Maria 2.0 geht weiter – Frauen fordern Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche

Vom 23. bis 29. September startet die kfd – Katholische Frauengemeinschaft Deutschland – ihre alljährlicheAktionswoche. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche“ und schließt an die vielfältigen Aktionen der Initiative Maria 2.0 an.
Der Diözesanverband Aachen beteiligt sich mit Aktionen in Aachen und Mönchengladbach.

Mit einem einprägsamen Bild regt die kfd in Mönchengladbach zu einem Perspektivwechsel an: An der Citykirche Mönchengladbach bilden kfd-Frauen und ihre Unterstützerinnen am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr das Kirchensymbol, ein Kreis mit einem aufgesetzten Kreuz.
Dreht man jedoch die Perspektive wird aus dem Kirchensymbol das Frauenzeichen. Interessierte und Unterstützerinnen der Forderung sind
herzlich eingeladen, mitzumachen.
„Wir sind überzeugt, dass Kirche Geschlechtergerechtigkeit vorleben muss, wenn sie zu wichtigen Themen gehört werden und glaubwürdig sein will“, betonte Marie-Theres Jung, Vorsitzende des Diözesanverbands Aachen der kfd. „Dazu gehört, dass alle Ämter und Führungspositionen – auch die, die mit der Weihe verbunden sind – Frauen, die sich dazu berufen fühlen, offen stehen müssen. Die Würde von Frau und Mann in gleicher Weise zu achten, gilt als Erweis der Achtung von Menschenrechten. Dahinter wollen wir doch in der Kirche nicht zurück!“

Um ihre Ansprüche zu betonen und ihre Unnachgiebigkeit zu bekräftigen, hat sich die kfd die Farbe Purpur – sie ist in der römisch-katholischen Kirche Kardinälen als Gewandfarbe vorbehalten – für ihre Kampagne zu eigen gemacht. Sie stellt sich damit zum einen in die Nachfolge der Purpurhändlerin Lydia, der ersten Person auf europäischem Boden, die den christlichen Glauben annahm. Zum anderen knüpft sie an die Würde von hohen kirchlichen Amtsträgern an und macht klar, dass diese nicht Männern allein vorbehalten ist. Purpurkreuze werden auch bei der Aktion in Mönchengladbach allgegenwärtig sein.

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