Rat beschließt Aufhebung der Geschwister-Endepohl-Stiftung

Der Rat der Stadt hat in seiner heutigen Sitzung (29. Mai) die Aufhebung der Geschwister-Endepohl-Stiftung beschlossen. Die mehr als 50 Jahre alte Stiftung wurde gegründet, um gemäß Satzung von 1961 ältere und hilfsbedürftige Kaufleute, Witwen und Kinder in Rheydt zu unterstützen. Bisher hat die Stadt die unselbstständige Stiftung verwaltet, konnte aber den Stiftungszweck seit Jahren nicht mehr auf Dauer erfüllen, da nach heutiger Rechtslage ein Anspruch auf Sozialleistungen zur Existenzsicherung besteht und etwaige Ansprüche durch Stiftungsleistungen gemindert werden. Die Prüfung alternativer Lösungen zur Erfüllung des Stiftungszwecks blieb ohne Ergebnis.

Das Stiftungsvermögen in Höhe von etwa 61.300 Euro soll jetzt für eine Anschlussfinanzierung des Quartiersmanagements Rheydt und insbesondere für das Leerstandsmanagement in Rheydt eingesetzt werden. „Der Stiftungszweck war für Menschen in Rheydt gedacht. Insofern haben wir eine Verwendung des Betriebsvermögens mit einem direkten Bezug zum Stadtteil gesucht und mit der Sozialen Stadt Rheydt gefunden. Ich bin überzeugt, dass das auch im Sinne der Stiftungsgründer ist“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Die Gelder stehen im Programmgebiet „Soziale Stadt Rheydt“ im Jahr 2021 und gegebenenfalls im Jahr 2022 zur Verfügung.

1 Kommentar zu "Rat beschließt Aufhebung der Geschwister-Endepohl-Stiftung"

  1. M. Schreiner | 30. Mai 2019 um 11:23 | Antworten

    Wie peinlich Herr Reiners.
    Der Stiftungszweck war die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen der Stadt, in dem die Stifterinnen lebten. Die hieß Rheydt.

    Den Zweck blendet der Stadtrat vollkommen aus und stopft mit dem übriggebliebenen Vermögen mögliche Haushaltlöcher eines städtischen Projektes, das den Niedergang des Einzelhandels in Rheydt lindern soll.

    Ergebnis und Fazit: Keine Stiftung in die Hand der öffentlichen Verwaltung gelangen lassen.
    Weder Verwaltung noch Politik (GroKo) können sinnvoll damit umgehen. Selbst das können sie nicht Herr Reiners.

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