Wer versteht was unter Bürgerbeteiligung?

Felix Heinrichs im Gespräch mit Andrea Nahles

Kolumne

„Wir nehmen Bürgerwünsche ernst!“

Pressemitteilung SPD-Fraktion im Rat der Stadt Mönchengladbach

Mit diesem Aufmacher möchte sich SPD-Allrounder Felix Heinrichs mittels Pressmitteilung gegen ihm unliebsame Medienberichte zur Wehr setzen.
Für ihn ist es „erstaunlich“, dass es offenbar Menschen gibt, die zum Ersten anderer Meinung sind als er selber und zweitens gegen die Umsetzung der von Politik beschlossenen Pläne protestieren und zwar lautstark mit Nutzung von Medienpräsenz.

In der Sache geht es um das Ignorieren von Bürgerbeschwerden in großer Anzahl, durch Politik, auch der SPD. Diese Beschwerden der Bürger sollten im zuständigen Beschwerde-Ausschuß am kommenden Mittwoch behandelt werden.
Dies ist nun sinnlos, da die Fakten mit Billigung der GroKo, auch des Herrn Heinrichs, geschaffen wurden. Die Bäume sind gefällt.

Politik hat es zugelassen und nicht einmal den Versuch des Einlenkens unternommen, geschweige denn sind SPD/CDU bereit gewesen, die Umsetzung der Fällaktionen in Odenkirchen auszusetzen, bis über die Beschwerden beraten wurde.
Das Signal: „keine Woche Bedenkzeit für Bürgerwillen“.

Im Gegenteil, Felix Heinrichs schmeißt verbal mit Wahlkampfschlamm.
Er zeigt seine Unprofessionalität in den Worten:

Da werden auch die Krokodiltränen von Frau Finger und der FDP nichts dran ändern.

Pressemitteilung SPD-Fraktion im Rat der Stadt Mönchengladbach

Diesen Kommunikationsstil benutzte er bereits in der Ratssitzung vom 11. Oktober 2018:
https://mg-heute.de/61863/von-spaltpilzen-arroganz-macht/

Die PM: Felix Heinrichs

3 Kommentare zu "Wer versteht was unter Bürgerbeteiligung?"

  1. Anja Wedershoven | 6. Februar 2019 um 11:11 | Antworten

    Als Odenkirchenerin war ich gestern zum ersten Mal nach der Fällaktion im „Städtchen“ und ich war entsetzt. Der (fast) totale Kahlschlag, eine nackte Kirche. In allen Geschäften war die Fällung Gesprächsthema mit dem Tenor, dass es eine Unverschämtheit sei, trotz der zahlreichen Unterschriften „Tatsachen zu schaffen“, bevor der Rat noch mal tagen konnte. Ich bin traurig, wütend … fühle mich ohnmächtig. Das ist NICHT Bürgerbeteiligung, hier bekommt man das Gefühl, da werden architektonische Vorstellungen der Herren Politiker durchgesetzt, die sich dann auch noch auf Kosten des Steuerzahlers austoben dürfen.
    Beim Gang über den Platz zur Deutschen Bank hinüber schnappte ich das Gespräch zweier älterer Herren auf, die sich trotz der feuchtkalten vier Grad Außentemperatur auf den Bänken vor der Kirche niedergelassen hatten: „Und im Sommer … da ist dann ja gar kein Schatten mehr.“ – Ich denke, die Armen wissen noch nicht, dass auch ihre Bänke dann nicht mehr da sein werden.
    Liebe CDU, liebe SPD … ich werde das bis zur nächsten Kommunalwahl nicht vergessen haben … und hoffe, es bleibt auch möglichst vielen anderen Bürgern im Gedächtnis.
    Mit immer noch einem Kloß im Hals und einem Knoten im Magen
    Eine Bürgerin

  2. Thomas Wasilewski | 4. Februar 2019 um 21:23 | Antworten

    Felix Kollege Frank Walter fand dafür schöne Worte in der Weihnachtsansprache.

    „Ich habe den Eindruck, wir Deutsche sprechen immer seltener miteinander. Und noch seltener hören wir einander zu. Wo immer man hinschaut, erst recht in den Sozialen Medien: Da wird gegiftet, da ist Lärm und tägliche Empörung. Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten. Ein Versuch ist das wert.“

    Als Mönchengladbacher Bürger habe ich bei zahlreichen Anregungen und Beschwerden erlebt, was der Artikel so schön beschreibt. Ignoranz gegenüber dem Bürger und Herr Heinrich (SPD) sollte sich einmal erinnern wer hier der Souverän sein sollte – nämlich der Bürger.

    • Zitat: Als Mönchengladbacher Bürger …

      Und da wundern sich die in Ihrer bodenlosen Arroganz handelnden Politiker über das, durch Ihre eigene Schuld, entweder verlieren des Interesses der Bürger an Politik oder/und Hinwenden zu extremen links- und rechtslastigen Gruppierungen.

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