BIS-Zentrum: Kultur-Politik fordert Neubau am Abteiberg

Das sanierungsbedürftige BIS-Zentrum an der Bismarkstraße.

Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin konnte ein erfreutes Lächeln nicht unterdrücken, als sein Dezernenten-Kollege Dr. Gert Fischer am vergangenen Donnerstag eilig vom gerade beendeten Kulturausschuss im noch stattfindenden Bauausschuss eintraf.
Dr. Fischer brachte für viele im Ratssaal eine freudige Botschaft mit und erhielt sofort Rederecht: der Kulturausschuss hatte wenige Minuten vorher den Antrag der Verwaltung auf umfängliche Sanierung des BIS-Zentrums an der Bismarkstraße abgelehnt und mit einem GroKo-Antrag den Neubau eines Zentrums am Abteiberg beantragt. Diesem Antrag, wohl im Vorfeld mit unserem Baudezernenten besprochen, wurde im Kulturausschuss mit der Stimmenmehrheit der GroKo zugestimmt.
Ob Mönchengladbach sich einen solchen Neubau leisten möchte oder auch seriös finanzieren kann, werden die weiteren Beschlüsse im Finanzausschuss, im Hauptausschuss und im Rat zeigen.
Bemerkenswert: ein Antrag der Opposition auf Verschiebung des Beschlusses in den nächsten Ratszug, wurde von den Kulturpolitikern der GroKo abgelehnt, obwohl die Opposition bisher keine Möglichkeit hatte, über diesen Antrag zu beraten.
Dieser offene Machtmissbrauch sollte zu denken geben.

4 Kommentare zu "BIS-Zentrum: Kultur-Politik fordert Neubau am Abteiberg"

  1. Sehr geehrter Herr Wendler,
    sehr geehrte Damen und Herren,
    die Darstellung im Zusammengang des BIS -Antrages ist irreführend und falsch. Falsch, weil die Ablehnung der Vertagung in den nächsten Ratszug ein Wortbruch gegenüber dem Verein gewesen wäre und alle Bezeiligten über das Thema ausführlich unterrichtet waren. Irreführend ist die Darstellung, weil sie bei den Lesern Reaktionen auslöst, die völlig unangemessen sind.
    Ob das BIS nun an den Abteiberg umzieht oder ob an der Bismarckstrasse saniert wird, wird sich nach der Bearbeitung des Antrages durch die Verwaltung zeigen.
    Mit besten Grüßen
    Ulrich Elsen

  2. Der Verlust von Würde gefährdet unsere Demokratie.

    Ergo gefährdet diese politische Praxis unser Gemeinwesen in Mönchengladbach.
    Dieser Spaltpilz, gepflanzt durch Kultur-Politiker, unterstützt durch eine temporäre Machtposition zweier Parteien, ist Gift für Zukünftiges.

  3. Herbert Grütter | 11. März 2019 um 09:29 | Antworten

    Diktatur nenne ich so eine Vorgehensweise. In China gab es einmal eine Viererbande…

  4. Selbst auf Mönchengladbach heruntergebrochen geht so nicht Politik. So zu verfahren miteinander, ist in höchstem Maße schmutzig und verabscheuenswert. Die Handelnden sollten sich schämen, wenn sie das noch könnten.

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