Wiederbelebung der „Veedel“ und Zusammenhalt stärken

Der Chor Cantica Nova unter Leitung von Edith Platte

Der Chor Cantica Nova unter Leitung von Edith Platte

„Wir haben in unserem Stadtbezirk das große
Glück, dass wir immer noch über weitestgehend stabile Vereins- und
Quartiersstrukturen verfügen, die den Zusammenhang im „Veedel“ sichern. Sie, die Sie hier heute zusammengekommen sind, sind das Rückgrat dieses Gemeinwesens.“

Mit diesen Worten drückte Bezirksvorsteher Hermann-Josef Krichel-Mäurer bei seiner Ansprache zum Neujahrsempfang des Bezirkes Ost eine seiner großen Hoffnungen aus.

Viel Prominenz war seiner Einladung in die Aula der Gesamtschule Volksgarten gefolgt, Oberbürgermeister Reiners wurde vertreten durch Kämmerer Michael Heck.

Wichtig waren die Ehrungen von engagierten Bürger aus dem Bezirk:

Christine Bäumer kam 1963 mit den Eltern und der jüngeren Schwester nach Mönchengladbach, machte ihr Abitur auf der Marienschule, ihre Ausbildung bei einer Bank in Düsseldorf, heiratete hier und zog zwei Kinder groß.

Daneben gehörte ihr ganzes Engagement ihrer katholischen Heimatpfarrei.
Früh engagierte sie sich in der Jugendarbeit der Pfarre St. Mariä Himmelfahrt in Mönchengladbach Neuwerk.
Einmal von dieser Leidenschaft gepackt, studierte sie im Fernstudium Theologie, machte eine Predigtausbildung, arbeitete im Liturgieausschuss der Pfarre mit, übernahm die Leitung von Wortgottesdiensten und singt im Chor der Salvatorianerinnen
Über viele Jahre galt ihr Engagement der Mitarbeit im Pfarrgemeinderat, zunächst in der Pfarre St. Mariä Himmelfahrt Mönchengladbach Neuwerk, dann in der GDG Möncheng Iadbach Neuwerk und schließlich im Pfarrgemeinderat der neuen Pfarre Maria von den Aposteln.
Insbesondere das Zusammenführen der drei Pfarreien zu der neuen großen Pfarre Maria von den Aposteln war Christine Bäumereine Herzensangelegenheit, die sie mit großer Leidenschaft verfolgt hat.

Die Nachbarschaft Ahren zeigt, wie Zusammenhalt der eigenen Gruppe und vielen anderen Menschen zugutekommen kann.
Seit 14 Jahren führt die Nachbarschaft auf dem Borgs-Hof jedes Jahr einen voradventliehen Markt durch.

ln schöner Atmosphäre treffen sich hier nicht nur die Nachbarschaft, sondern auch viele Gäste aus Giesenkirchen und Umland.
So mancher Euro ging in all den Jahren aus dem Markt hervor und kam
Kindergärten, Krankenhaus, Senioren-, Jugend- und anderen Einrichtungen in der Umgebung zugute.
Als der Brunnen auf dem Konstantinplatz nur noch durch freiwilliges
bürgerschaftliches Engagement zu betreiben war, steuerte die Nachbarschaft Ahren wieder Ihren Anteil aus dem Markt bei.
Jetzt haben sie ihr neuestes Projekt abgeschlossen:
Aus einer unansehnlichen Brachfläche am Rande der Straße Ahren haben die Nachbarn einen ansehnlichen Dorfplatz gemacht.
Grünflächen, Bänke, geordnete Parkflächen und eine professionelle Boule-Bahn zieren nun den Platz, an dem vorher Gestrüpp und im Matsch versinkende Autos das Bild bestimmten.
Unterstützt wurde das auch durch einen kleinen Zuschuss aus dem städtischen Fond „Wohnumfeldverbesserung durch bürgerschaftliches Engagement“.
Möglich wurde es aber vor allem, weil die Nachbarschaft neben dem schon
sprichwörtlichen Anteil aus dem Weihnachtsmarkt-Erlös vor allem ungezählte Arbeitsstunden und die beachtlichen fachlichen Fähigkeiten aus der Nachbarschaft einbrachten.

Das Team des DRK-Hauses am Volksgarten
Schon Ute Jäger hatte als Heimleiterin des DRK-Hauses am Volksgarten die Vision:
„Wenn unsere Bewohner nicht in den Stadtteil können, dann müssen wir eben den Stadtteil ins Haus holen.“

Ihr Nachfolger Fahim Aziz-Safi setzt diese Entwicklung bis heute fort.
Schon lange konnte die Karnevalsgesellschaft „Alles onger ene Hoot“ mit ihren Gästen und manch andere Akteure fest mit Veranstaltungen im DRK-Haus veranker erden.

Aber auch das Stadtteilfest und die Musik-Reihe five-o’Clock-acoustic wären letztlich ohne die Mitarbeit des DRK-Haus-Teams in der Volksgarten-Muschel nur halb so erfolgreich verankert worden.

Dabei setzt das Team auf eine win-win-Situation:
Durch den Aufbau öffentlicher Veranstaltungen unmittelbar vor der Haustüre gewinnen sowohl die Menschen im Stadtteil als auch die Bewohner des Hauses an Lebensqualität. Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses haben sich bei diesen Veranstaltungen, aber auch z.B. im „Runden Tisch“ zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Gemeinweisens gemacht,
zum Wohle der Menschen im DRK-Haus ebenso wie zum Wohle der Menschen im Stadtteil.

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