Von Kritik, Nörgelei und Ärger – ein OB hat´s schwer

Schon den städtischen Azubis sagt er, sie sollen ihm kritische Fragen stellen.
Das ist ein toller Typ möchte man meinen, unser Oberbürgermeister. Der kann mit Kritik umgehen.

Doch sobald diese kritischen Fragen kommen, wird der Fragende in die Nörgler-Schublade gesteckt, von Hans Wilhelm Reiners.
Nörgler ärgern ihn sehr meint Herr Reiners im RP-Interview vom 6. August 2016. Er benennt auch ein aktuelles Beispiel:
Die Stadt macht eine Umfrage zur Nahmobilität. Und die macht sie ausschließlich online.
Dazu gab es prompt Kritik, mancher Bürger, auch MG-heute, fragte:“ Warum gibt es das nicht auch auf Papier“?
Diese Frage also ärgert unseren Oberbürgermeister, er meint im RP-Interview: „Wir binden die Bevölkerung größtmöglich ein, aber was wir erfahren, ist zunächst Kritik“.
Größtmöglich, mehr geht also nicht?

OB Reiners darf sich ärgern, das ist sein Recht. Er sollte als OB zusätzlich an diejenigen unter den Bürgern denken, die nicht nur auf´s Internet setzen, die nicht wie er tagtäglich auf „Facebook & Co.“ Präsenz zeigen.
Er grenzt diese Menschen aus und er weiß das. Sie können nicht teilhaben an einer für Reiners „wichtigen Umfrage“.
Am 30. Juli meinte er noch: „„Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass sich die Stadt insgesamt auch in Sachen Mobilität zukunftsfähig aufstellt. Da ist die Förderung des Fuß- und Radverkehrs ein ganz wichtiger Baustein.“
Ein Stück Papier sollte da doch wohl drin sein Herr Reiners, da nörgele ich als Niederrheiner doch sehr gerne.

1 Kommentar zu "Von Kritik, Nörgelei und Ärger – ein OB hat´s schwer"

  1. Marco van d. Sand | 13. August 2016 um 08:35 | Antworten

    Beispringen will und muß ich unserem OB sicher nicht. Erstens ist er selber schon groß, und außerdem in seiner Position zwangsläufig ein Mensch gewordener Kulminationspunkt. Das liegt in der Natur seiner Stellung. Ansonsten tut mittlerweile doch ohnehin jeder, als gäbe es keinen Menschen mehr ohne Netz. Wie hoch ist der Anteil der „Alten“ in unserer Gesellschaft? Immer noch Fragen? Gut!
    Ein OB darf sich ärgern, aber er muß alle Bürger mitnehmen. Es gibt keinen Bürgermeister exklusive einer nicht geringen Bevölkerungsgruppe. Wem das nicht bewußt ist, sollte die Finger von Amt lassen.

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