BI-Mühlenstraße: Demo gegen die Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt

Politik suchte man vergebens – auch die umliegenden Anwohner schalten sich ein

Die Bürgerinitiative Mühlenstraße hat sich laut Auskunft ihrer Sprecherin Monika Reh bereits vor dreieinhalb Jahren gegründet.
Anlass sei die fehlende Bürgerbeteiligung gewesen.
Die Mitglieder empfinden, dass die Planungen der letzten Jahre in Rheydt ohne Bürgerbeteiligung durchgeführt worden seien.
So zum Beispiel die Erneuerung des Marktplatzes, die Neugestaltung des Hugo-Junkers-Parks.
Die Bürger konnten zwar im Vorfeld Vorschläge einreichen, entschieden wurde jedoch ohne Mitwirkung der Bürger, so Monika Reh.

Beim Pahlke-Bad haben die Bürger nur durch Protest erreicht, dass das Bad nicht abgerissen wurde.
Reh lobte ausdrücklich und wortreich die Berichterstattung in den Medien, bei diesen bedankte Reh sich ausdrücklich dafür.
Nach Ansicht der Initiative hat sich der Verkehr auf der Mühlenstraße nahezu verdoppelt, da der Rheydter-Ring geöffnet wurde.

Auch der Lärm und die Luftverschmutzung haben stark zugenommen, erklärte Reh.

Die Anwohner können zur Straßenseite schlecht schlafen, außerdem könne man die Fenster zur Straße nicht mehr öffnen, die Bedingungen seien unerträglich geworden.
Durch die Öffnung in beide Richtungen sei die Wohnqualität vollkommen zerstört.

Die Bürger fordern deshalb Feinstaubmessungen im Bereich Garten- / Mühlenstraße.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der wesentlich stärker gewordene Verkehr im Bereich des Kindergartens auf der Mühlenstraße.
Eltern der Kinder prangern die gefährliche Situation für die Kinder an. Eine Straße zu überqueren sei ein gefährliches Unterfangen geworden.
Die Initiative fordert von der Verwaltung die Öffnung der Hauptstraße im Marktbereich für die beidseitige Durchfahrung. Sie ist für diesen Zweck bestens geeignet durch die ausreichende Breite.
Die Mühlenstraße darf keine beidseitige Durchfahrtsstraße bleiben.
Die Initiative plädiert für einen Erhalt des Brunnens auf dem Markt in seiner aktuellen Form, eine geplante Wasserfontäne lehnen sie ab.
Anschließend meldete sich auch ein Anwohner der Waisenhausstraße zu Wort:
Er beklagte die dort geänderte Verkehrsführung als gefährlich, er ist der Meinung, Rettungsfahrzeuge kämen im Notfall nicht zu Hilfesuchenden durch.

Mitglieder des City-Managements beobachteten dies alles aus gehörigem Abstand.
Sie scheinen aus ihrer rein wirtschaftlichen Sicht mit dem aktuellen Vorgehen der Verwaltung durchaus zufrieden zu sein.
Der abschließende Demonstrationszug verlief äußerst diszipliniert, Sicherheitskräfte erlebten einen unaufgeregten Auftritt der Bürgerinitiative Mühlenstraße.
Erklärtermaßen wollen sie nicht nachlassen im Bemühen um bessere Lebensbedingungen in ihrem Umfeld.

Die Mail Adresse der BI: bi-muehlenstr@arcor.de

Am Samstag, 18 Februar um 12 Uhr, findet die nächste Informationsveranstaltung statt.

Treffpunkt: Marktplatz in Rheydt

3 Kommentare zu "BI-Mühlenstraße: Demo gegen die Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt"

  1. Das ist zwar leicht Off Topic unf gehört dennoch dazu. Den Lesern sollte schon gesagt werden, wer Monika reh ist – ist sie ja nicht nur Sprecherin einer BI die seit drei Jahren nicht in erscheinung getreten ist.

    Frau Reh kandidierte zur Kommunalwahl 2009 für die Zentrumspartei, wechselte aber kurz nach der Wahl zu Pro NRW und ist dort jetzt im Vorstand des Ortsverband Mönchengladbach.

    Und dann prangert Frau Reh an, dass sämtliche Planungen in Rheydt ohne die Bürgerinnen stattfanden. Völlig falsch: http://www.innenstadtkonzept-rheydt.de/

    Wettbewerbe, Bürgerinformationen und vieles mehr.
    Frau Reh oder andere Mitglieder des rechtspopulistischen Vorstandes ihrer Partei habe ich da nie gesehen. Die BI hat sich da auch nie zu erkennen gegeben.

  2. Applaus an Dieter,
    ich sehe es genauso.
    Leider sind die Entscheidungsträger selbst nicht Betroffene, die Bürger werden einfach ignoriert, denn wir wehren uns ja schon seit 3 einhalb Jahren.
    Ich muss im Artikel darauf hinweisen, dass es nicht die BI Mühlen war, die gegen den Abriss des Pahlke-Bades protestierte, sondern Besucher und Liebhaber des Bades, das dadurch schließlich gerettet werden konnte.
    Politiker und Verwaltung haben glatt alle belogen, indem sie behaupteten, die Betonträger wären marode und nicht mehr sanierungsfähig.
    Ich rufe alle Bürger auf, sich mobil zu machen und in Initiativen Ihre Stimme abzugeben und zu solchen Treffen zu kommen, um weitere Kosten und Fehlentscheidungen zu vermeiden.

  3. Es ist schon sehr merkwürdig was bei der Verkehrsführung in Rheydt passiert und demnächst noch „getestet“ werden soll.
    Unter der Führung des Dezernenten Andreas Wurff hat die Fachabteilung Verkehr einerseits enge Straßen für beidseitigen Verkehr freigegeben, dort wohnen viele Menschen, die nun darunter leiden.
    An anderer Stelle, Marienplatz und Stresemannstraße, will Wurff (ihn haben die Grünen ins Amt gebracht) den Verkehr beschneiden oder ganz unterbinden. Dort wohnen fast keine Bürger, also wird auch keiner durch die Maßnahme entlastet.
    Alles dies ist durch die Politiker der Grünen etc. beschlossen worden, hat niemand nachgedacht?
    Was will Herr Wurff wirklich?
    Ist sein Bestreben einer Großzahl der Bürger den Schlaf zu rauben?
    Sollen unter seiner Verantwortung das Überqueren von Straßen (Kindergarten) gefährlicher werden?
    Herr Sasserath und seine Bündnisgrünen haben uns da wohl einen Bärendienst erwiesen.

    Es kann nur um Verbesserung und Weiterentwicklungen von Lebensqualitäten gehen.
    Nicht um vordergründige Verbesserungen für den Einzelhandel oder dessen Erreichbarkeit.
    Neue Denkansätze sollten gefunden und nicht ausgeschlossen werden.

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