Im Westen was Neues: SPD- Kandidat stellt sich vor

Reden halten, vorgefertigte Antworten ablesen, das kann (fast) jeder.
Felix Heinrichs gewinnt auf seinen Vorstellabenden mit seiner Talk-Runde, er macht es anders, ist anders als übliches. Seine Parteifreunde, für die ist diese Vorstellung gedacht, quittieren diese Offenheit mit freimütigen Fragen, nehmen kein Blatt vor den Mund. Gestern war er in Rheindahlen, in einer wiederhergestellten, alten Gaststätte, urig.

Er spricht frei, ohne Vorlage, so wie es gerade passt. Sein Moderator, Philipp Braun von Radio 90,1 liefert punktuell den Einstieg zu den Themen. So lernt jeder gerne den Menschen Felix Heinrichs kennen. Er kommt an.  

Für den OB-Posten fühlt er sich nicht zu jung. Möglicherweise ist er ja belastbarer mit seinen 30 Lebensjahren und dadurch effektiver im Job.
Er hat sich seine Kandidatur reiflich überlegt, vielleicht gab Lothar Beine den Ausschlag oder Anstoß dazu als er einmal zu ihm sagte: „Was glaubst Du, was Du in Berlin als Neuling bewegen kannst, als Hinterbänkler“.

Er kann in Mönchengladbach viel bewegen, als OB kann er etwas tun, er muss es nur wollen. So sein Credo.
Nicht nur Politik, ein OB habe die Möglichkeit zur Gestaltung, so sieht Heinrichs diese Führungsaufgabe.
Die fachliche Führung des Verwaltungsapparates will er in der Praxis lernen:“Es gibt keinen Ausbildungsweg zum Oberbürgermeister“. Als Geschäftsführer im elterlichen Seniorenheim ist er den Umgang mit den Mitarbeitern und Kunden gewohnt, wenn auch in einer anderen Dimension.

Heinrichs bedauert die Entwicklung im Hauptquartier, er hätte dort gerne auch eine Fläche für die wirtschaftliche Entwicklung gesehen, aus vielerlei Gründen wurde dies nicht erreicht, der Bund hatte das Sagen.

Was machen wir in 5-, 10-, 20-Jahren mit den Mitarbeitern der neuen Unternehmen in Rheindahlen? Welche Jobs haben wir dann anzubieten für diese Menschen, wenn Amazon, Reuter und Co. weiterziehen? Ein weiteres Desaster wie beim Textilsterben darf es nicht geben.
Politik auf Bundes- und Landesebene muss darauf bereits jetzt eine Antwort finden.
Das sind für Heinrichs soziale Themen die auf seiner „to do-Liste“ stehen.
Neben allen aktuellen Fragen zur Bildung, Jugend und Kinderbetreuung.
Ja, auch er ist für die wirtschaftliche Nutzung des Trabrennbahngeländes. Dort werden weitere Arbeitsplätze für Mönchengladbacher Arbeitssuchende entstehen, sie in die Lage versetzen sich und ihren Kindern ein auskömmliches Leben zu bieten.

2 Kommentare zu "Im Westen was Neues: SPD- Kandidat stellt sich vor"

  1. Die wirtschaftliche Nutzung des Trabrennbahngeländes in allen Ehren aber das geplante Vergrößern des defizitären Flughafens kann nur in einem finanziellen Desaster enden.
    Was soll denn da Starten und Landen?
    Wartungsbetriebe für Luftfahrtzeuge gehen hier Pleite, solche Betriebe sind eigentlich nur an hochfrequentierten Flughäfen einigermaßen Gewinnbringend zu betreiben und Oldtimerwartung als Spezialisierung und einzige Schlüsselposition ist ein bisschen wenig.
    Es gibt in der direkten Region 2 Großflughäfen und einen weiteren kleineren Regionalflughafen mit einigen Touristenbombern. Denkt da irgendjemand aus dem (in dem Fall naiven) kleinen politischen Mikrokosmos Mönchengladbach tatsächlich er könnte irgendeine Firma abwerben? Das müssten dann allerdings schon einige sein damit das alles defizitfrei läuft.

    Dann lasst lieber die Trabrennbahn und dessen Nutznießer, das ist für einige dann zumindest ein Arbeitsplatz und für andere ein Freizeitvergnügen. Macht dabei den Flughafen zu, auch wenn ein Hugo Junkers aus dem geografischen Umfeld stammt und die alte Tante Ju hier gewartet wird, und entwerft ein weiteres Industriegebiet. Vielleicht könnte man versuchen dort grünes nachhaltiges Gewerbe vielleicht in Zusammenarbeit mit der FH und gegebenenfalls günstigen nachhaltigen Wohnraum mit guter ÖPNV-Anbindung nach Viersen, Krefeld, Düsseldorf und MG-City anzusiedeln.

    PS: Jetzt verstehe ich auch die Ablehnung des „Bürgerantrags auf Ausrufen des Klimanotstandes“ – dadurch kann man das ansteigen der Schadstoffbelastung durch Vergrößerung des Flughafen und ggf. gewünschten Anstiegs der Luftfahrtbewegungen einfacherheitshalber mit Hilfe der politischen Schergen Durchwinken.

    • PPS: Ich vergaß: die Flughafengesellschaft ist ja ein städtischer Betrieb gehalten von weiteren städtischen Betrieben.
      Da kann man den Flughafen nicht so einfach schließen! Es würden ja einige Aufsichtsrats- und Kumpelpöstchen und die damit verbundenen Aufwandsentschädigungen und Gehälter wegfallen.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*