Eine italienische Nacht mit Lätare-Essen bei der ONA

Seit vielen Jahren ist es Usus, Mitte der Fastenzeit das Lätare-Essen der ONA (Odenkirchener Nomenklatur Akademie), der Gesellschaft für Kultur und Brauchtum in Odenkirchen, durchzuführen. Begonnen wird dieser von Musik geprägte Abend mit der Verleihung des Brauchtumspreises an einen verdienten Odenkirchener. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Dr. Markus Hardenack.

Nach dem Einzug der Burggrafengarde von Ruet-Wiss-Okerke, begleitete die neue „Rose von Odenkirchen“, Maya Kaspers, 16 Jahre jung, die bisherigen Preisträger Karl-Heinz Gillessen, Günther Pilz, Erwin Rüttgers, Henny und Werner Scholz, Helmut Wingerath, Ernst Zimmermanns sowie die Bürgermeisterin der Stadt Mönchengladbach, Petra Heinen-Dauber, die auch die Laudatio für Markus Hardenack hielt, auf die Bühne.

Petra Heinen-Dauber hatte die Einladung gerne angenommen und dankte Peter Engels und seinem Team für das tolle Programm mit viel Musik. Auch überbrachte sie die Grüße der Stadt, denn diese Veranstaltung ist eine Werbung für Mönchengladbach und Odenkirchen, in der Brauchtum und Kultur einen großen Stellenwert hat. Auch in diesem Jahr sollte ein besonderer Mensch mit dem Brauchtumspreis geehrt werden, der sich vorbildhaft für Kultur und Brauchtum und damit für den Zusammenhalt in unserer Stadt einsetzt.

Sie begann ihre Laudatio mit dem Titel der Bläck Fööss, „en unserem Veedel“, dem Lieblingslied von Markus Hardenack. Dieser setzt sich für die Werte ein, die in dem Lied genannt werden. Hardenack ist ein bodenständiger Mensch, einer von uns, obwohl er Doktor ist und diesen Titel mit Stolz tragen kann. Als Neurochirurg setzt er sich voll und ganz für seine Patienten sein und verzichtet Karneval auf Termine, wenn man seine Hilfe benötigt, ganz wie im Song der Bläck Fööss.

Nach seiner Geburt in Mönchengladbach, zog es ihn mit seinen Eltern zuerst nach Düsseldorf und dann für vier Jahre nach Amerika. Er kam nach Deutschland zurück, studierte Medizin und machte sich später in Odenkirchen selbständig. Hardenack ist ein Familienmensch, für den Familie und Freunde an erster Stelle stehen.

Unterstützt wird er dabei von seiner Lebensgefährtin Christina, die ebenfalls mit dem Karnevalsvirus infiziert ist. Im Karneval ist er immer mit großem Einsatz dabei, sei es als 2. Vorsitzender im Mönchengladbacher Karnevalsverband, sei es als Gardist bei der Großen Rheydter Prinzengarde oder als Burggraf (2017) von Ruet-Wiss-Okerke.

Als Prinz in der Session 2013/14 war Smiley sein Aushängeschild, denn Lachen ist die beste Medizin, kostet nichts und ist frei von schädlichen Nebenwirkungen. Auch als Bernie, dem Maskottchen des Gladbacher Karneval Verbandes hat er in diesem Jahr zum 3. Mal den Veilchendienstagszug begleitet. Die Kraft als Arzt tätig zu sein und auch für seine Freizeit im Karneval findet er in der Ruhe aus seinem christlichen Glauben und dem friedlichen Miteinander. An die Eltern gewandt meinte Petra Heinen-Dauer, dass sie sehr stolz auf ihren Sohn sein könnten und gratulierte der ONA zu diesem würdigen Preisträger.

Markus Hardenack bedankte sich für die Verleihung. Als ihm dieses Amt angetragen wurde, war er sich sehr unsicher, ob er der Richtige für den Preis sei und ob er sich um das Brauchtum verdient gemacht habe. Dann habe er doch zugesagt, da in der Freizeit der Karneval seine Herzensangelegenheit sei, vor allen Dingen der rheinische Karneval und besonders der in Odenkirchen.

 

 

In Bezug auf Karneval tut sich dieser sehr schwer, denn kein Fest ist mehr so wie früher. Altes solle bestehen bleiben, aber es müssen auch neue Wege gefunden werden. Damit das Brauchtum nicht in Vergessenheit gerät, hat er sich zwei Punkte auf die Mütze geschrieben: 1. man soll den Karnevals lieben und 2. mit der Heimat, in diesem Falle Odenkirchen verbunden bleiben. Aus diesem Grunde zitierte er noch einige wichtige Stellen aus seinem Lieblingslied „en unserem Veedel“.

Nach der Stärkung mit Pellkartoffeln, Fisch und der speziellen ONA-Sauce ging es zum musikalischen Teil über. Die Moderation des Abends führte Katrin Degenhardt in ihrer charmanten Art durch. Da jeder Preisträger ein Wunschlied hat und das Lied der Bläck Fööss leider nicht in das Repertoire passte, sang Marion Wilmer für Markus Hardenack „New York, New York“. Katrin Degenhardt stellte weiter dem Publikum die seit Jahren bereits bekannten Sängerinnen und Sänger wie Lisa Soloyvoya, Marion Wilmer, Johannes Groß und Kai Scholdybajew mit ihren jeweiligen Liedern aus Operette und Musical vor. Neu hinzu gekommen waren Prof. Helge Dorsch, der die Sänger am weißen Flügel begleitete sowie Hugo Mallet, ein weiterer Tenor. Als Schlusspunkt wurde noch einmal „Nessun Dorma“ auf besonderen Wunsch des Publikums vorgetragen.

Wieder ging ein wundervoller Abend zu Ende und die Gäste freuen sich schon jetzt auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

 

 

 

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