Peter Josef Dickers im Erzählcafe: „Es geht nicht um weniger Zölibat“

Die Grabeskirche St. Kamillus Kolumbarium war die Location für das Erzählcafe am heutigen Nachmittag.

Der Buchautor, pensionierter Lehrer und laiisierter Priester, Peter Josef Dickers aus Mönchengladbach, las Texte aus: „Die Pendeluhr“, autobiographische Szenen aus seinem Leben.

Es war sehr still im großen Raum, als Dickers über einige seiner Erlebnisse mit der Institution Kirche sprach. Was die ca. 60 Zuhörer mit am Meisten bewegte, war wohl auch das Gespräch, das Dickers mit seinem Bischof führte, als er diesem seinen Wunsch nach Laiisierung vortrug. Die erste Frage des hohen Herrn:“ Wann kommt das Kind? Wir werden uns um das Kind kümmern, wenn es da ist.“ Die eigentlichen Beweggründe waren sekundär. Im weiteren Verlauf hob Dickers hervor, dass die knapp 30 bei der Amazonas Synode anwesenden Frauen ( Ordensfrauen) kein Stimmrecht hatten. Auch über Zölibat und den generellen Umgang mit Sexualität in der Amtskirche, äußerte sich Dickers und bezog klar Stellung dazu. Einen Brief las er vor, den er an Kardinal, Erzbischof Marx geschrieben hat und auf den er keinerlei Reaktion erhielt. In einer 10minütigen Pause, kamen viele der Anwesenden miteinander in einen Austausch über eigenes Erleben und ihre Betroffenheit ob des Gehörten. Peter Josef Dickers ist es ein Herzensanliegen zu betonen, dass seine Schilderungen keine Anklage sind, sondern ein Bild der Amtskirche zeichnen, wie er sie als junger Priester erlebt hat, und wie es heute unverändert noch immer ist. Bewegung ist nicht erkennbar. Trotzdem, und das ist ihm wichtig zu sagen, gehören er und seine Frau dieser Glaubensgemeinschaft nach wie vor an. Und er macht Mut, dass jeder an seinem Platz, nach seinen Möglichkeiten wirken kann und dass nichts und niemandes Tun vergeblich ist.

Peter Josef Dickers‘ Ausführungen wurden auf angenehme Weise umrahmt und umspielt von einem Mann, der vielen kein Unbekannter war. Dem Organisten im Ruhestand, Heinz-Jakob Quast, und an der Querflöte, seine Tochter Angela Zabel.
Hochverdient erhielt das Duo begeisterten Beifall.

Frau Verleysdonk-Simons, vom Vorstand des Erzählcafés, hatte sensibel einen besonderen Nachmittag moderiert.     

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