Einladung des Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue

Damit hatte ich nicht gerechnet:

Der Bundespräsident bittet Herrn Peter Josef Dickers im Rahmen der Reihe „Geteilte Geschichte(n)“ zur Veranstaltung „Von Erfolgsrezepten in Ost und West“ am Dienstag, dem 5. November 2019, ins Schloss Bellevue.

In dieser Gesprächsreihe, die „30 Jahre Friedliche Revolution“ ausleuchten will, „möchte der Bundespräsident der Frage nachgehen, welchen Stellenwert die Zäsur der Jahre 1989 und 1990 in der gemeinsamen Erinnerung einnimmt.“

Es geht um „Geschichten vom Umbruch und Neuanfang, Geschichten vom Dableiben und Dazukommen ebenso wie vom Weggehen und Zurückkehren und Geschichten verschiedener Generationen.“ „Es geht darum, einander zuzuhören und auch besser zu verstehen, wie die Situation der Menschen in Ost- und Westdeutschland heute ist, was sich verändert hat, was die Menschen bewegt, wo es Enttäuschungen und neue Hoffnungen gibt, was ähnlich ist und was verschieden. So sollen fremde Lebensgeschichten erfahrbar und mehr Verständnis für andere Sichtweisen möglich werden.“

Frank-Walter Steinmeier, am 12. Februar 2017 durch die Bundesversammlung zum zwölften Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland gewählt, ist „lebendiges Symbol“ unseres Staates.  Neben seinen „amtlichen“ Funktionen und Aufgaben der „Staatspflege“ zählen Integrieren, Moderieren, Motivieren zu den Kernpunkten seines Amtes.

Ich werde ihn und vielleicht auch seine Gattin Frau Elke Büdenbender persönlich kennenlernen dürfen im Schloss Bellevue, die offizielle Residenz des amtierenden deutschen Bundespräsidenten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Natürlich war ich überrascht, als ich das Schreiben des Bundespräsidialamtes erhielt. Zu der Thematik der beschriebenen Gesprächsreihe habe ich in den vergangenen Jahren u. a. beigetragen durch Einzelbegegnungen mit Menschen aus den östlichen Bundesländern.

Am Tag der Grenzöffnung waren meine Frau und ich zufällig in Lübeck zu Gast. Als sich eine Auto-Kolonne  Richtung Osten in Bewegung setzte, fädelten wir uns ein. Eine am Straßenrand winkende Familie bat uns anzuhalten. Es war unser erster Kontakt mit Menschen „von drüben“. Eine erfreuliche und zugleich beschämende Erfahrung: Erfreulich, wie spontan Menschen, die sich nicht kennen, aufeinander zugehen. Beschämend, dass wir vor dieser Begegnung viele Reisen in die damalige Sowjetunion unternommen, aber keinen Schritt „nach nebenan“, in den „anderen Teil Deutschlands“ gesetzt hatten.

„Nebenan“ haben wir seitdem viele Kontakte geknüpft, gemeinsame, teilweise wunderliche Erfahrungen sind damit verbunden. Wir haben uns gegenseitig bereichert und erkannt, dass es dafür nie zu spät ist. Daher schaue ich erwartungsvoll auf die Veranstaltung im Schloss Bellevue und auf die Begegnung mit dem Bundespräsidenten. Ich werde, wenn das Forum mg-heute es zulässt, darüber berichten.

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