Rettungsdienst der Feuerwehr erfasst Patientendaten zukünftig elektronisch bereits im Rettungswagen

14-12-05-tablet-datenerfassung-0006In seiner Sitzung am 2. Dezember stimmte der Umweltausschuss der mobilen Patientendatenerfassung (MDE) zu. Mit der MDE können Patientendaten im Rettungswagen elektronisch erfasst und unmittelbar weitergeleitet werden.
„Nach dem Eintreffen am Einsatzort steht selbstverständlich als erstes die optimale Patientenversorgung an erster Stelle. Unmittelbar danach, also bereits auf dem Weg zum Krankenhaus, beginnt die Dokumentation mit zahlreichen bisher handschriftlichen Eintragungen auf einem speziellen Vordruck“, erklärt Feuerwehrchef Jörg Lampe.
Da während des Transports auch die medizinische Versorgung des Patienten weiter geführt werden muss, können einige Eintragungen oft erst später, aus dem Gedächtnis heraus, nachgetragen werden und unter ungünstigen Bedingungen wichtige Punkte in Vergessenheit geraten, so dass das handschriftliche Protokoll unvollständig sein kann. Außerdem liegen die Unterlagen für spätere Rückfragen – zum Beispiel der Kriminalpolizei – teilweise erst nach mehreren Tagen vor.

 

Mit dem Einsatz der MDE werden vorhandene Daten an mobile PC im Fahrzeug übertragen und damit die Patientenversorgung optimiert. Vor Ort erhobene Befunde und Diagnosen können unmittelbar eingetragen und schon auf der Anfahrt zum Krankenhaus übertragen werden, so dass das dortige Personal sich bereits auf den Patienten und dessen weiterführende klinische Behandlung einstellen kann.

Darüber hinaus ist die Lesbarkeit perfekt und auf „vergessene“ Eintragungen wird automatisch hingewiesen, so dass eine lückenlose Dokumentation gewährleistet ist.
Die geschätzten Kosten von 150.000 Euro für die Einführung des MDE sind im Haushalt 2014 bereits veranschlagt. Diese Kosten als auch die zukünftig anfallenden laufenden Aufwendungen werden über die rettungsdienstliche Gebühr refinanziert.

Der Rettungsdienst der Feuerwehr führte im Jahr 2013 insgesamt 38.007 Einsätze einschließlich Krankentransporte durch. Davon waren 21.843 Notfalleinsätze ohne und 6.474 mit Notarzt.
In 90 Prozent der Fälle ist dabei der Rettungswagen innerhalb von acht Minuten vor Ort.

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