‚Der marktgerechte Patient – In der Krankenhausfabrik‘

Ein Film von unten von Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Das seit 2003 verbindliche Vergütungssystem für Krankenhäuser, das sog. Fallpauschalensystem (englisch: diagnosis relatet groups – DRG) ordnet jeder diagnostizierten Krankheit einen Preis zu. Wer dabei mit wenig Kosten den Patienten in schnellst möglicher Zeit wieder entlassen kann, macht Gewinn. Wer sich intensiv auf die Patienten einlässt macht Verluste.
Die Einführung des Fallpauschalensystems war der entscheidende Schritt zur Kommerzialisierung der Krankenhäuser, die bis dahin auch von ideellen Werten wie Empathie und Fürsorge getragen wurden. Wirtschaftsberater durchforsten seither diverse Abteilungen, ob
Vorgänge effizienter gestaltet werden können und dabei weniger Personal benötigt wird. Die Frage ist nicht mehr so sehr: Was braucht der Patient? Sondern: Was bringt er uns? Viele ÄrztInnen und KrankenplegerInnen können in diesem System nicht mehr arbeiten ohne selbst krank zu werden.
„Wären die DRG’s ein Medikament, so müsste man sie mit sofortiger Wirkung vom Markt nehmen. Alle versprochenen Wirkungen sind ausgeblieben und alle Nebenwirkungen sind eingetreten.“ resümiert der Berliner Ärztekammerpräsident Dr. Günther Jonitz ‚Der Marktgerechte Patient‘ handelt von den fatalen Folgen der Fallpauschalen. Zu Wort kommen Mediziner, Pflegepersonal, Patienten, Krankenhausmanager und Gesundheitsaktivisten.
Die scharfe Analyse bietet Argumente für allen, die sich für eine
menschenwürdige und soziale Gesundheitsversorgung einsetzen wollen.

Ort: Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach Lüpertzender Straße 69
Zeit: 28.3.2019 19:00 Uhr
Eintritt: Frei

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