Für „Neues Rathaus“ 20 namhafte internationale Architekturbüros ausgewählt

Rathaus in Venlo als Muster für Mönchengladbach

Über 100 Architekturbüros aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum haben auf eine Wettbewerbsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union hin eine Interessensbekundung mit Benennung von Referenzprojekten eingereicht.

Insgesamt 20 namhafte Büros sind nun von einem Gremium anhand bestimmter, zuvor veröffentlichter Kriterien wie z.B. erweiterter Nachhaltigkeit, Vergleichbarkeit zum Projekt etc. ausgewählt worden, Entwürfe für das neue Rathaus am Standort Rheydt zu erarbeiten. In der Preisgerichtssitzung für die 1. Phase, die für den 17. Juni 2019 vorgesehen ist, sollen aus den 20 Büros maximal sieben Teilnehmer für die 2. Phase ausgewählt werden. Die abschließende Preisgerichtssitzung der 2. Phase ist für den 4. November geplant.

Mit der Durchführung des Wettbewerbsverfahrens beauftragt ist das Berliner Büro für Wettbewerbsmanagement, Architektur und Städtebau.
[Phase eins]

Folgende Büros erhalten nun Mitte März, vorbehaltlich ihrer finalen und förmlichen Zusage, die Auslobungsunterlagen. Im Falle von Absagen wird das Nachrückverfahren angewendet:

Baumschlager Eberle Architekten Hamburg | Hamburg | Deutschland Thomas Müller Ivan Reimann Ges. v. Architekten mbH | Berlin | Deutschland Neutelings Riedijk Architecten B.V. | Rotterdam | Niederlande David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH | Berlin | Deutschland KAAN Architecten | Rotterdam | Niederlande Ortner & Ortner Baukunst Gesellschaft von Architekten mbH | Berlin | Deutschland kadawittfeldarchitektur GmbH | Aachen | Deutschland Sauerbruch Hutton | Berlin | Deutschland Hascher Jehle Design GmbH | Berlin | Deutschland HPP Architekten GmbH | Düsseldorf | Deutschland Max Dudler | Berlin | Deutschland gmp Generalplanungsgesellschaft mbH | Aachen | Deutschland PFP Planungs GmbH | Hamburg | Deutschland Kleihues + Kleihues | Berlin | Deutschland GONZALO MOURE, ARCHITEKT und AXIOM S.L. | Madrid | Spanien Marte.Marte Architekten | Feldkirch | Österreich RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH | Düsseldorf | Deutschland Schmidt Hammer Lassen Architects | Kopenhagen | Dänemark Benthem Crouwel Architects | Amsterdam | Niederlande sop architekten GmbH | Düsseldorf | Deutschland

Mit dem Projekt Rathaus der Zukunft mg+ verfolgt die Stadt das Ziel, die Anzahl der 26 dezentralen Verwaltungsstandorte zu reduzieren.
Ein 160 Millionen Euro Projekt.
Für den zentralen Standort in der Rheydter Innenstadt stehen die drei Gebäudekomplexe historisches Rathaus, Karstadt-Gebäude und Stadtsparkasse für einen Um- und Neubau zur Verfügung, wobei das Gebäude der Stadtsparkasse abgerissen werden soll. Neben den Arbeitsplätzen für etwa 1.900 Mitarbeiter von 20 Fachbereichen der Verwaltung und der städtischen Töchter sind unter anderem ein Sitzungsort des Stadtrats, eine Filiale der Stadtsparkasse sowie die derzeit bereits im Rathaus Rheydt ansässige Stadtteilbibliothek anzuordnen.

„Mit dem Projekt haben wir die Chance, optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie optimalen Service für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und gleichzeitig den Standort Rheydt zu stärken“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, zugleich einer der Sachpreisrichter im Preisgericht. „Für Mönchengladbach als Stärkungspaktkommune ist die Wirtschaftlichkeit eines neuen Verwaltungsgebäudes Grundlage für alle weiteren Planungen. Der zentrale Neubau muss wirtschaftlicher sein, als die Fortführung des derzeitigen Bestands. Dass dies möglich ist, hat eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung belegt“, so Reiners weiter.

Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin, einer von acht Fachpreisrichtern, stellte im hochkarätig besetzten Preisrichterkolloquium noch einmal die Rahmenbedingungen und Kriterien des Wettbewerbsverfahrens sowie die grundsätzliche auf der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt basierende Zielsetzung vor.
„Was wir suchen, ist ein Partner für die nächsten Jahre, der mit dem wohl größten Bauvorhaben seit langem die Grundphilosophie mit trägt, ein modernes Rathaus der Zukunft zu entwickeln, dass den zeitgemäßen Ansprüchen von der modernen Arbeitswelt bis zur Digitalisierung unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit kurz-, mittel- und langfristigen gerecht wird. 26 Verwaltungsstandorte sind jedenfalls für uns nicht die Zukunft“, so Dr. Gregor Bonin.

Grundlage des Vorhabens sind Ende vergangenen Jahres getroffene Ratsbeschlüsse, unter anderem zu den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Raumbedarfsplanung, Wettbewerbsverfahren und Digitalisierung. Ziel ist der Bau eines zukunftsweisenden Ensembles, das in innovativer und zugleich wirtschaftlicher Form den Raum für Kommunikation, Bürgerservice und ein zeitgemäßes, gesundes Arbeitsumfeld schafft. Dabei soll das Projekt auch in ökologischer Hinsicht Maßstäbe setzen und innovative Konzepte zur erweiterten Nachhaltigkeit, wie z.B. die des „Cradle to Cradle“-Prinzips nach dem Vorbild des neuen Rathauses in Venlo aufnehmen und Prinzipien des gesunden Bauens im Sinne des „Healthy Building Network“ zur Grundlage nehmen, in dessen Organisation Mönchengladbach federführend aktiv ist. „Angestrebt wird weniger ein per se repräsentatives Gebäude, sondern ein Ensemble, das der Geschichte, dem Selbstverständnis und den Zukunftszielen der Stadt und dem konkreten Ort Rechnung trägt und diese Haltung in seiner Architektur nachvollziehbar vermittelt“, heißt es in dem Auslobungstext

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