700 km Radfahren nonstop: Polizisten „erstrampeln“ Spenden für schwerstkranke Kinder

v.l.: Mario Eckartz, Bernd Winkelhaus, Guido Roßkamp, Eric Block. Es fehlt: Carsten Zechlin

   Fünf Männer, fünf Räder und eine Mission: In Gedenken an einen viel zu jung verstorbenen Kollegen von einem Zipfel Deutschlands zum anderen fahren. Um Spenden zu sammeln, für schwer- bis sterbenskranke Kinder. Sie fahren die Benefiztour „Pascal & Friends“ in ihrem Urlaub und kommen für alle Unkosten privat auf – damit alle Spenden ausnahmslos bei den Kindern ankommen.

   Pascal war Polizist in Mönchengladbach und verstarb vor einem Jahr nach kurzer, sehr schwerer Krebserkrankung im Alter von nur 48 Jahren. Pascal war leidenschaftlicher Radfahrer und erradelte vor einigen Jahren schon selber Spenden. Der Verlust traf viele Kollegen sehr hart. Fünf von ihnen aus verschiedenen Direktionen, namentlich Eric Block (58), Mario Eckartz (55), Guido Roßkamp (45), Bernd Winkelhaus (35) und Carsten Zechlin (48), haben sich zusammengetan und fleißig trainiert. Um am 5. September in 35-40 Stunden die rund 700 km von Isenbruch nach Sylt zu radeln – begleitet von Versorgern auf der Straße und Pascal hinterm Horizont.

   Sie möchten aber auch Gutes tun damit. Jedermann und jedes Unternehmen ist herzlich dazu eingeladen, pro gefahrenen Kilometer zu spenden. Ebenso willkommen sind auch fixe Beträge in jeglicher Höhe.

Die Männer freuen sich über jeden Euro mehr, den sie den beiden Spendenempfängern übergeben können: Dem „Förderverein Tobi e.V.“, der sich um die palliativmedizinische Betreuung von Kindern kümmert

(http://www.insel-tobi.de/) und der „Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.v.“ Uni Düsseldorf (http://www.kinderkrebsklinik.de/). Um dazu beizutragen, dass auch unsere schwer erkrankten kleinen Mitmenschen mit ihren Angehörigen ein möglichst schönes Leben führen können. „Wir sind alle Polizisten mit Herzblut. Vor allem sind wir aber auch Menschen. Und wir sehen es oft im Dienst: Nicht alle Menschen haben das Glück, gesund zu sein und gesunde Kinder zu haben. Wir sehen in unserem Job viel Leid – und wir möchten helfen!“, so Mario Eckartz im Gespräch mit einer Journalistin.

   Mit dieser Motivation im Gepäck starten die Radler morgens um 6 Uhr in Isenbruch, dem westlichsten Zipfel Deutschlands. Die ersten beiden „Ziele des Herzens“ führen die Polizisten zu Pascals Grab und anschließend zum Polizeipräsidium Mönchengladbach. Von dort geht es dann weiter – bis nach Sylt, wo der nördlichste Zipfel Deutschlands liegt. Und während so mancher noch darüber staunt, wie man so eine Strecke überhaupt am Stück fahren kann, legen die Männern noch einen drauf. Denn die 670 Kilometer erweitern sie auf Sylt dann noch um 30 Kilometer auf die veranschlagten 700 EUR. Ehrensache.

   Sie möchten das Engagement, das Gedenken, das Training und vor allem den guten Zweck unterstützen? Auf dem „Spendenkonto des PSV Mönchengladbach“ (DE49 3105 0000 0003 6947 34, Verwendungszweck: „Benefiztour“) freut man sich über jeden Betrag. Und am Ende freuen sich vor allem natürlich die kranken Kids.    Die fünf Radfahrer und die Kollegen, die mit der Versorgung und dem Mitführen von Material unterstützen, machen diese Tour an Urlaubstagen. Alle Unkosten tragen die Radler selber privat. Dadurch ist gewährleistet, dass jeder gespendete Betrag auch vollumfänglich an die beiden Institutionen weitergeleitet wird. Es werden keine dienstlichen Mittel für die Tour verwendet.

1 Kommentar zu "700 km Radfahren nonstop: Polizisten „erstrampeln“ Spenden für schwerstkranke Kinder"

  1. Das finde ich einfach nur wunderbar! Danke für dieses Engagement 🤗❤️👍

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