Mauer-Event, Hoppeditz, Geschäft – sonst nichts?

Eine ganze Woche lang sind wir bereit, an den Mauerfall in Deutschland zu denken, zu gedenken und freudig zu feiern.
Zumindest in Berlin geht es hoch her. Richtig so. Der Alltag ist trübe genug.

Wirtschaft funktioniert nicht in geschlossenen Gesschäften, also öffnen wir Mönchengladbacher sie, auch grundlos.
Doch, doch, sagen uns die Marketingfachleute und Brauchtumsfreunde. Es gibt immer einen Grund um fröhlich zu sein. Wozu gibt es denn den Hoppeditz.
Gesagt, getan, dieses Argument überzeugt mehrheitlich selbst unsere ehrenamtlichen, dem Winterbrauchtum zugewandten Ratspolitiker, sie heben zustimmend die Hand.
Progrom? Daran denken wir nebenbei, es nehmen nur ausgesucht wenige Menschen teil an den entsprechenden Gedenkfeiern.
Scheinbar wollen wir lieber die Greueltaten vergessen machen.
Das wird nicht wirklich gelingen, auch nicht mit einer Verlegung des Karnevalstarts vom 11.11. auf einen verkaufsoffenen Sonntag am 10.11..
Besser kann man den allseits verteufelten Raubtierkapitalismus nicht dokumentieren. Da hilft auch nicht der Hinweis darauf, dass im nächsten Jahr alles wieder „NORMAL“ sei.

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