Ausstellung der Siegerentwürfe zum Rathaus der Zukunft

Vom 7. November 2019 bis 20. Januar 2020 werden in einer Ausstellung in der Filiale der Stadtsparkasse Marktstraße, Marktstraße 30, die Siegerentwürfe des Planungswettbewerbs für das Rathaus der Zukunft mg+ präsentiert.

Der Siegerentwurf
1. Preis | SOP Architekten aus Düsseldorf
Grafik: Stadt Mönchengladbach

Neben den Siegerentwürfen sind alle 16 in der ersten Phase des Wettbewerbs abgegebenen Entwürfe zu sehen.
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners eröffnete gestern gemeinsam mit Dr. Gregor Bonin, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter, die Ausstellung, die während der Öffnungszeiten der Filiale (montags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr) zu sehen ist.

Anfang Januar 2019 startete der europaweit ausgeschriebene Planungswettbewerb für das Rathaus der Zukunft mg+ mit der Wettbewerbsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union. Über 100 Architekturbüros aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum haben eine Interessensbekundung mit Benennung von Referenzprojekten eingereicht.

 Mit der Durchführung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens wurde das Berliner Büro für Wettbewerbsmanagement, Architektur und Städtebau [phase eins] betraut. Vorsitzender des Preisgerichts ist der Architekt Prof. Karl-Heinz Petzinka, Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie.

Das Siegerteam von SOP mit OB Reiners,
Dr. Bonin und SSK-Chef Hartmut Wnuck

Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat 2017 beschlossen, unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit die Verwaltung am Standort Rheydt zu zentralisieren und dafür dringend sanierungsbedürftige und in der Unterhaltung kostenintensive Verwaltungsstandorte aufzugeben. Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ verfolgt die Stadt die Ziele, die Modernisierung der Verwaltung mit mehr Digitalisierung, einem ausgebauten Bürgerservice und attraktiven Arbeitsmodellen voranzutreiben und den Standort Rheydt zu stärken. Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf für das „Rathaus der Zukunft mg+“.

5 Kommentare zu "Ausstellung der Siegerentwürfe zum Rathaus der Zukunft"

  1. Nur einige wenige Gedanken zum „Glaspalazzo Prozzo“
    Wer so etwas mal Live sehen möchte kann sich den Neubau der Firma l’Oreal an der B7 in Düsseldorf mal genauer betrachten. (Entschuldigung für die Firmennennung).

    ein protziger Glasbau soll es also jetzt werden, eine gläserne Verwaltung soll als Architekten- bzw. Politikerdenkmal enstehen.
    Haben diese Kurzdenker eigentlich mal an das Personal gedacht das in diesem Aquarium arbeiten soll. Nicht nur dass wenig schwindelfreie Menschen dort halbwegs Panikattacken bekommen, die psychische Belastung des ständig beobachteten Werdens schlägt sich dann auch im Krankenstand nieder.
    Meine Empfehlung: bevor ein Architekt so einen Bürohausblödsinn plant sollte er lieber Kontakt mit einem Zoo aufnehmen und sich mindestens eine Woche als Homo Sapiens Architekturensis im Primatenhaus von den Besuchern begaffen lassen, Ggf. sollte man das als Zwangspraktikum ins Studium aufnehmen. Die Volkswirtschaft wird’s durch weniger Erkrankungen danken.

    Als öffentliches Gebäude ist die Glasfassade auch ein schönes Angriffsziel von linken und rechten Extremdenkern die da mit ihren Präzsionszwillen und Stahlkugeln oder –krampen nette Löcher reinschießen und ggf auch noch Mitarbeiter verletzen.

    Und die Veranschlagten 160 Mios die als Veranschlagung im Wochenendblättchen Stand werden bestimmt noch locker Verdoppelt.
    Fazit: Auch wenn es schick aussieht und der eigenen Reputation dienlich sein sollte, baut was vernünftiges.

  2. Der Rheydter Markt war schon gut gelungen, und ist meist mit buntem Leben gefüllt. Die Neugestaltung kann ich mir so auf den ersten Blick auch gut vorstellen. Die Konstruktion über der Tiefgarage erschliesst sich mir noch nicht so ganz, aber sie wirkt zumindest „luftig“. Kann gut werden.
    Im Zusammenhang mit der Präsentation fing ich eine Bemerkung auf, die mich stutzen ließ. Das neue Rathaus beherbergt keinen Ratssaal. Der Saal am Abteiberg bietet nicht genug Platz. Stimmt das so? Das würde bedeuten, daß der Neubau des Rathauses in Rheydt, zwangsläufig die Entwicklung des Abteiberges nach sich zieht, über die schon einmal recht deutlich gesprochen wurde. Und ich erinnere mich noch genau, daß es Ratsmitglieder mit konkreten Begehrlichkeiten gab. Ich glaube nicht, daß sich daran etwas geändert haben sollte. Wenn die Dinge so liegen, warum kommuniziert man sie dann nicht? Wir werden sehen.

    • Das neue Verwaltungsgebäude wird einen Multifunktionssaal bekommen, der auch als Ratssaal dient. Das ganze soll eingebettet sein in ein „Zentrales Konferenzzentrum“. Hier der Beschluss dazu, steht auf Seite 14:
      http://pvr.itk-rheinland.de/ratsinfo/moenchengladbach/14354/Vm9ybGFnZW5kb2t1bWVudCAob2VmZmVudGxpY2gp/14/n/148142.doc

      • Harald Wendler | 11. November 2019 um 14:31 |

        Sehr geehrter Herr Schultz,
        mir gegenüber argumentierte ein bei der Eröffnung anwesender CDU-Politiker auf meine Frage, wo denn der Ratssaal im Rheydter Siegerentwurf zu finden sei, es gäbe ja auch noch die Oberstadt mit dem Rathaus. Auch dort sei ein Ratssaal möglich und es gäbe dazu bereits Vorentwürfe.
        Das zeigt auch mir wie etlichen anderen Menschen, so sicher wie Sie es ausdrücken, sehen es nicht alle.

      • Das ist spannend Herr Wendler. Ich verweise ja nur auf einen Beschluss, den die Groko wenn ich mich richtig erinnere gegen die Stimmen der Opposition getroffen hat. Dass die Halbwertszeit solcher Beschlüsse so gering ist, konnte ich nicht ahnen.

        Was ich allerdings tatsächlich für nicht ausgeschlossen halte, dass „DIE“ für die Übergangszeit während des Baus doch noch den Hof des Rathaus Abtei überdachen um da einen vorübergehenden Ratssaal zu haben.

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