Leserbrief zu: Profifußball auf der einen, Charakter und Intelligenz auf der anderen Seite

Leserbrief an die mg-heute Redaktion

In meinem Stadtteil Giesenkirchen gibt es ein monatlich erscheinendes Magazin, das jeweils auf Seite 3 ein Thema beschreibt.
Diesmal macht sich der Redakteur Herr Zitzen über den Profifußball her.
Er tut dies in einer Art und Weise, die einfach nur beschämend ist.
Weder als Mensch, noch als Schreiber in Giesenkirchen sollte Herr Zitzen derart über einen Marco Reus oder einen anderen Menschen reden oder schreiben.
Das ist schäbig.

Da ich nicht davon ausgehen kann, dass das Giesenkirchener Magazin Mittelpunkt meinen Leserbrief veröffentlicht, hoffe ich auf diese Internetzeitung.
Wichtig ist mir, möglichst viele Giesenkirchener sollen erfahren, wie beleidigend über Marco Reus durch Herrn Zitzen in der Öffentlichkeit berichtet wird.
Hier der angesprochene Auszug aus dem Zitzen-Bericht.
Zitat:
Da wechselt Marco Reus tatsächlich nach Doofmund.
Vor einem Jahr, als Borussia so gut wie abgestiegen war, war die Perspektive so gut, dass er noch bis 2015 verlängert hat.
Nun steht man einen Punkt hinter Dortmund auf Platz 4 und ist im Pokal-Viertelfinale.
Diese Entwicklung ist natürlich desaströs, so dass er hier sofort Abhilfe schhaffen musste.
Intelligenz? Fehlanzeige!
Schlimm dabei ist nur, dass er bis zuletzt durch öffentliche Wechsel-Dementi bzw.
Stellungnahmen für einen Verbleib bei Borussia geglänzt hat. Was hätte dagegen gesprochen offen zu äußern, dass man weg will? Genau: nichts.
Charakter? Fehlanzeige!
Vielleicht ist es aber auch genau das Fehlen von Eigenschaften wie Charakter und Intelligenz, die Marco Reus so interessant für den BVB machen.
In der Gladbacher Nordkurve ist man nämlich der Auffassung, dass BVB nicht für „Ballsport-Verein Borussia“ sondern vielmehr für „Behinderte verfolgen Ball“ steht.
Geistig wäre Marco Reus dann ja schon mal da.
Man stelle sich zusätzlich vor, das Pokalfinale würde…Nein, dass lass ich lieber.
Ein „Judas“ pro Verein ist genug.
Zitat Ende

Der Rest des Berichtes ist hier belanglos.
Ob dieser Schreiber für ein seriöses Blatt weiter tragbar ist, sollte der Herausgeber schnell entscheiden.
Gruß friedel

1 Kommentar zu "Leserbrief zu: Profifußball auf der einen, Charakter und Intelligenz auf der anderen Seite"

  1. Also Friedel spricht mir aus der Seele.

    Die Beiträge von Herrn Zitzen sind immer vollmundig bis geschmacklich absolut grenzwertig.
    Wenn er sich dabei gefällt, der geneigten Leserschaft damit seinen Intellekt und seinen Charakter in dieser Weise darzustellen, dann ist das für mich ohnehin eine ausreichende Disqualifikation seiner selbst.
    Deshalb möchte ich mich mit den geistigen Ergüssen dieses Herrn hier auch nicht weiter befassen. Lassen wir ihn in dem Glauben, er sei klasse.
    Wenn’s dem „Mittelpunkt“ gefällt… .

    Was mich tatsächlich bewogen hat zu schreiben, ist die Kommunikationskultur unserer lokalen Medien, speziell im Bezug auf Fußball.
    Fußball ist schon längst nicht mehr Sport, sondern verkommt leider mehr und mehr zum Krieg.

    Wenn ich im Sommer radfahrenderweise unterwegs bin und Samstagnachmittags über mir Polizeihubschrauber kreisen, Mannschaftswagen unserer Ordnungshüter auf den Parkplätzen stehen, Polizei sich in entsprechender Schutzkleidung für eine Sportveranstaltung rüstet, dann fasse ich mir an den Kopf. Was bleibt mir auch sonst.

    Radio 90.1 berichtete im November `11, nach dem gewonnen Spiel gegen Bremen einen Tag später, morgens in den 9.30h Nachrichten: “ Borussia Mönchengladbach hat den Gegner gedemütigt.“
    Bei aller Siegesfreude, eine derartige Terminologie in den Medien, trägt gewiss nicht zur Deeskalation bei.
    Jedes Medium trägt an der Stelle große Verantwortung. Dessen muss es sich in ihrer Berichterstattung bewusst sein. Weil, wenn die im Radio das so sagen, ist das ja wohl in Ordnung.
    Da ist der Herr Zitzen in wirklich feiner Gesellschaft.

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