Signale für preisgebundenen/sozialen Wohnungsbau in Mönchengladbach

Auch sie tragen für Wohnungen in Mönchengladbach große Verantwortung: v.l.: Sozialdezernentin Schall; Baudezernent Dr. Bonin und OB Reiners

In ganz NRW wurden 2018 fast 6% mehr Wohneinheiten genehmigt, davon mit 14,4% überdurchschnittlich viele in Mehrfamilienhäusern. Mönchengladbach bleibt dabei allerdings ein weißer Punkt auf der Karte, denn mit unter 20 Baugenehmigungen je 10.000 Einwohnende stehen nur 11 andere Kommunen ähnlich schlecht dar.
„Bei der Genehmigung neuer Wohngebäude konnten einzig die Einfamilienhäuser zulegen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Da wo Mönchengladbach dringenden Bedarf hat, bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, sind die Genehmigungen rückläufig. So kann der benötigte günstige Wohnraum nicht geschaffen werden.“

Bundes-Signale

Landes-Signale

Signale aus der Kommune

Gülistan Yüksel:

Vornehmlich Familien, aber auch Paare und Alleinstehende haben Probleme, bezahlbaren Wohnraum in den Städten zu finden. Deswegen hat sich die SPD in der Regierung dafür eingesetzt, dass der Bund die Länder beim Bau von Sozialwohnungen stärker als bisher unterstützt.

Für das Jahr 2019 wurden die Finanzmittel um 500 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt. Insgesamt stellt der Bund in dieser Wahlperiode 5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. „So wird mehr preiswerter Wohnraum in den Kommunen geschaffen und der Druck auf die Mietpreise gemindert“, so Yüksel.

Andreas Teerhag:

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit, dass 2019 ganze 1,278 Milliarden Euro landesweit für die öffentliche Wohnraumförderung zur Verfügung stehen. Allein in Mönchengladbach können 12,985 Millionen für die Schaffung und Erhaltung von preisgebundenem Wohnraum genutzt werden – so viel gab es noch nie!

Der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Andreas Terhaag (FDP) zeigt sich darüber  begeistert: „ Ausreichend bezahlbarer Wohnraum ist für mich ein persönliches Herzensthema. Für meine Heimatstadt Mönchengladbach wird ein Budget von 8,8 Millionen für den Mietwohnungsbau, 2,7 Millionen für Eigentumsförderung und 1,485 Millionen Euro für Modernisierungsförderung bereitgestellt. Damit wird ein riesiger Schritt in Richtung Lebensqualität für alle getan.“  Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gibt damit ein klares Bekenntnis für den öffentlichen Wohnungsbau ab: Neubau von Mietwohnraum, dringende Modernisierung von Wohnraum alter Bestände, Schaffen von studentischem Wohnraum, Investitionen in Barrierefreiheit und energetische Gebäudesanierung sowie Eigentums­förderung. Die Förderkonditionen wurden noch einmal verbessert. Terhaag ist optimistisch: „ Am Geld wird in Mönchengladbach kein gutes Projekt scheitern. Dafür werden wir sorgen!“

GroKo- Mönchengladbach:

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Seitens der politischen Vertreter der GroKo in Mönchengladbach gibt es keine Hinweise oder Signale zur Schaffung von Mietwohnungen im Sozialen Wohnungsbau.

Selbst die kommunalen Wohnungsbau-Unternehmen werden nicht in die Lage versetzt, ihre ureigensten Aufgaben zu erfüllen: bezahlbarer Wohnraum für alle.

2 Kommentare zu "Signale für preisgebundenen/sozialen Wohnungsbau in Mönchengladbach"

  1. Christoph Rönig | 7. April 2019 um 14:45 | Antworten

    Klüngel müsste ja erst einmal bewiesen werden, und das gelingt selten bis nie. Also wird Politik sich an dieser Stelle fürchterlich empören, wie sie das ja immer dann tut, wenn Bürger aus Erfahrungen resultierend, Gedanken aussprechen.
    Aber ich bin dabei. Irgendeinen Weg wird es geben, die Gelder ins BIS zu bringen. Die Freunde der Kunst haben eine ansehnliche Anhängerschaft und die Vernetzung, früher nannte man das Seilschaften, sollte man nicht unterschätzen. Wir werden sehen was passiert. Fakt ist jedenfalls, daß die fließenden Gelder nicht zur Befriedigung von Schöngeistern und Visionären gedacht sind. Meinem Herzen für Kunst gebiete ich Schweigen, wenn ich die Wohnsituation in Mönchengladbach betrachte.

  2. Berthold Serbus | 7. April 2019 um 13:16 | Antworten

    Bin gespannt, für welche „Projekte“ die Gelder denn diesmal zweckentfremdet ausgegeben werden.
    Letztes Beispiel waren die Gelder für die „Gute Schule“. Etliches wurde nicht für die Schulen eingesetzt.

    Aber wir haben ja ausreichend wichtigeres zu tun in Mönchengladbach, denke dabei an den Umzug des BIS zum Kulturhügel. Und weiter der Fortschritt des Abteiberges, des Museums, eine Garage darunter. Ein neues Rathaus.
    Alles wichtiger für unseren Oberbürgermeister und die GroKo als bezahlbarer Wohnraum.
    Wozu wir die städtischen Wohnungsbaugesellschaften haben, das kann kein „Zugereister“ erkennen.
    Klüngel könnte der richtige Begriff sein.

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