Des Theaters zweiter Akt:
Demo: Bündnis „Mönchengladbach stellt sich Quer“ (MSSQ) vs. Rechts

Die Besucher der Lokalitäten auf dem Rheydter Markt mußten ein abstoßendes Schauspiel mit ansehen, viele verließen den Platz.

Wie lange muß Demokratie DAS aushalten?

Diese Frage stellten sich wohl nicht wenige der sonntäglichen Besucher des Rheydter Marktplatzes, die nicht aufgrund der Demonstration gekommen waren, sondern ihre Freizeit bei herrlichem Sonntagswetter genießen wollten.

Das Bündnis MSSQ während der Demo in Rheydt

Es standen sich zwei gleichgroße Lager gegenüber, die ihre Meinung in lautstarken Sprechchören ausdrückten.
Eine Hundertschaft Polizei hielt die beiden Lager voneiander fern.

Die Polizei zieht in einer Erklärung Bilanz:

Die Demonstrationen des Vereins „Mönchengladbach steht auf“ und des Bündnisses „Mönchengladbach stellt sich quer“ sowie die Versammlung der Partei „BIG“ wurden pünktlich beendet.
Ersterer schlossen sich ca. 260 Teilnehmer an, der entsprechenden Gegendemo letztendlich ca. 300 Teilnehmer. Bei der Versammlung der Partei BIG waren bis zu 24 Teilnehmern.

   Die Versammlungen sind insgesamt friedlich verlaufen. Die Auflagen wurden grundsätzlich beachtet. Vereinzelt kam es zu polizeilich relevanten Ereignissen.

   So ereignete sich im Vorfeld der Versammlungen an der Wickrather Straße eine Auseinandersetzung zwischen einzelnen Personen aus der salafistischen Szene und Personen, die mit entsprechenden Plakaten auf dem Weg zu der Versammlung „Mönchengladbach steht auf“ waren.

Hierbei wurde niemand verletzt.

   Innerhalb der Versammlung „Mönchengladbach steht auf“ wurde bei zwei Teilnehmern jeweils ein verfassungswidriges Tattoo festgestellt.

Beide wurden kurzzeitig aus der Demonstration entfernt und bedeckten selbiges für den Rest der Versammlung. Darüber hinaus kam es in einem Fall zu einer Beleidigung durch einen Redner. Entsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt.    Insgesamt wurden 25 Personen in Gewahrsam und zwei Personen festgenommen. Alle Personen waren der salafistischen Szene zuzuordnen. Weiterhin fertigte die Polizei 15 Strafanzeigen wegen Beleidigung, zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung, zwei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und acht Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Ferner stellte die Polizei acht Gegenstände (Schlag-, Hieb- und Stichwaffen) sicher. (cw)


1 Kommentar zu "Des Theaters zweiter Akt:
Demo: Bündnis „Mönchengladbach stellt sich Quer“ (MSSQ) vs. Rechts"

  1. Klemens Hanz | 2. Juni 2019 um 20:34 | Antworten

    „Das muß Demokratie aushalten“. Mittlerweile ist das fast ein running Gag. Ich bin zu 100% Demokrat, aber immer häufiger denke ich, daß Demokratie von gewissen Elementen einfach für ihre Zwecke missbraucht wird. Die einzige, gleichzeitig allerdings auch grösste Hürde sehe ich persönlich in der Frage, wer soll wo, nach welchen Kriterien, die rote Linie ziehen. Über das „Wehret den Anfängen“, sind wir lange hinweg.

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