Wenn nicht drin ist was drauf steht

Grafik: Stadt Mönchengladbach

Trotz übergroßer Sommerhitze waren acht Bürger im Rathaus erschienen.
Sie mußten großes Interesse haben an den angekündigten Informationen unserer Bauverwaltung.
Zwischen Vitusstraße und Vituspark sollen neue Wohnhäuser gebaut werden. Ein Investor hat Interesse bekundet, hat die entsprechenden Grundstücke gekauft und will die noch stehenden Gebäude abreißen lassen. Anschließend sollen auf dem Gelände 7 Gebäude, 3-4 geschossig, mit ca. 100 Wohnungen gebaut werden. Ganz im Sinne unserer Stategie MG+ betonte der Verwaltungsfachmann.

Dies alles war den acht Bürgern bereits bekannt als sie in den Ratssaal in Rheydt kamen.
Sie wollten mehr wissen. Zwei freundliche Verwaltungsmitarbeiter hatten leider keine Antworten parat, oder vielleicht doch?
Wann mit dem Abriss der heruntergekommenen Gebäude zu rechnen sei fragte eine Anwohnerin. Sie bezeichnete den Zustand als abscheulich.
Der Antrag sei durch den Investor eingereicht worden, er werde nun geprüft und dann werde es auch im Interesse des Investors sein, den Abriss zu beginnen.

Wann mit dem Baubeginn der neuen Wohngebäude zu rechnen sei, fragt die Dame nach. Das könne man nicht beantworten, das Verfahren habe gerade erst begonnen und müsse seinen Weg gehen. Möglicherweise könne mit dem Baustart Ende 2020 gerechnet werden.

Ob auch an die Parkplatzsituation im Wohngebiet gedacht werde, diese sei bereits aktuell sehr problematisch.
Es gab Antworten. Per Gesetz sei der Investor verpflichtet, er plant eine Tiefgarage, pro Wohneinheit einen Parkplatz nachzuweisen, außerdem je drei Wohnungen einen Besucherparkplatz. Jedoch werde gerade die Stellplatz-Satzung neu erarbeitet und es könne deshalb Änderungen geben, auch die ausstehende Beurteilung der ÖPNV-Situation im Gebiet könne die Anforderungen verändern.
Es werde einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor geben, darin würde alles geregelt, auch die Mischung der Wohnungsformen, ob behindertengerecht, altengerecht, sozial-gefördert, ob Mietwohnung oder als Eigentum. Nach einem Spielplatz wurde nicht gefragt. Sicher wird auch diese Frage geregelt.
Wichtige Info: Fragen können auch im Internet auf der Stadtseite gestellt werden, ebenso Anregungen gegeben werden, das war eine klare Ansage.

4 Kommentare zu "Wenn nicht drin ist was drauf steht"

  1. Was soll die Schulmeisterei, bin nach 10 Minuten wieder gegangen, es gab keine Fakten für uns. Dabei nennt sich das ganze Verfahren doch frühzeitige Bürgerbeteiligung. Aber woran soll ich mich beteiligen Herr Rütten, wenn die Stadt mir keine Fakten nennt. Bloß Bilder gucken kann ich auch in der Zeitung, dafür muss ich nicht ins Rathaus gehen. Und eine Beteiligung im Internet ist zum jetzigen Zeitpunkt auch sinnlos, ohne Faktenbekanntgabe seitens der Planer oder der Pressestelle.
    Auch im RIS gibt es nur Vages.

  2. Hallo Harald, hallo Frau Stelters, offenbar haben Sie die falschen- und zu diesem Zeitpunkt des Planungsverfahrens unerfüllbare- Erwartungen an den Zweck der Infoveranstaltung gehabt. Das ist schade, aber dass es hier noch keine Antwort auf Baubeginn etc. geben könnte, müsste aus der Ankündigung ersichtlich gewesen sein. Ziel war es ja gerade, interessierte Bürger möglichst frühzeitig und vor den noch zu fällenden politischen Beschlüssen einzubinden (was ja im Interesse der Betroffenen sein sollte und regelmäßig angemahnt wird). Die Ankündigung lautete:

    „Am Dienstag, 23. Juli, informiert die Stadt um 18 Uhr bei einer Bürgerinfoveranstaltung im Ratssaal des Rathauses Rheydt über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung für die neue Wohnbebauung zwischen Vitusstraße und Vituspark (Bebauungsplan Nr. 797/N). Auf dem Gelände eines ehemaligen Gewerbebetriebs im Stadtbezirk Nord sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Wohngebäuden geschaffen werden. Ein Investor hat signalisiert, hier mit einem Neubau auf diesen Flächen Eigentums- und Mietwohnungen realisieren zu wollen. Für den Neubau sind derzeit drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit Staffelgeschoss geplant. Insgesamt rund 100 Wohneinheiten könnten hier nach aktuellem Stand der Planung entstehen.

    Die Bürgerinnen und Bürger haben außerdem die Möglichkeit, die Vorentwürfe in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August montags bis donnerstags von 7:30 Uhr bis 16 Uhr sowie freitags von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung, Rathaus Rheydt (Eingang G, Foyer im dritten Obergeschoss), einzusehen und sich zu äußern. Verfügbar sind die Vorentwürfe während der Auslegungsfrist auch im Internet auf der Homepage der Stadt Mönchengladbach unter „Aktuelle Bauleitplanverfahren“.“

    • Harald Wendler | 23. Juli 2019 um 22:56 | Antworten

      Hallo Dirk,
      für diese Infoveranstaltung habe „geworben“. „>https://mg-heute.de/67957/buergerinfoveranstaltung-zur-bebauung-an-der-vitusstrasse/

      Ob die Erwartungen nicht hätten erfüllt werden könnten, wage ich zu bezweifeln. Nichtssagende Aussagen müssen erst garnicht ausgesprochen werden.

  3. Margret Stelters | 23. Juli 2019 um 21:31 | Antworten

    „Bürgerinformations Veranstaltung“ nannte sich diese Lächerlichkeit. Ich bin jetzt noch richtig sauer. Da setzt man zwei Figuren ins Rathaus, die zum Thema keine verwertbaren Antworten geben können oder wollen, da angeblich zu früh. Das war keine Bürgerinfo, das war Bürgervera… Entschuldigung, aber wetten, wenn es irgendwann Bürgerunzufriedenheit gibt, werden die Verantwortlichen wieder mal verständnislos bis empört sein, nach dem Motto: “ Da machen wir extra Bürgerinfo, und jetzt ist wieder nicht richtig. Undankbares Volk. Kann nur immer meckern.“ Fakt ist, wenn statt acht, achthundert Bürger gekommen wären, hätten die Antworten auch nicht anders ausgesehen. ARMSELIG

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