten. Ihnen allen gebührt an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank. Ohne Ihre großartigen Leistungen wäre unsere Stadt ein ganzes Stück ärmer.

Dazu zähle ich natürlich auch jene Bürgerinnen und Bürger, die sich in den vielen in der jüngsten Vergangenheit gebildeten Initiativen von der Altstadt bis zum Gründerzeitviertel für ihr Quartier einsetzen, und damit dokumentieren, dass sie sich auf besondere Weise mit Mönchengladbach identifizieren. Herausragende Beispiele sind hier auch die Masterplan-Initiative MG3.0 und der Initiativkreis Mönchengladbach, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern konnte.

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle ganz besonders auch die ehrenamtlich tätigen Politikerinnen und Politiker, die in vielen oftmals schwierigen Diskussionen um Entscheidungen zum Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger ringen. Ihnen gebührt mein besonderer Dank.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Das Jahr 2013 war für mich – wie auch für viele von Ihnen – ein Jahr der Begegnungen und Herausforderungen – arbeitsintensiven Herausforderungen, denen ich mich gerne gestellt habe und weiterhin stellen werde.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 2014 viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

Ihr
Norbert Bude
Oberbürgermeister

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