Krings besucht das Projekt „Kurve kriegen“ im neuen Polizeipräsidium Mönchengladbach

Im Rahmen seiner Sommertour traf sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) mit dem Polizeipräsidenten Mathis Wiesselmann und Mitarbeitern der Initiative „Kurve kriegen“. Sie sprachen über Wege, Kinder und Jugendliche vor einem Abgleiten in die Kriminalität zu bewahren. „Es ist wichtig, potenzielle Intensivstraftäter ausfindig zu machen und zu begleiten, bevor eine kriminelle Karriere erst beginnen kann“, so Krings.

Etwa 6-10% aller tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen sind für bis zu 50% der Delikte dieser Altersgruppe verantwortlich. Aus ihnen können sogenannte Intensivstraftäter entstehen, die bis zu ihrem 25. Lebensjahr durchschnittlich 100 Opfer hinterlassen, die sie bestehlen, verprügeln oder anderweitig schädigen.

Um dem vorzubeugen, gibt es seit November 2016 in unserer Stadt das Projekt „Kurve kriegen“, bei dem die Polizei Mönchengladbach und pädagogische Fachkräfte der SKM Rheydt eng zusammenarbeiten. „Wir sprechen potenzielle Intensivstraftäter so jung wie möglich an und überzeugen die Eltern, dass ihre Kinder dabei auch freiwillig mitwirken“, sagt Kriminalhauptkommissar Manfred Mütz von der Polizei Mönchengladbach.

Dabei seien sie ein Hilfsangebot sowohl für Eltern als auch für Kinder und fungieren als Bindeglied zwischen Jugendamt und weiteren Kooperationspartnern wie Schulen und Bildungsträger, so Madeleine Geraths, pädagogische Fachkraft vom SKM Rheydt. Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministers des Inneren Dr. Günter Krings ist davon überzeugt: „Je früher die Ansätze greifen, desto höher sind die Erfolgschancen, dass Kinder und Jugendliche erst gar nicht auf die schiefe Bahn geraten. Und das kommt am Ende allen zu Gute.“

Die NRW-Initiative „Kurve kriegen“ hat zum Ziel, die Entwicklung besonders kriminalitätsgefährdeter Kinder und Jugendliche zu Intensivstraftätern frühestmöglich zu erkennen und deren Abdriften in die Kriminalität zu verhindern. Dabei geht die Polizei neue Wege: Pädagogische Fachkräfte und erfahrene Kriminalbeamte kümmern sich gemeinsam um die delinquenten Kinder, Jugendlichen und deren Eltern.

Die Investition von Personal und Geld in der frühen Phase der Auffälligkeiten ist im Vergleich zu später notwendigen Maßnahmen und Kosten gering – und vor allen Dingen wirkungsvoll. 40% der Teilnehmer werden nach erfolgreichem Durchlauf des Programms nicht mehr straffällig.

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