„Zusammen leben, zusammen wachsen“

Aktuelle Meldung am heutigen Mittag, dem 29.7.2019: Ein Achtjähriger und seine Mutter wurden am Hauptbahnhof in Frankfurt/Main auf die Gleise vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Das Kind wurde vom Zug erfasst und starb. Die Mutter konnte sich aus dem Gleisbett retten und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Ein 40-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Es wird wegen Tötungsdelikten gegen ihn ermittelt. Er habe versucht, eine dritte Person ins Gleisbett zu stoßen. Diese habe sich in Sicherheit bringen können. Ein Polizeisprecher erklärte, Zeugen hätten den Verdächtigen verfolgt und aufgehalten, als er den Bahnhof verlassen wollte. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Beziehung zwischen den Opfern und dem Verdächtigen.

Kommentar eines AFD-Sprechers zu diesem Vorfall: Schützt endlich „unsere Bürger“. Willkommener Anlass, Fremdenhass zu schüren und Bürger gegen eine aus AFD-Sicht „unverantwortliche Migrationspolitik“ aufzubringen. Dazu sollten wir uns nicht verleiten lassen, obwohl das Ereignis fassungslos macht.

In unserer Stadt Mönchengladbach leben Menschen aus mehr als 150 Nationen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Religionen und Erfahrungen. Sie wohnen und leben hier. Sie haben bei uns ein Zuhause gefunden.

An hiesigen Grundschulen wird Kindern in spielerischer Weise Sprachförderung und individuelle Hausaufgabenbetreuung vermittelt. Qualifizierte Begleitpersonen unterstützen das. Die Arbeitsstelle für interkulturelle Bildung und Integration ist sicherlich dankbar für jedes weitere Engagement zugunsten dieser Kinder.

Zwischen dem 22.9. und 13.10. dieses Jahres steht wieder eine „Interkulturelle Woche“ bevor. Der Integrationsrat beteiligt sich an dieser bundesweiten Aktion. Das Motto: „Zusammen leben, zusammen wachsen.“ Ausstellungen, Theateraufführungen – Festtage mit Tanz und Musik sollen es werden. Ein interkulturelles Straßenfest am Sonntag, dem 22.09.19 auf dem Parkplatz am Geroweiher dient als Eröffnungsveranstaltung.

Das Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen.“ dürfen wir uns von keiner noch so befremdlichen Aktion zerreden lassen. Zum Miteinander gibt es keine Alternative. Gemeinschaft macht stark. Wir lassen uns nicht irre machen.

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