„Ein weiterer Schritt zum Abbau der Zwei-Klassen-Medizin“

Für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ist es mitunter mühsam, einen Arzttermin zu bekommen. Gerade in akuten Fällen müssen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung oftmals länger auf einen Termin warten als Privatversicherte. „Dass gesetzlich Versicherte oft Patienten zweiter Klasse sind, ist zutiefst ungerecht. Seit Jahren setzt sich die SPD für eine Abschaffung dieser Zwei-Klassen-Medizin und der Einführung einer Bürgerversicherung ein. Allerdings weigert sich unser Koalitionspartner bisher dem zuzustimmen“, informiert die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel aus Mönchengladbach.

„Gestern ist uns ein wichtiger Schritt zum Abbau der Zwei-Klassen-Medizin gelungen, als wir im Bundestag das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) beschlossen haben“, erklärt Yüksel.

Das Gesetz regelt, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gesetzlich Versicherten mehr Sprechstundentermine anbieten müssen. Statt bisher 20 Stunden wöchentlich stehen nun mindestens 25 Sprechstunden zur Verfügung. Mit dem Gesetz werden auch die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung ausgebaut. Bislang vergeben diese Stellen nur Termine für Fachärztinnen und Psychotherapeuten. Zukünftig sind sie unter der Nummer 116 117 für die ambulante Versorgung und für Notfälle rund um die Uhr ansprechbar. Die Servicestellen können den Patientinnen und Patienten außerdem bei der Suche nach dauerhaft behandelnden Haus- oder Kinderärzten unterstützen. „Damit erhöhen wir erheblich die Serviceleistungen für gesetzlich Versicherte und stellen sicher, dass sie schneller einen Arzttermin bekommen. All diese Punkte sind weitere Schritte, um die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland abzubauen“, betont Yüksel abschließend.

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