Wohin steuert „Fridays for Future“?

Pünktlich um 18:00 Uhr am Freitag setzte sich der Demo-Zug der Demonstranten von „Fridays for Future“ vom Hbf. Mönchengladbach in Richtung Sonnenhausplatz in Bewegung. Schon gewohnheitsmäßig ruhig bis desinteressiert schienen die Menschen am Wegesrand die lautstark geschmetterten Schlachtrufe aufzunehmen.
Nicht in vielen Gesichtern der Passanten war reine Zustimmung zu lesen.

Auf dem Sonnenhausplatz wurden Vorwürfe gegen die „Älteren“ formuliert. Anschließend ging es weiter zum Alten Markt. Dort, vor den Lokalen mit Aussengastronomie ging es in der Hauptsache um Plastikmüllvermeidung und die verheerenden Folgen, gäbe es ein „Weiter so“ wie bisher.

Es verstärkt sich der Eindruck: die Steuerung der Gruppe durch Aussenstehende/Interessengruppen erhöht sich von Woche zu Woche.
Es sind nicht mehr nur Schüler und Studenten, die jeden Freitag in Mönchengladbach für eine gut gemeinte Sache, für unser Weltklima auf die Straße gehen. Authentizität geht verloren.


4 Kommentare zu "Wohin steuert „Fridays for Future“?"

  1. Ernst Hufnagel | 29. April 2019 um 14:55 |

    Die Akteure der Kampagne und deren Unterstützer, ob aus der politischen Ecke oder sonst woher, sie dürften mal den Text des ersten Videos verstehen üben.
    So beginnt die Spaltung einer Gesellschaft. Mit dem Vorwurf des Egoismus gegen „Ältere“ und das Hass schüren gegen Jene , die schon jetzt „zu viel Geld“ haben, die sich „nur“ eine Insel kaufen müssen um zu überleben, das ist Ausgrenzung und Rechtspopulismus. Ist das das eigentliche Ziel?
    Schade um Friday for Future.

  2. Peter Josef Dickers | 29. April 2019 um 11:56 |

    Selbstverständlich machen die jungen Leute alles richtig. Kritischer, Fragen stellender Journalismus missversteht die nicht mehr nur jungen Marschierer. Festzustellen, dass deren Aktionismus zur autistischen Selbstdarstellung ausufert, verbietet sich, weil das manchen politischen Interessenvertretern nicht in den Kram passt.

  3. Ralph Kettler | 29. April 2019 um 10:25 |

    Ebenso wie diesen Journalismus (diesen Beitrag), ohne Inhalt und Recherche und Fakten, verstehe ich den letzten Satz des Artikels nicht. Wenn eine Bewegung eine breitere Basis, weiter Facetten, erhält, verliert sie also an Authentizität!? *Kopfkratzsmiley*

  4. Ich kann dem Artikel nicht ganz folgen, denn die angebliche „Vorwürfe gegen die Älteren“ sind ja mit dem Video belegt eine Frage was die ältere Generation für Probleme hatte und was sie gemacht hätten. Das untermauert mit einem Zitat einer Rede eines Jugendlichem vor der UN aus den 90er Jahren.

    Und dann der angebliche Einfluss von Interessensgruppen außerhalb der F4F Jugendlichen, ist es da nicht viel mehr so, dass inzwischen die „Grünen Alten“, die als einzige permanent mit parteipolitik Auftraten nun auch gemerkt haben, dass das falsch war? Ganz anfangs waren es auch vereinzelt PIRATEN die mit Fahne erschienen. Soli Erklärungen der Jusos … all das ist doch gerade raus. Die Jugendlichen haben genau diese Vereinnahmung „abgewehrt“ ;-)

    Trotzdem sind natürlich „Politiker*innen“ vor Ort dabei. Das kann aber auch nicht falsch sein, wenn sie zuhören und zuschauen. Wohl sind manche allerdings nur anfangs dabei um ein Foto zu machen und zu posten. Andere bleiben länger, weil sie es ernst nehmen … das werden die Jugendlichen schon einzuordnen wissen ;-)

Kommentare sind deaktiviert.