Jeck mit dem Prinzenpaar – Prinz Dirk und Prinzessin Niersia Martina in der Mönchengladbacher Stadtsparkasse
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Prinz Dirk und Prinzessin Niersia Martina ; Foto: MG-heute

Der Empfang des Prinzenpaares in den Räumen der Stadtsparkasse, die das Ereignis „freundlich unterstützt“, gehört zu den besonderen Ereignissen im Mönchengladbacher Prinzenpaar-Karnevals-Leben. Das erste Prinzenpaar nach der Ära Bernd Gothe, unter Leitung des neuen MKV-Vorsitzenden Gerd Kartheuser, gab sich die Ehre.

 „Prinz Dirk I., Prinzessin Niersia Martina und der Mönchengladbacher Karnevals-Verband möchten Sie herzlich einladen“, steht in der Information an die Presse. Auf seine Gäste musste das Prinzenpaar trotz Regen und Sturmgebraus draußen nicht warten. Die Sparkassen-Halle verwandelte sich im Nu in eine Kathedrale des Frohsinns. Leute, die zu wissen glauben, dass der Weltuntergang bevorsteht und es überall nur ungerecht zugeht, waren an diesem heiteren Vormittag nicht anwesend.

Wahrscheinlich hatte die gute Stimmung mit dem Prinzenpaar zu tun, das „für Bodenständigkeit steht, über sich selbst lachen kann und nah an den Jecken ist“. Jeder, der jeck genug war, befand sich schnell mitten im ungezwungenen, heiteren Geschehen. Bützchen hier, Händeschütteln dort. Nichts Exotisches, nichts Unvermittelbares wurde vermittelt, sondern wohltuende Lebensfreude. Das Prinzenpaar feierte mit ca. fünfhundert karnevalistischen Freunden. Ein MKV-Familientreff, quer durch die Generationen.

Vielleicht war es das persönliche Motto des Prinzenpaars „Positiv denken, Liebe und Freude schenken“, das auf alle ausstrahlte. Der entspannt wirkende Gemütszustand von Prinz und Prinzessin, die spontane Herzlichkeit, mit der sie auf andere zugingen und andere an sich heranließen, signalisierte: Wir haben uns nichts Verrücktes ausgedacht; aber es tut gut, ein wenig verrückt und vor allem einander sympathisch zu sein.

„Verehrte Damen“, „geschätzte Herren“ – die offizielle Anrede des MKV-Präsidenten Gert Kartheuser musste sein. Sie galt u. a. den Abordnungen der Karnevals-Gesellschaften, der „Prominenz“, dem Gast-Prinzenpaar der Stadt Erkelenz. Ansonsten hallten unentwegt „Halt Pohl“-,  „All Rheydt“-, „Blüht auf“-Rufe durch die Sparkassenhalle. Sie demonstrierten Gladbach-Rheydter Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Karnevalistisch vereint, hat man keine Angst vor gegenseitiger Überfremdung, sondern feiert die Zusammengehörigkeit.

„Wir halten den Karneval zeitgemäß und lebendig.“ Ein gegenwarts- und zukunftsträchtiger Wahlspruch für den Karneval und für diese Stadt. Man erlebte einen Vorgeschmack auf demnächst anstehende gänzlich tolle Tage und den Veilchendienstagzug, obwohl die Fiktionen von jeck und toll heute schon nah an künftige Wirklichkeiten heranrückten.

Das Prinzenpaar Dirk und Martina regiert zusammen mit seinem Hofmarschall Klaus Werthmann, dem Hofstaat und dem Kinder-Prinzenpaar Lara und Lukas ein jeckes Volk. Karneval spielt im Leben von Prinz Dirk und Prinzessin Niersia Martina eine herausragende Rolle. Sie sind Mitglieder der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach und der Großen Rheydter Prinzengarde. In beiden Garden sind sie zuhause. Mit der Gabe der Leichtfüßigkeit nehmen sie an den vielen Veranstaltungen teil. Das schweißt sie und die karnevalistische Gemeinde zusammen. Man „hält Pohl“ für und mit „All Rheydt“. Gemeinsam ist man stark. Niemand muss verzweifelt nach Halt suchen.

Die Bereitschaft, Prinz zu sein und im Rampenlicht zu stehen, hat sich Prinz Dirk in einer kontinuierlich ansteigenden Karnevalskarriere vom Gardist zum Prinz erworben. Dass er jetzt Person des öffentlichen Lebens unserer Stadt ist und seine Anwesenheit bei gesellschaftlichen Anlässen erwünscht und geschätzt wird, scheint ihm, so wie er auftritt, zu gefallen. Man traut ihm das zu.

Seine Frau, Prinzessin Niersia Martina, lässt sich vom karnevalistischen Wohlfühl-Bazillus anstecken. „Wenn man mit einem Prinz verheiratet ist, ist man automatisch Prinzessin“, wird sie zitiert. Vor möglichen Konsequenzen schreckte sie nie zurück. Zudem erweckt sie den Eindruck, stressresistent zu sein. Ungefähr dreihundert Termine stehen im Kalender. Prinz und Prinzessin können sich dabei auf ihren Hofstaat verlassen – auf den Hofmarschall des MKV, auf den persönlichen Adjutanten des Prinzen und den der Prinzessin, auf viele helfende Geister. Leistungsdruck entsteht nicht. Eine Stütze ist auch die MKV Showband, die sich in den Dienst des Karnevals stellt und zum Feiern, Singen und Tanzen motiviert.

Das waren einige herausragende Eindrücke an diesem karnevalistischen Vormittag:

Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit des Miteinanders aller Anwesenden.

Die zwischenmenschlichen Begegnungen per DU und per SIE.

Die Unbekümmertheit des Oberbürgermeisters, dessen Umschlag mit der obligatorischen Spende für die Kinder-Palliativ-Station „Insel Tobi“ noch daheim auf dem Küchentisch lag („Wird nachgeliefert“).

Das „Gänsehaut-Feeling“, welches das Prinzenpaar-Lied vermittelte. „Es ist ein tolles Gefühl und wir feiern heut‘ mit euch Karneval“, singen Prinz und Prinzessin im Prinzenpaar-Lied. Dies ist erstmalig und einmalig, dass ein stimmlich versiertes Prinzen-Duo mit perfekt abgestimmter Körpersprache sein Lied vorträgt und allen Mut zuspricht, sich nicht von den Sorgen von gestern vereinnahmen zu lassen.

Video: MG-heute

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Der nicht enden wollende Aufmarsch der Prinzengarden unserer Stadt mit ihren perfekten Tanzgruppen, mit ihren akrobatischen Show-Einlagen, mit dem begeisterungsfähigen, karnevalistischen Mini- und Jugend-Nachwuchs.

Nach dreißig Jahren Ehe sei das alles zu schaffen, hat die Prinzessin ihrem Freundeskreis versichert. Man traut ihr, Ihrem Prinz, dem Hofstaat und allen Mitwirkenden die Fähigkeit und das Gespür von Wellenreitern zu, die eine Welle zum richtigen Zeitpunkt erwischen. Ein sehr menschliches, warmherziges Prinzenpaar repräsentiert in dieser Session mit wohltuender Unaufgeregtheit den Mönchengladbacher Karneval. „Gladbach hat etwas zu bieten.“ Kein bloßes Versprechen dieser aufblühenden Stadt, in der es nicht nur in diesen Tagen heißt: „Halt Pohl“, „All Rheydt“. „Blüh auf“.

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