„Die machen doch was sie wollen“

Die (Weiter-) Entwicklung einer Stadt muß ein Ziel haben. Sie muß für die Bürger etwas positives bedeuten und von ihnen gewollt sein. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen gibt es in unserer Stadt die Verwaltung und die Politik insgesamt.
Die Politik hat entschieden, dass die Aufgabe der Stadtentwicklung in Mönchengladbach durch die Stadttochter EWMG erfolgen soll. Einer der beiden Geschäftsführer ist gleichzeitig Planungsdezernent der Stadt.
Das Ganze wird beaufsichtigt durch (Aufsichtsrats-) Politiker aller Parteien, unter ihnen so hochrangige wie unser Oberbürgermeister (CDU) oder auch Horst Peter Vennen (SPD) und Dr. Schlegelmilch von der CDU. Selbst unser Kämmerer hat im Aufsichtsrat einen Zweitjob.
Das alles muß man berücksichtigen, will man eine Wertung vornehmen, z.B. zur beschlossenen Kündigung des Vertrages mit dem Trabrennverein.

Die Planung der EWMG und unseres Planungsdezernenten / Geschäftsführers und des Aufsichtsrates ist eindeutig. Der Flugplatz Mönchengladbach soll ausgebaut werden, das freiwerdende Gelände der Trabrennbahn soll teils dem Flughafen zugeschlagen werden und außerdem sollen Geschäftsbauten ermöglicht werden.
Das Ziel ist klar: Mehr Flugverkehr, mehr Unternehmen, mehr Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen.
Wie lautet doch die Aufgabe von Politik: Umsetzung des Bürgerwillen.
Der scheint auf Mönchengladbacher Art ausgehebelt. Oder haben irgendwann die Bürger diese Vertragskündigung mehrheitlich gefordert?

2 Kommentare zu "„Die machen doch was sie wollen“"

  1. Bewusst werden doch städtische Aufgaben in externe eigenständige „Gesellschaften“ ausgelagert.
    Angeblich wird alles transparent erledigt und die Öffentlichkeit beteiligt.
    Tatsächlich kontrolliert sich jede Gesellschaft selber, Unterschiede gibt es nur bei der Bezahlung der angeblich ehrenamtlichen Kontrolleure, ein lukratives Geschäft für jeden beteiligten Politiker.
    Gerne stellen sich Aufsichtsräte oder Verwaltungsräte als Opfer dar, kassieren aber gerne gute Aufwandsentschädigungen. Politik lohnt sich eben auch für Menschen, die sonst wohl xxxxx zu bieten haben. OB-Kandidaten der xxx lassen grüßen. Außer nette Reden schwingen nichts gewesen.

    XXXX = Teilweise durch die Redaktion geändert!

  2. Noch am Dienstag dieser Woche erklärte unser Planungs- und Baudezernent, Herr Dr. Gregor Bonin, gleichzeitig Stadtdirektor von Mönchengladbach und Mensch mit etlichen sicher nicht ehrenamtlich ausgeführten Nebenbeschäftigungen:
    “ Der Klimaschutz prägt das städtische Handeln. Einer weiteren Reglementierung bedarf es nicht.“
    Welchen Klimaschutz meint Dr. Bonin wohl.
    Etwa den: die Start und Landebahn wird weiter mit Beton ausgebaut? Oder: Schöne Büro / Mehrzweckbauten rund um den Flugplatz bringen Mönchengladbach nach vorne?
    Oder diesen Klimaschutz: Bei steuerfreiem Flugbenzin können wir uns eine längere Landebahn leisten, verschuldet sind wir sowieso?
    Schulden häufen sich durch den Flugplatz jährlich an, ob jemals positive Zahlen geschrieben werden ist reines Wunschdenken, können verbal aber jeweils auf irgendeinen Schuldigen abgewälzt werden.

    Und alles verabreden und beschließen die Herrschaften hinter den für die Öffentlichkeit geschlossenen Türen in den Räumen der EWMG.
    Hinterzimmerpolitik eben. Die Mönchengladbacher Wirtschaft kann sich keinen besseren Klimaschützer vorstellen.
    Dank auch an den Oberbürgermeister und Herrn Vennen, Vorsitzender des Planungs- und Bau-Auschusses und Mitglied des EWMG-Aufsichtsrates.

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