Kosten für Polizeieinsätze: NRW verfolgt eine andere Linie als Bremen

Muss der Steuerzahler den Schutz vor Fußball-Fans selber bezahlen?
Wer ist Verursacher?
FussballDer Bremer Senat hat entschieden, den dortigen Bundesligisten Werder Bremen künftig an den Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen zu beteiligen. Dazu erklärt Rainer Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Die Entscheidung des Bremers Senats entspricht nicht der Linie, die NRW verfolgt. Die Vereine sollten in den Stadien den Ordnungsdienst verstärken. Außerhalb der Stadien sollte dann aber die Polizei ihrer Hoheitsaufgabe nachkommen und die Sicherheit in der Öffentlichkeit gewährleisten. Zudem ist es auch schwer die Grenzen zu ziehen, wenn man nur Sport- bzw. Fußballvereinen die Kosten von Polizeieinsätzen aufdrückt, aber die Schützenfeste oder Rockkonzerte außer Acht lässt.

 

 

Die Vereine zur Kasse zu bitten ist keine Lösung und entspricht auch nicht der verfassungsrechtlichen Grundlage.
Ein Ansatz, wie ihn auch NRW vorbildlich umsetzt, ist die verstärkte Einsetzung der Fanprojekt–Betreuung. Bei Auswärtsspielen des Vereins können die Fanbeauftragten, die ihre Fans besser kennen als die örtliche Polizei in dem Auswärtsspielort, ihre eigenen Fans besser betreuen. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei bringt das Vorteile für alle Beteiligten.“

1 Kommentar zu "Kosten für Polizeieinsätze: NRW verfolgt eine andere Linie als Bremen"

  1. Meine Meinung ist die, dass die Stadt Bremen genau richtig vorgeht. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit bei Fußballspielen mit hohem Aggressionspotential für den erhöhten Polizeieinsatz, ich habe die Meldung in Bezug auf Berechnung der Kosten so verstanden, aufkommt. Die Drohungen der DFL und die nun erfolgte Abnahme eines Länderspieles halte ich für absolut falsch. Nach meinem Dafürhalten müssen die Vereine oder aber deren Dachverband bei erhöhtem Polizeieinsatz auch die Kosten, zumindest die Mehrkosten für den erhöhten Personaleinsatz, tragen.

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