Vor dem Sommerurlaub: Auf Impfschutz achten!

Ralph Köllges, Mit-Initiator des Mönchengladbacher Impfbündnisses, impft Sozialdezernentin Dörte Schall.

Ein lückenhafter Impfschutz hat viele Ursachen. Der häufigste Grund einer nicht durchgeführten Impfung ist das „Vergessen“.
Diese Erfahrung machte jetzt auch Sozialdezernentin Dörte Schall, die noch vor zwei Wochen bei der Gründung des Mönchengladbacher Impfbündnisses gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Kinderarzt Ralph Köllges und Dr. Heribert Hüren (Vorsitzender der Kreisstelle der Ärztekammer Nordrhein) den Masern und anderen Infektionskrankheiten den Kampf angesagt hat.

„Bei der Vorstellung des Bündnisses habe ich einen Termin für eine Reiseimpfung vereinbart“, so die Dezernentin für Recht, Soziales, Jugend, Gesundheit und Verbraucherschutz. Jetzt erfolgte der Arztbesuch. Dörte Schall brachte ihren Impfpass mit und war überrascht: „Insgesamt acht Impfungen müssen aufgefrischt werden. Ich habe beispielsweise nicht gewusst, dass Frauen, die bisher einmalig gegen Röteln geimpft worden sind, eine weitere Impfung gegen Röteln erhalten sollten.“ Ralph Köllges kennt das: „Der klassische Fall! In der Kindheit erfolgte der Impfschutz, aber keine Überprüfung und Auffrischung im Erwachsenenalter.“

Bei Reisen nach Afrika, Asien und Amerika, aber auch ans Mittelmeer und nach Süddeutschland (FSME-Virus), wird ein unterschiedlicher Impfschutz empfohlen. „Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Reiseimpfungen. Jeder, der seinen Sommerurlaub plant, sollte sich im Vorfeld schon Gedanken machen, welchen Impfschutz er braucht“, fügt die zweifache Mutter hinzu. Und manchmal ist die Reiseimpfung eine gute Gelegenheit, seinen Impfschutz aufzufrischen.

Hintergrund: Weil Impfung der beste Schutz vor der Krankheit und ihren Folgen ist, wurde Anfang April die Gründung eines Impfbündnisses Mönchengladbach unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners beschlossen. Ziel der Bündnispartner ist es, die Durchimpfungsrate in allen Bereichen zu steigern, Impflücken zu schließen und den hohen Stellenwert des Impfens für die Gesundheit der Bevölkerung zu verdeutlichen. Zur Teilnahme am Impfbündnis sind neben Institutionen der Gesundheitsversorgung ausdrücklich auch Firmen, Betriebe, Vereine, Behörden, Schulen, und Kindertagesstätten eingeladen. Gerade die nicht primär im medizinischen Bereich tätigen Bündnispartner sollen dafür sorgen, dass „Impfen“ den notwendigen hohen Stellenwert in der Bevölkerung bekommt.

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