MG-Busbahnhof: Verkleinerung verhindert ÖPNV-Ausdehnung

Soll die Entscheidung ausschließlich durch die städtischen Töchter ohne Beteiligung des Rates beschlossen werden?

Das Projekt „19 Häuser“ soll dem Bereich um den Gladbacher Hauptbahnhof ein neues Gesicht geben und „Haus Westland“ ersetzen. Schon für das kommende Jahr ist dabei auch der Abriss des Zentralen Omnibusbahnhofs geplant. Das neue Quartier mit der Projektbezeichnung „19 Häuser“ sieht unter anderem Wohnungen, Geschäften und Gewerbe vor. Und es benötigt Platz. Deswegen soll der Busbahnhof in seiner jetzigen Größe um rund die Hälfte verkleinert werden. „Das“, sagt Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath, „ist ein Umstand, der einer dringend erforderlichen Ausdehnung des Öffentlichen Personennahverkehrs sehr entgegensteht.“

Doch was den Grünen am Großprojekt noch viel mehr stört, ist die Tatsache, dass die Entscheidungen über die Planungen für das städtebaulich wichtige Bauvorhaben „19 Häuser“ momentan allein im Aufsichtsrat des städtischen Tochterunternehmens „mobil & aktiv“ der NEW AG getroffen werden. „Damit ist alles, was in der Planungsentscheidung wichtig ist, dem direkten Zugriff des Rates der Stadt als demokratisch legitimiertem Gremium entzogen“, stellt Sasserath fest. Ein Zustand, der aus Sicht der Grünen umgehend geändert werden muss.

„Wir halten es für wichtig, die gewählten Vertreter der Öffentlichkeit für die weitere Konkretisierung des Bauvorhabens einzubinden“, sagt Sasserath. So soll eventuell nachteiligen Auswirkungen auf die Verkehrs- und Baupolitik der Stadt besser entgegengesteuert werden. Karl Sasserath ist eines wichtig: „Die Planungen für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sind von hohem Interesse für die Stadt, sie müssen öffentlich sein und dürfen nicht einem nichtöffentlich tagendem Gremium vorbehalten bleiben.“ Der Stadtrat müsse in dieser Sache das letzte Wort haben.

Die Grünen haben vor diesem Hintergrund einen Antrag in die nächste Ratssitzung am 2. Oktober eingebracht, um den angeprangerten Missstand zu beheben.

1 Kommentar zu "MG-Busbahnhof: Verkleinerung verhindert ÖPNV-Ausdehnung"

  1. Der Antrag wird ausgehen wie das Hornberger Schießen, wieder einmal.

    Wer sitzt wohl im Aufsichtsrat der NEW und wer bildet vermeintlich die ReGIERung in Mönchengladbach.

    Ich sehe den grünen Leprechaun zum Regenbogenende laufen um seinen Goldeimer wiederzufinden und auszugraben.

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