SPD macht nun auch Wohnungsbauförderung zum Thema

Auch in diesem, an der Konstantinstraße in Giesenkirchen gelegenen Mehrfamilienhaus der Städtischen Kreisbau AG hätten nach heutigen Regeln Sozailwohnungen gebaut werden können.

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware.

In nächster Zeit sollen Bebauungspläne im Planungs- und Bauausschuss der Stadt beraten und entschieden werden.
Dazu will die SPD-Mönchengladbach erreichen, die heute geltende Regelung für sozialen Wohnungsbau in Mönchengladbach, nicht höher als viergeschossig zulässig, per Ausnahmegenehmigung, wie für Düsseldorf, Bonn und Köln geschehen, zu ändern. In den anliegenden Dokumenten verweist die SPD auf ihre Bemühungen, vor Baugenehmigung (Seestadt, Maria-Hilf-Terassen etc.) etwas schriftlich aus Düsseldorf zu erhalten. Darauf weist Thomas Fegers, Fraktionsgeschäftsführer im Gespräch hin. „Erst nach schriftlichem Vorliegen einer positiven Antwort werden wir den Anträgen zustimmen“, so seine Aussage.

Die Meldung der Mönchengladbacher SPD:

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Diese Feststellung gilt nicht mehr nur für Metropolen wie Köln, München oder Berlin. Das Problem ist längst auch in nordrhein-westfälischen Städten wie Mönchengladbach angekommen. „Es zählt jede neue Wohnung, die wir im sozial geförderten Segment neu bauen können. Dabei sehen wir vor allem die städtischen Wohnungsbauunternehmen in der Pflicht. Daher stellen wir Kreisbau und GWSG gerade komplett neu auf. Sozial geförderte Wohnungen kann ich aber nur dann bauen, wenn auch ausreichende Fördermittel zur Verfügung stehen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.

Neben den Fördergeldern, die Land und Bund zur Verfügung stellen, braucht es aber auch praktikable Förderrichtlinien. Hans-Willi Körfges, Mönchengladbacher Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Landtagsausschusses für Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen engagiert sich zurzeit für eine Änderung der Fördervoraussetzungen: „In der aktuellen Richtlinie gibt es eine klare Grenze. Geförderte Wohnungen dürfen demnach nur in Häusern mit maximal vier Vollgeschossen errichtet werden. Bleibt diese Regelung so bestehen, wäre das für Städte wie Mönchengladbach fatal. Gerade große Neubaugebiete wie die Seestadt oder die Maria-Hilf-Terrassen würden demnach arge Probleme bekommen.“ Der entsprechende Antrag der SPD-Landtagsfraktion geht diese Woche in die parlamentarische Beratung. Körfges und seine Mönchengladbacher Kolleginnen und Kollegen versprechen sich davon bessere Voraussetzungen für den sozialen Wohnungsbau.

Thomas Fegers, planungspolitischer Sprecher fordert rasch Klarheit: „Die SPD-Fraktion hat immer klar gesagt, dass wir die Pläne in der Seestadt nur dann unterstützen, wenn im nennenswerten Umfang bezahlbare Wohnungen entstehen. Wir erwarten, dass zukünftig auch Wohnungen in Häusern mit mehr als vier Vollgeschossen gefördert werden können. Nur mit dieser Genehmigung können wir endlich vorankommen! Entweder wird die Richtlinie geändert oder Mönchengladbach bekommt die verbindliche Zusage des Ministeriums, abweichend höher zu bauen. Niemand will Hochhausghettos wie in den 60er und 70er Jahren. Daher macht es Sinn, dass es mehr soziale Vielfalt in den Quartieren gibt und auch innerhalb eines Hauses sowohl geförderte, als auch freifinanzierte Wohnungen gebaut werden. Diese integrierten Lagen haben wir in Mönchengladbach, sodass ich hoffe, schnell zu Ergebnissen zu kommen. Gelingt das nicht, müssen wir für unsere Stadt komplett neu denken.“

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