Neue Sportanlage Radrennbahn eröffnet

Fotos: Stadt Mönchengladbach

Ein einziges Strahlen bestimmte am Samstag (16. Februar) die Eröffnung der Sportanlage Radrennbahn. Nicht nur vom Himmel strahlte es, auch aus allen Gesichtern. Dazu gab es auch allen Grund, ist doch innerhalb von rund zwei Jahren Bauzeit an der Carl-Diem-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Radrennbahn eine Sportanlage mit einem umfassen Angebot im Bereich des Freizeitsportes entstanden. Diese hat das Land NRW im Rahmen des „NRW-Sonderprogrammes für Hilfen im Städtebau zur Integration von Flüchtlingen“ mit rund 2,15 Millionen Euro gefördert. Durch das neue Multifunktionsgebäude bietet die Anlage aber auch über den Sport hinaus Möglichkeiten zur Begegnung innerhalb des Quartiers. Genau vor diesem hielt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners auch seine Eröffnungsrede: „Was hier entstanden ist, das kann sich wirklich sehen lassen. Und die Anlage führt einen Gedanken fort, den bereits der Gründer des Volksgartens Peter Krall aufgegriffen hat: Es ist eine Anlage für die Menschen, die hier leben, ein Ort der Begegnung für alle.“

Neben einem Kunststoffrasengroßspielfeld bietet die multifunktionale Gesamtsportanlage zusätzliche Sportflächen für Fußball, Basketball sowie diverse leichtathletische Disziplinen. Ein zentrales Kunststoffrasen-Kleinspielfeld, welches durch seinen ovalen Grundriss an die alte Radrennbahn erinnert, vermittelt durch die südlich angeordnete dreireihige Stufenanlage und den gebogenen Ballfangzaun einen attraktiven Stadioncharakter. Es lädt zur vielseitigen Sportnutzung und zum Aufenthalt ein.

Auch die umlaufende rund 600 Meter lange Fitnessrundlaufbahn auf der Krone der ehemaligen Radrennbahn greift optisch die historische Form auf und kann durch ihre LED-Beleuchtung ganzjährig von allen Sportlern des Quartiers genutzt werden. Seitlich angeordnete Fitnessinseln mit Sportgeräten ermöglichen eine Vielzahl von Fitnessübungen. Die Bahn ist nicht nur rollstuhlgerecht ausgebaut, sondern kann durch ihren Asphaltbelag auch von Skatern optimal mit genutzt werden.

Mit ihren 800 Quadratmetenr ist die neue Skateanlage an der Radrennbahn die größte und modernste Anlage der Stadt, die alle Anforderungen an eine Skateanlage erfüllt. Sie zeichnet sich durch eine Mischung aus Street- und Flow-Elementen aus und bietet Anfängern wie auch Fortgeschrittenen unbegrenzte Möglichkeiten ihre Tricks zu trainieren und perfektionieren. Insgesamt besteht der Skatepark aus 6 Rails (Geländer), einem 7 m langen Curb sowie aus Bank/Transition Kombinationen und kann von mehreren Fahrern gleichzeitig genutzt werden. Die Umsetzung erfolgt in einer modernen Ortbeton-Bauweise.

Der Rollbrett Union e.V. (RBU) war von Anfang an der Planung beteiligt. Wünsche und Anmerkungen aus der Szene wurden berücksichtigt und von DSGN CONCEPTS aus Münster in die Planung eingebunden. Dadurch ist die neue Skateanlage perfekt auf die Bedürfnisse der Mönchengladbacher Skateszene ausgerichtet. Zukünftig sind hier von dem Verein außerdem diverse Skate-Workshops und Events sowie eine Trainingsfacility für Nachwuchstalente geplant. Bereits bei der Eröffnung haben auch viele Skater direkt die Chance genutzt und die Anlage ausprobiert. Auch hier war die Begeisterung groß.

Bereits im Mai 2017 ist das neue große Kunststoffrasenspiel mit Flutlichtanlage eingeweiht worden. Die Errichtung erfolgte außerhalb der Landesförderung mit städtischen Mitteln, die Kosten hierfür betrugen rund 685.000 €, die teilweise aus dem Verkauf des Eintrachtplatzes und der Vermarktung dieser Sportfläche als Baugebiet bestritten werden konnten. Damit steht den beiden Vereinen PSV Mönchengladbach und KFC Welate Roj sowie den umliegenden Schulen nun ein modernes, sportfunktionales Spielfeld für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Zusätzlich sind mit einer Weitsprung-, einer Kugelstoßanlage sowie einer 100 Meter Kurzstreckenlaufbahn alle leichtathletischen Bereiche für den Schulsport abgedeckt. Durch ein modernes Farbkonzept in einem frischen Orangeton sind alle Sportflächen optisch miteinander verbunden.

Geplant wurden die Sportflächen durch das Planungsbüro Geo3 GmbH aus Bedburg-Hau, sowie der Hochbau durch dessen Partnerbüro Formfactum GmbH.

Das neue Multifunktionsgebäude zwischen dem Großspielfeld und den Freizeitsportanlagen bietet Platz für Umkleidekabinen, Vereins- und Mehrzweckräume. Aufenthaltsflächen zwischen den verschiedenen Sportflächen bieten Raum für das Nebeneinander, als auch für die Begegnung der unterschiedlichen Sportler.

Die Gesamtkosten der Fördermaßnahme liegen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Weitere Informationen:

Daten zum Multifunktionsgebäude:

35 x 15m großes Gebäude (525 m²)

vier Umkleideräume mit eigenen Duschbereichen zwei Schiedsrichter-/Lehrerkabinen mit Duschen und einem Schreibtisch öffentliche Toiletten sowie ein Behinderten WC mit einer Klappliege und Wickeltisch zwei Lagerräume – ein Gruppenraum (50m²) mit einer Teeküche ein Mehrzweckraum (97m²) mit einer Teeküche Damit sich die verschiedenen NutzerInnen nicht „auf den Füßen“ stehen, haben alle Bereiche des barrierefreien Gebäudes eigene Zugänge.

Quartiersarbeit

Auch unabhängig vom Sportangebot soll der Mehrzweckraum für die Jugend- und Quartiersarbeit nutzbar sein. Der Auftrag zur Entwicklung des entsprechenden Konzeptes wurde an die Sozial Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH vergeben. Nach den bisherigen Plänen könnte das Multifunktionsgebäude unter anderem für Projekte und Angebote des „Runden Tisches“ Hardterbroich-Pesch Projekte zur Integrationsförderung (z.B. durch ABI) Sprachkurse durch freie Träger Spielgruppen, Eltern-Kind-Kurse und Betreuungsangebote des städtischen Jugendamtes Kurse des Stadtsportbundes und von Vereinen genutzt werden.

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