Ist die Weiternutzung alter Atomkraftwerke vertretbar?
Donnerstag, 25.02.2016, 19.00 Uhr

Zu dieser Fragestellung laden in einer Kooperationsveranstaltung die Volkshochschule Mönchengladbach und attac mönchengladbach ein.
Im besonderen Focus stehen die überalterten Pannenreaktoren der Kernkraftwerke Tihange und Doel in Belgien, ca. 100 – 150 km von uns entfernt. Nach 40 Jahren Laufzeit sollten Tihange I, Doel I und II gemäß belgischem Gesetz eigentlich abgeschaltet werden.
Stattdessen erhielten sie eine Laufzeitverlängerung von 10 Jahren. Und trotz tausenden von Rissen in den Reaktordruckbehältern gingen Tihange II und Doel III im Dezember 2015 wieder ans Netz.

Referent zum Thema „Tihange und Doel“ ist Jörg Schellenberg vom länderübergreifenden Bündnis „Stop-Tihange“.

Donnerstag, 25.02.2016, 19.00 Uhr
VHS MG, Haus Berggarten, Lüpertzender. 85
1. Stock, Raum 113
Die Veranstaltung ist kostenlos und barrierefrei

Da die Reaktoren sehr alt sind, ist auch das Material entsprechend verbraucht und marode.
Jeder An- und Abschaltvorgang stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar, weil das ermüdete Material den sich ändernden technischen Zuständen immer schlechter anpassen kann.
Zum aktuellen Stand der 152 Castoren und dem hochradioaktiv verseuchten Reaktor im Forschungszentrum Jülich wird Silvia Gutermuth, die im bundesweiten „Bündnis gegen Castorexporte“ aktiv ist, ebenfalls kurz berichten.

Eine weitere wichtige Frage wird sein, welche Möglichkeiten der Katastrophenschutz in unserer Stadt im Falle eines radioaktiven Unfalls hat. Hier wird voraussichtlich Silvia Gutermuth über die entsprechenden Einzelheiten des Katastrophenschutzberichts, der am 10.02.16 im Umweltausschuss vorgelegt wurde, berichten.

1 Kommentar zu "Ist die Weiternutzung alter Atomkraftwerke vertretbar?
Donnerstag, 25.02.2016, 19.00 Uhr"

  1. Manfred Geneschen | 22. Februar 2016 um 15:39 | Antworten

    Bei der Frage zur Nutzung von Atomkraftwerken und insbesondere von alten maroden Kraftwerken sollte auch das Thema Haftung einmal deutlich angesprochen werden. Politisch müssen wir verlangen, dass die Unternehmen über ausreichende Rücklagen oder Versicherungszusagen verfügen um zumindest die wirtschaftlichen Schäden zu decken. Für die maroden Atommeiler wird wohl kein Versicherungsunternehmen die Haftung für alle Störfälle übernehmen. Damit hätten wir ein ganz marktwirtschaftliches Instrument zur Abschaltung dieser Atomkraftwerke.

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